Guapirama
| Município de Guapirama Guapirama | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:PC080106.JPG Igreja Matriz von Guapirama | ||||||
| ||||||
| Koordinaten | 23° 31′ S, 50° 3′ W
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|
dim=16000 | globe= | name=Guapirama | region=BR-PR | type=city
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| Datei:Parana Municip Guapirama.svgLage des Munizips im Bundesstaat Paraná | ||||||
| Gründung | 19. Dezember 1964 | |||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat | Brasilien | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Paraná | |||||
| ISO 3166-2 | BR-PR | |||||
| Região intermediária | Londrina (seit 2017) | |||||
| Região imediata | Santo Antônio da Platina (seit 2017) | |||||
| Mesoregion | Norte Pioneiro Paranaense (1989–2017) | |||||
| Mikroregion | Wenceslau Braz (1989–2017) | |||||
| Höhe | 494 m | |||||
| Klima | gemäßigt warm (Cfa) | |||||
| Fläche | 189 km² | |||||
| Einwohner | 4626 (Volkszählung 2022) | |||||
| Dichte | 24,5 Ew./km² | |||||
| Gemeindecode | IBGE: 4109005 | |||||
| Politik | ||||||
| Stadtpräfekt | Edui Gonçãlves (2021–2024) | |||||
| Partei | PSD | |||||
| Wirtschaft | ||||||
| BIP | 104,0 Mio. R$ 27.353 R$ pro Kopf (2019) | |||||
| HDI | 0,702 (hoch) (2010) | |||||
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Guapirama ist ein brasilianisches Munizip im Südosten des Bundesstaats Paraná. Es hat 4.626 Einwohner (2022), die sich Guapiramenser nennen. Seine Fläche beträgt 189 km². Es liegt 494 Meter über dem Meeresspiegel.
Etymologie
Guapirama ist ein Begriff aus dem Tupi und kann Region, in der die Täler beginnen, Ursprung/Quelle oder vielversprechender Fuß einer Bucht bedeuten. Er ist zusammengesetzt aus den Begriffen kûá = Bucht, py = Fuß und ram = vielversprechend. Der Name wurde 1947 vom Parlamentsabgeordneten Antonio Custódio de Lima vorgeschlagen.<ref name=":2" />
Geschichte
Besiedlung
Der erste Name von Guapirama war Barra do Cinzas. Das kleine Dorf wurde 1910 von Daniel Dias auf dem Land von Marins de Camargo, dem Bruder des Gouverneurs des Bundesstaates Paraná, Affonso Alves de Camargo, gegründet. Camargo leitete als Anwalt die Rechtsabteilung der Fazenda Jaboticabal da Barra Grande. Der Pionier Daniel Dias brachte eine Reihe von Familien vorwiegend aus benachbarten Gegenden in diese unwirtliche Region.
Im Jahr 1910 gehörten die Ländereien von Barra do Cinzas noch zum Munizip Jacarezinho. Sie gingen 1914 an Santo Antônio da Platina über. Die Fazenda Jaboticabal da Barra Grande wurde aufgeteilt und es entstanden die Munizipien Guapirama, Joaquim Távora und Quatiguá.
Im Jahr 1917 wurde das Dorf Barra do Cinzas durch Malaria fast vollständig ausgelöscht. Vor allem war ein in der Nähe lebender Eingeborenenstamm betroffen.
Entmutigt durch die Situation zogen Daniel Dias und einige andere Familien aus Barra do Cinzas weg und gründeten eine neue Siedlung, diesmal auf einer Fläche von zwanzig Alqueires (48 ha), die von João Moreci, dem Besitzer der Fazenda Jaboticabal da Barra Grande, gestiftet wurde. Dieses Anwesen wurde Barra Grande genannt, während die frühere Siedlung als Barra Velha bekannt war. Daniel Dias war der Hauptsiedler des Ortes.
Zusätzlich stiftete eine lokale Wohltäterin zehn Alqueires. Diese feierte zusammen mit José Custódio das erste Rosenkranzgebet des Ortes. Dabei stand die gesamte Gemeinde im Schatten eines Laubbaums. Die erste Kapelle wurde von João Pedroso aus Lehm gebaut. Sie wurde später durch eine bessere Kapelle aus Holz ersetzt, die mit Schindeln bedeckt war. In dieser Kirche hielt Frei Belindo die erste Messe in Barra Grande.
Im Laufe der Zeit zogen Daniel Dias und andere Pionierfamilien weg, was angesichts der Führungsrolle, die der Pionier innehatte, einen tiefen Einschnitt in das soziale und wirtschaftliche Leben von Guapirama bedeutete.
Am 29. September 1962 wurde das Stromnetz in Guapirama in Betrieb genommen, was der Ortschaft einen starken Aufschwung gab, so dass sie 1964 zum Munizip erhoben werden konnte.<ref name=":2">Nossa Cidade / História do Município. In: Offizielle Website. Prefeitura Municipal de Guapirama, abgerufen am 7. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Erhebung zum Munizip
Guapirama wurde durch das Staatsgesetz Nr. 4842 vom 2. März 1964 aus Joaquim Távora ausgegliedert und in den Rang eines Munizips erhoben. Es wurde am 19. Dezember 1964 als Munizip installiert.<ref name=":0">História Guapirama PR. In: @Cidades. IBGE, abgerufen am 7. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geografie
Fläche und Lage
Guapirama liegt auf dem Segundo Planalto Paranaense (der Zweiten oder Ponta-Grossa-Hochebene von Paraná).<ref name=":3">Reinhard Maack, Marcos Augusto Enrietti: Mapa Geolôgico do Estado do Paraná. JOINT RESEARCH CENTRE der Europäischen Kommission / European Soil Data Centre (ESDAC), 1953, abgerufen am 11. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seine Fläche beträgt 189 km².<ref name=":1">Panorama Guapirama. In: @Cidades. IBGE, abgerufen am 7. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es liegt auf einer Höhe von 494 Metern.<ref>Google Maps Koordinaten einfach und schnell finden. mapccordinates.net (Service der Vivid Planet Software GmbH Internet Agentur und Webdesign Salzburg), abgerufen am 7. August 2022.</ref>
Vegetation
Das Biom von Guapirama ist Mata Atlântica.<ref name=":1" />
Klima
Das Klima ist gemäßigt warm. Es werden hohe Niederschlagsmengen verzeichnet (1238 mm pro Jahr). Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 21,4 °C. Die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger lautet Cfa.<ref>Klima Guapirama: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm. In: climate-data.org. de.climate-data.org, abgerufen am 7. August 2022.</ref>
Gewässer
Guapirama liegt im Einzugsgebiet des Rio das Cinzas, der das Munizip im Westen begrenzt. Sein rechter Nebenfluss Ribeirão da Barra Grande bildet die südliche Grenze des Munizips.
Straßen
Guapirama ist über die PR-218 mit der BR-153 verbunden, die das Munizip westlich der Kernstadt durchquert. Über die PR-218 kommt man im Osten nach Joaquim Távora.
Terras Indígenas
Im Nachbarmunizip Tomazina besteht eines der größten Indigenendörfer von Paraná, Pinhalzinho. In Pinhalzinho wohnen 129 Einwohner (2013). Dutzende von Familien leben von Subsistenzlandwirtschaft und Kunsthandwerk. Die Bevölkerung betreibt aufgrund der Nähe zur Kernstadt den größten Teil ihrer Geschäfte in Guapirama. Die Jugendlichen des Dorfes interessieren sich sehr für Sport, insbesondere für Fußball, mit dem sie bereits mehrere kommunale und regionale Turniere gewonnen haben. Einige der Guarani bewahren noch immer ihre Traditionen wie Sprache, Religion und Küche.<ref name=":2" />
Nachbarmunizipien
| Santo Antônio da Platina | ||
| Jundiaí do Sul | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Joaquim Távora |
| Conselheiro Mairinck | Tomazina | Quatiguá |
Stadtverwaltung
Bürgermeister: Edui Gonçãlves, PSD (2021–2024)
Vizebürgermeister: Einazibe Ursolino de Lima, PSD (2021–2024)<ref>Prefeito e vereadores de Guapirama tomam posse; veja lista de eleitos. In: g1. Globo, 1. Januar 2021, abgerufen am 7. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Demografie
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | Einwohner | Stadt | Land |
|---|---|---|---|
| 1970 | 5.134 | 27 % | 73 % |
| 1980 | 3.168 | 38 % | 62 % |
| 1991 | 3.806 | 63 % | 37 % |
| 2000 | 4.068 | 72 % | 28 % |
| 2010 | 3.891 | 75 % | 25 % |
| 2022 | 4.626 |
Quelle: IBGE, bis 2010: Volkszählungen<ref></ref> und Volkszählung 2022
Ethnische Zusammensetzung
| Gruppe<templatestyles src="FN/styles.css" /> * | 1991 | 2000 | 2010 | wer sich als … |
|---|---|---|---|---|
| Weiße | 80,2 % | 73,8 % | 73,0 % | weiß bezeichnet |
| Schwarze | 5,6 % | 4,9 % | 6,2 % | schwarz bezeichnet |
| Gelbe | 2,1 % | 1,0 % | 1,0 % | von fernöstlicher Herkunft wie japanisch, chinesisch, koreanisch etc. bezeichnet |
| Braune | 11,9 % | 18,7 % | 19,5 % | braun oder als Mischung aus mehreren Gruppen bezeichnet |
| Indigene | 0,3 % | 1,5 % | 0,3 % | Ureinwohner oder Indio bezeichnet |
| ohne Angabe | 0,0 % | 0,1 % | 0,0 % | |
| Gesamt | 100,0 % | 100,0 % | 100,0 % | |
| *) Das IBGE verwendet für Volkszählungen ausschließlich diese fünf Gruppen. Es verzichtet bewusst auf Erläuterungen. Die Zugehörigkeit wird vom Einwohner selbst festgelegt.<ref>Manual do Recenseador. (PDF; 7,0 MB) Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística - IBGE, 2009, S. 152, abgerufen am 13. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Anweisung an den Zähler: "Falls die Aussage nicht einer der in der Frage genannten (fünf) Alternativen entspricht, lesen Sie die Optionen noch einmal vor, damit die Person sich in diejenige einordnen kann, die sie für am geeignetsten hält. Sie sollten zu keinem Zeitpunkt die Antwort des Befragten beeinflussen ... Indigen wird angekreuzt für die Person, die sich selbst als indigen oder indianisch (portugiesisch: índia) bezeichnet.").</ref> | ||||
Quelle: IBGE (Stand: 1991, 2000 und 2010)<ref>IBGE: Sistema IBGE de Recuperação Automática – SIDRA: Tabela 2093. Abgerufen am 22. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), "Download" anklicken (ca. 116.000 Werte) oder: Datenbankabfrage, Suchbegriffe Guapirama und Cor ou raça).</ref>
Wirtschaft
Kennzahlen
Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner von 27.353,16 R$ (rund 6.100 €)<ref>Euro - Real. finanzen.net GmbH, Karlsruhe, 31. Dezember 2019, abgerufen am 1. August 2022 (Kurs 2019 bei 4,50 R$/€).</ref> lag Guapirama 2019 an 220. Stelle der 399 Munizipien Paranás.<ref>Produto Interno Bruto dos Municípios / PIB per capita / Série revisada / 2019. In: Pesquisas. IBGE, abgerufen am 7. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sein hoher Index der menschlichen Entwicklung von 0,702 (2010) setzte es auf den 211. Platz der paranaischen Munizipien.<ref>Índice de Desenvolvimento Humano. In: Pesquisas / IDH (2010). IBGE, abgerufen am 7. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks
- Website der Stadtpräfektur, Prefeitura Municipal (brasilianisches Portugiesisch)
- Website des Stadtrats, Câmara Municipal (brasilianisches Portugiesisch)
- Atlas do Desenvolvimento Humano no Brasil: Guapirama (sozialstatistische Angaben, brasilianisches Portugiesisch)
Einzelnachweise
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