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Gymnocarpos

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Gymnocarpos
Datei:Gymnocarpos decandrus Sebseh 07 a.jpg

Gymnocarpos decandrus

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Paronychioideae
Gattung: Gymnocarpos
Wissenschaftlicher Name
Gymnocarpos
Forssk.

Gymnocarpos ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Die etwa zehn Arten gedeihen in trockenen Regionen von den Kapverden bis China.

Beschreibung

Datei:Transactionsofro311888roy 0867.jpg
Illustration von Gymnocarpos bracteatus

Vegetative Merkmale

Gymnocarpos-Arten sind kahle und starkverzweigte Halbsträucher oder krautige Pflanzen mit aufrechter oder niederliegender Sprossachse.

Die gegenständigen Laubblätter sind sitzend oder in kurzen Blattstiel sowie -spreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind fleischig, zylindrisch oder schwach rinnenförmig und im Umriss linealisch-verkehrtlanzettlich oder rundlich. Sie sind ganzrandig mit stumpfem oder spitzem oberen Ende und haben einen als Stachelspitze austretenden Mittelnerv. Die häutigen Nebenblätter sitzen zwischen den Blattstielen, sind eiförmig-dreieckig und zum äußersten Ende hin spitz; sie sind anfangs verwachsen, später getrennt. Der Blattrand ist annähernd ganzrandig bis fransig.<ref name="Oxelman2002" />

Generative Merkmale

Die endständigen oder annähernd endständigen<ref name="Chamberlain1996" /> Blütenstände sind dichasisch oder teilweise monochasisch und bilden gelegentlich dichte kugelförmige Köpfe. Die Tragblätter sind häutig und nebenblattartig bis auffällig und ebenso groß bis sogar größer als die Blüten, oder sie sind laubblattartig mit gut ausgebildeter Spreite. Die Blüten sind in der Regel sitzend, nur die mittleren haben gelegentlich einen Blütenstiel.

Die Blütenachse ist verkehrt-kegelförmig und gelegentlich mit den Tragblättern verwachsen. Die fünf Kelchblätter sind am Rand häutig, Kronblätter fehlen. Die fünf Staubblätter liegen den Kelchblättern gegenüber und stehen wechselnd mit den fünf fadenförmigen bis dreieckigen Staminodien, die Staubbeutel sind breit länglich-rund. Der verkehrteiförmige<ref name="Chamberlain1996" />, freie oder zu Teilen in den Blütenboden eingelassene Fruchtknoten ist im oberen Teil papillös. Der lange<ref name="Chamberlain1996" /> Griffel ist schlank, die Narbe dreigelappt.

Die Frucht hat ein häutiges Perikarp<ref name="Chamberlain1996" />, ist im Umriss länglich und oberwärts papillös; sie reißt unregelmäßig auf. Die ei- bis nierenförmigen, braunen Samen sind leicht abgeflacht.<ref name="Oxelman2002" />

Verbreitung

Die Gattung besiedelt trockene Regionen von den Kapverden und den Kanaren bis in die Mongolei und Nordwestchina. Mannigfaltigkeitszentrum ist das Horn von Afrika.<ref name="Oxelman2002" />

Datei:Gymnocarpos decandrus Unbestimmt Sebseh 07 b.jpg
Blütenstand von Gymnocarpos decandrus

Systematik

Die Gattung Gymnocarpos wurde 1775 durch Pehr Forsskål in Flora Aegyptiaco-Arabica, Seite 65 aufgestellt. Typusart ist Gymnocarpos decandrus <templatestyles src="Person/styles.css" />Forssk.

Die Gattung Gymnocarpos gehört zur Unterfamilie der Paronychioideae; ihre genaue Position darin ist 2002 unklar. Eng verwandt ist sie mit den Gattungen der Mauermieren (Paronychia) sowie den Bruchkräutern (Herniaria). Molekulargenetischen Untersuchungen zufolge umfasst sie auch die (monotypische) Gattung Sclerocephalus, damit werden ihr zehn Arten zugerechnet.<ref name="Oxelman2002" />

Es gibt etwa zehn Arten:

Literatur

  • L. Petrusson, Mats Thulin: Taxonomy and biogeography of Gymnocarpos (Caryophyllaceae). In: Edinburgh Journal of Botany. Band 53, Nr. 1, 1996, S. 1–26. DOI:10.1017/S0960428600002687

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oxelman2002"> Bengt Oxelman, Britta Ahlgren, Mats Thulin: Circumscription and phylogenetic relationships of Gymnocarpos (Caryophyllaceae-Paronychioideae). In: Edinburgh Journal of Botany. Band 59, Nr. 2, 2002, S. 221–237. doi:10.10M/S0960428602000045 </ref> <ref name="Chamberlain1996">David Franklin Chamberlain: Caryophyllaceae. In: Anthony George Miller, Thomas A. Cope (Hrsg.): Flora of the Arabian Peninsula and Socotra. Band 1, Edinburgh University Press, Edinburgh 1996, ISBN 0-7486-0475-8, S. 179, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Gymnocarpos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien