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Gustav Brühl (Mediziner)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Gustav Brühl.jpg
Gustav Brühl

Gustav Ernst Brühl (* 18. Juni 1871 in Berlin; † 21. November 1939 ebenda) war ein deutscher Ohrenarzt.

Werdegang

Brühl erhielt seine Ausbildung in Wien und Freiburg bei Adam Politzer und Bloch sowie am Anatomischen Institut von Emil Zuckerkandl.

Er wurde 1894 promoviert und war ab 1898 in Berlin als Ohrenarzt tätig. Dort habilitierte er sich 1903 und wurde 1908 zum Professor ernannt. Er führte histologische Untersuchungen über das Cortische Organ durch und arbeitete zur Otosklerose.

Sein Sohn war der Pädiater Heinz H. Brühl (später Bruhl, 1901–1992). Er wurde an der Kinderklinik Marburg, an der er seit 1928 tätig war, 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung amtsenthoben und floh mit seiner Familie nach China.<ref>Eduard Seidler: Heinz Brühl. Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, abgerufen am 22. April 2026.</ref> Später wanderte er über Honolulu in die USA aus, wo er ab 1. Juli 1950 an der Faribault State School and Hospital tätig wurde, 1963 die pädiatrische Abteilung und 1967 das klinische und Forschungslabor übernahm und u. a. über Phenylketonurie bei Erwachsenen forschte<ref>Heinz H. Bruhl, John F. Arnesen und Martin G. Bruhl: Effect of a Low-Phenylalanine Diet on Older Phenylketonuria Patients. In: American Journal of Mental Deficiency. Band 69, No. 2, pp. 225-235.</ref>.

Literatur

  • Julius Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. – Berlin [et al.]: Urban & Schwarzenberg, 1901
  • I. Fischer (Hrsg.): Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte der letzten fünfzig Jahre. – Berlin [et al.]: Urban & Schwarzenberg, 1932–1933. – 2 Bde

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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