Guido Werdnig
Guido Werdnig (* 20. Juni 1844 in Ratschach; † 26. April 1919 in Steinhof)<ref name="ashwal990">Helmut Groger: Guido Werdnig. In: Stephen Ashwal: The Founders of Child Neurology. Norman Pub, 1990, ISBN 978-0-930405-26-7, S. 383–388.</ref> war ein österreichischer Arzt. Er beschrieb erste Fälle der spinalen Muskelatrophie (SMA). Deren infantile Verlaufsform wird auch als Werdnig-Hoffmann-Erkrankung bezeichnet.
Leben und Wirken
Nach Abschluss des Medizinstudiums am Wiener Josephinum 1868<ref name="ashwal990" /> diente Werdnig zunächst zehn Jahre in der Armee Österreich-Ungarns.<ref name="beighton1986">Peter Beighton, Greta Beighton: The Man Behind the Syndrome. Springer, 1986, ISBN 978-1-4471-1417-8, S. 193.</ref> In dieser Zeit veröffentlichte er einige Artikel über den Transport verwundeter Soldaten im Gebirge. Nach dem Ende der Militärzeit ließ sich Werdnig erst in Wien als Arzt nieder, 1888 in Graz.<ref name="ashwal990" /> Am dortigen Institut für pathologische Anatomie untersuchte er den Körper eines dreijährigen Jungen, der an einer Lungenentzündung und Ateminsuffizienz infolge einer fortschreitenden Lähmung gestorben war. Als Ursache ließ sich eine Degeneration von Motoneuronen im Rückenmark nachvollziehen.<ref name="beighton1986" /> Werdnig beschrieb den Fall dieses Jungens sowie den seines ebenfalls betroffenen Halbbruders 1891.<ref name="werdnig1891">Guido Werdnig: Zwei frühinfantile hereditäre Fälle von progressiver Muskelatrophie unter dem Bilde der Dystrophie, aber auf neurologischer Grundlage. In: Arch Psychiatr. Band 22, 1891, S. 437, doi:10.1007/bf0177663.</ref> Eine weitere Veröffentlichung zum Thema folgte 1894, nachdem der Halbbruder des o. g. Patienten gestorben war.<ref name="werdnig1894">Guido Werdnig: Die frühinfantile progressive spinale Amyotrophie. In: Arch Psychiatr Nervenkr. Band 26, 1894, S. 706, doi:10.1007/BF02057364.</ref> In dieser Arbeit diskutierte Werding auch die zwischenzeitlich von Johann Hoffmann beschriebenen Fälle. Bei der Erkrankung handelte es sich eine Form der spinalen Muskelatrophie. Deren infantile Verlaufsform trägt auch das Eponym Werdnig-Hoffmann-Erkrankung. Ab 1896 war Werdnig in Wien tätig. Als er 1919 im Spital starb, war er schon zwölf Jahre aufgrund einer spastischen Lähmung der Beine bettlägerig gewesen.<ref name="beighton1986" /><ref name="ashwal990" />
Werdnig beschäftigte sich mit Numismatik und veröffentlichte eine Monografie über die venezianische Osella.<ref>Guido Werdnig: Die Osellen oder Münz-Medaillen der Republik Venedig. K. K. Hofbuchhandlung Wilhelm Frick, Wien 1889, {{#invoke:Vorlage:URN|f|errHide=1|errNS=0|errClasses=error editoronly|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URN}}{{#if: | Vorlage:URN – Parameter 3= wird nicht mehr unterstützt; bitte verwende resolver=}}.</ref> Er war mit ab 1877 mit Franziska Pummer verheiratet, aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor.<ref name="ashwal990" />
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Die Osellen oder Münz-Medaillen der Republik Venedig. K. K. Hofbuchhandlung Wilhelm Frick, Wien 1889, {{#invoke:Vorlage:URN|f|errHide=1|errNS=0|errClasses=error editoronly|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URN}}{{#if: | Vorlage:URN – Parameter
3=wird nicht mehr unterstützt; bitte verwenderesolver=}}. - Zwei frühinfantile hereditäre Fälle von progressiver Muskelatrophie unter dem Bilde der Dystrophie, aber auf neurologischer Grundlage. In: Arch Psychiatr. Band 22, 1891, S. 437, doi:10.1007/bf0177663.
- Die frühinfantile progressive spinale Amyotrophie. In: Arch Psychiatr Nervenkr. Band 26, 1894, S. 706, doi:10.1007/BF02057364.
Literatur
- Helmut Groger: Guido Werdnig. In: Stephen Ashwal: The Founders of Child Neurology. Norman Pub, 1990, ISBN 978-0-930405-26-7, S. 383–388.
- Peter Beighton, Greta Beighton: The Man Behind the Syndrome. Springer, 1986, ISBN 978-1-4471-1417-8, S. 193.
Einzelnachweise
<references />
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|---|---|
| NAME | Werdnig, Guido
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| ALTERNATIVNAMEN | Werdnigg, Guido
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| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Arzt
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| GEBURTSDATUM | 20. Juni 1844
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| GEBURTSORT | Ratschach
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| STERBEDATUM | 26. April 1919
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| STERBEORT | Steinhof (Wien)
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