Zum Inhalt springen

Höhenfußpunktdreieck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Orthic triangle1.svg
Höhen­fußpunkt­dreieck mit Höhenfußpunkten Ha, Hb und Hc

Das Höhenfußpunktdreieck<ref>Max Koecher, Aloys Krieg: Ebene Geometrie. 3., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2007, ISBN 978-3-540-49327-3, S. 168.</ref> (seltener: orthisches Dreieck<ref>Claudi Alsina, Roger B. Nelsen: Perlen der Mathematik: 20 geometrische Figuren als Ausgangspunkte für mathematische Erkundungsreisen. Springer, 2015, ISBN 978-3-662-45461-9, S. 65 (Auszug (Google)Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref>) ist ein Begriff aus der Dreiecksgeometrie. Es entsteht dadurch, dass die Fußpunkte der drei Höhen (also die Punkte <math>H_a</math>, <math>H_b</math> und <math>H_c</math>, in denen die Lote von den Ecken des Dreiecks auf die gegenüber liegenden Seiten diese Seiten schneiden) miteinander verbunden werden. Im Sonderfall eines rechtwinkligen Dreiecks ist das Höhenfußpunktdreieck entartet, da dann zwei Fußpunkte zusammenfallen. Das Höhenfußpunktdreieck ist das zum Höhenschnittpunkt (Orthozentrum) gehörige Fußpunktdreieck.

Eigenschaften

Datei:Orthic triangle4.svg
Die Höhen des Referenzdreiecks halbieren die Innen- oder Außenwinkel des Höhenfußpunktdreiecks
Datei:Orthic triangle2.svg
Höhen­fußpunkt­dreieck mit Höhenfußpunkten Ha, Hb und Hc, Euler-Geraden ea, eb und ec mit dem gemeinsamen Schnittpunkt P auf dem Feuerbachkreis
  • Jede Höhe des ursprünglichen Dreiecks halbiert entweder einen Innenwinkel oder einen Außenwinkel des Höhenfußpunktdreiecks. Daher stimmt für ein spitzwinkliges Dreieck ABC der Höhenschnittpunkt H dieses Dreiecks mit dem Inkreismittelpunkt des Höhenfußpunktdreiecks überein. Ist das Dreieck ABC dagegen stumpfwinklig, so ist H gleich einem der Ankreismittelpunkte des Fußpunktdreiecks.<ref> Boris Pritsker: Geometrical Kaleidoscope. Dover, 2017, ISBN 978-0-486-81241-0, S. 24–34</ref><ref name="Ostermann/Wanner">Alexander Ostermann, Gerhard Wanner: Geometry by Its History. Springer, 2012, S. 86 (Auszug (Google)Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.) </ref>
  • Der Umkreis des Höhenfußpunktdreiecks ist der Feuerbach-Kreis des ursprünglichen Dreiecks.
  • Die Dreiecke <math>AH_bH_c</math>, <math>BH_aH_c</math> und <math>CH_aH_b</math> sind alle ähnlich zum Referenzdreieck <math>ABC</math>, aber mit unterschiedlicher Orientierung.<ref name="Ostermann/Wanner"/>
  • Die Euler-Geraden der Dreiecke <math>AH_bH_c</math>, <math>BH_aH_c</math> und <math>CH_aH_b</math> schneiden sich in einem gemeinsamen Punkt, der auf dem Feuerbachkreis des Referenzdreiecks <math>ABC</math> liegt.<ref name="mathworld"> Eric W. Weisstein: Orthic Triangle. In: MathWorld (englisch). </ref>
  • Das Tangentendreieck <math>Q_aQ_bQ_c</math> des Referenzdreiecks <math>ABC</math> ist ähnlich zu dem Höhenfußpunktdreieck <math>H_aH_bH_c</math> und die entsprechenden Dreiecksseiten sind parallel, das heißt <math>Q_aQ_b \parallel H_aH_b</math>, <math>Q_bQ_c \parallel H_bH_c</math> und <math>Q_aQ_c \parallel H_aH_c</math>.<ref name="mathworld"/>
  • Fagnano-Problem: Unter allen Dreiecken, die einem spitzwinkligen Dreieck einbeschrieben sind, hat das Höhenfußpunktdreieck den kleinsten Umfang.<ref>Claudi Alsina, Roger B. Nelsen: Charming Proofs: A Journey Into Elegant Mathematics. MAA, 2010, ISBN 978-0-88385-348-1, S. 81–82 (Auszug (Google)Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.) </ref>

Siehe auch

Literatur

  • Harold S. M. Coxeter, Samuel L. Greitzer: Zeitlose Geometrie. Klett, Stuttgart 1983, ISBN 3-12-983390-0.
  • Boris Pritsker: Geometrical Kaleidoscope. Dover, 2017, ISBN 978-0-486-81241-0, S. 24–34

Weblinks

Commons: Höhenfußpunktdreieck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />