Guttaperchabäume
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Guttaperchabäume | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Palaquium gutta - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-099.jpg
Guttaperchabaum (Palaquium gutta), Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Palaquium | ||||||||||||
| Blanco |
Die Guttaperchabäume (Palaquium) sind eine artenreiche Pflanzengattung aus der Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae). Sie sind in den Tropen in Südostasien und im nördlichen Australien verbreitet. Die bekannteste Art ist der Guttaperchabaum (Palaquium gutta), dessen eingetrockneter Milchsaft ursprünglich hauptsächlich den wichtigen Rohstoff Guttapercha lieferte, dieses wird aber auch noch von anderen Arten der Guttaperchabäume und von verschiedenen Sapotengewächsen erhalten.
Beschreibung
Palaquium-Arten wachsen als immergrüne, Bäume und erreichen je nach Art Wuchshöhen von 5 bis 30 Metern und teilweise Stammumfänge bis 1 Meter. Sie enthalten Milchsaft (Latex). Die wechselständig und/oder zweizeilig angeordneten oder zu mehreren zusammen stehenden Laubblätter sind einfach, ledrig und 8 bis 25 cm lang. Auf der Oberseite sind sie glänzendgrün, auf der Unterseite oft gelb oder graugrün. Die kleinen bis sehr großen Nebenblätter fallen früh ab.
Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren zusammen entlang der Zweige, oder in kurzen endständigen Blütenständen. An der Basis der Blütenstandsschäfte befinden sich auffällige Tragblätter. Es sind zwei Kreise mit insgesamt meist sechs (vier bis sieben) Kelchblättern vorhanden. Es sind vier bis sechs Kronblätter vorhanden. Die in zwei oder drei Kreisen stehenden insgesamt meist 12 bis 18 (8 bis 36) fertile Staubblätter sind in der Kronröhre inseriert. Die Staubfäden sind lang. Zum Unterschied zu anderen Gattungen aus der Familie sind keine Staminodien vorhanden. Meist sechs (fünf bis elf) Fruchtblätter sind zu einem behaarten oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtblatt ist nur eine anatrope, hängende Samenanlage vorhanden.
Die 3 bis 7 cm große längliche bis ellipsoide Beere enthält ein bis vier Samen. Eine Narbe überzieht die Hälfte der Oberfläche des Samens.
Verbreitung
Die Palaquium-Arten sind in den Tropen Südostasiens und Nordaustraliens verbreitet. Die Vorkommen reichen nördlich bis Taiwan, südlich bis zur Malaiischen Halbinsel und in östlicher Richtung bis zu den Salomonen.
Systematik
Die Gattung Palaquium wurde 1837 durch Francisco Manuel Blanco in Flora de Filipinas, S. 403 aufgestellt. 1903 wurde als Lectotypus Palaquium lanceolatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Blanco festgelegt.<ref name="tropicos" /> Synonyme für Palaquium <templatestyles src="Person/styles.css" />Blanco sind: Croixia <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre, Dichopsis <templatestyles src="Person/styles.css" />Thwaites, Galactoxylon <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre, Treubella <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre. Die Gattung Palaquium gehört zur Tribus Sapoteae in der Unterfamilie Sapotoideae in der Familie der Sapotaceae.<ref name="GRIN" />
Es gibt etwa 120 Palaquium-Arten (hier eine Auswahl):<ref name="GRIN" /><ref name="WCSP" />
- Palaquium amboinense <templatestyles src="Person/styles.css" />Burck: Das Verbreitungsgebiet reicht von Java bis zu den Salomonen<ref name="WCSP" />.
- Palaquium burckii <templatestyles src="Person/styles.css" />H.J.Lam: Das Verbreitungsgebiet reucht von Malaysia bis Sumatra.<ref name="WCSP" />
- Palaquium calophyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Teijsm. & Binn.) Pierre: Syn.: Isonandra calophylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Teijsm. & Binn.: Die Heimat sind Borneo und die Philippinen.<ref name="WCSP" />
- Palaquium ellipticum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dalzell) Baill.: Sie kommt im westlichen und im südwestlichen Indien vor.<ref name="WCSP" />
- Palaquium formosanum <templatestyles src="Person/styles.css" />Hay.: Die Heimat sind Taiwan und die Philippinen.<ref name="WCSP" />
- Guttaperchabaum (Palaquium gutta <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hook.) Baill.; Syn.: Isonandra gutta <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook., Isonandra gutta var. oblongifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />de Vriese, Palaquium oblongifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Burck) Burck): Die Heimat ist Malaysia, Borneo, Sumatra und Java.<ref name="WCSP" />
- Palaquium hexandrum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Griff.) Baill.: Die Heimat ist Malaysia, Borneo und Sumatra.<ref name="WCSP" />
- Palaquium leiocarpum <templatestyles src="Person/styles.css" />Boerl.: Die Heimat ist Malesien.<ref name="WCSP" />
- Palaquium luzoniense <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fern.-Vill.) S.Vidal: Syn.: Dichopsis luzoniensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Fern.-Vill.: Das Verbreitungsgebiet reicht von den Philippinen bis Sulawesi.<ref name="WCSP" />
- Palaquium maingayi <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.B.Clarke) King & Gamble: Die Heimat ist Thailand und Malaysia.<ref name="WCSP" />
- Palaquium merrillii <templatestyles src="Person/styles.css" />Dubard: Die Heimat sind die Philippinen.<ref name="WCSP" />
- Palaquium obovatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Griff.) Engl.: Das Verbreitungsgebiet reicht von Indien bis Malesien.<ref name="WCSP" />
- Palaquium philippense <templatestyles src="Person/styles.css" />(Perr.) C.B.Rob.: Syn.: Chrysophyllum philippense <templatestyles src="Person/styles.css" />Perr.: Die Heimat sind die Philippinen.<ref name="WCSP" />
- Palaquium polyandrum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.B.Rob.: Die Heimat sind die Philippinen.<ref name="WCSP" />
- Palaquium ridleyi <templatestyles src="Person/styles.css" />King & Gamble: Das Verbreitungsgebiet reicht von Vietnam bis Neuguinea.<ref name="WCSP" />
- Palaquium rostratum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miq.) Burck: Das Verbreitungsgebiet reicht von Thailand bis Malesien.<ref name="WCSP" />
- Palaquium stellatum <templatestyles src="Person/styles.css" />King & Gamble: Die Heimat ist Boneo, Malaysia und Sumatra.<ref name="WCSP" />
Verwendung
Das Guttapercha, der eingetrocknete Milchsaft des Guttaperchabaumes (Palaquium gutta), stellt einen wichtigen Rohstoff dar, der früher zur Kabelisolation eingesetzt wurde und heute noch unter anderem als Füllmaterial in der Zahnmedizin eingesetzt wird.
Die Beerenfrüchte sind bei mehreren Arten essbar.
Viele Arten der Gattung liefern auch ein wertvolles Holz, das als Nyatoh bezeichnet wird.<ref>Nyatoh. In: The Wood Database – Lumber Identification (Hardwood). Abgerufen am 23. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es ist ähnlich wie Nato.
Quellen
- Shugang Li & T. D. Pennington: Sapotaceae in der Flora of China, Volume 15, S. 206: Palaquium – Online. (Abschnitt Beschreibung)
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="tropicos"> Palaquium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>