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Gschnitzbach

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Vorlage:Infobox Fluss

Der Gschnitzbach ist ein Bach in Tirol, Österreich, der das Gschnitztal durchfließt und im Wipptal in die Sill mündet.

Verlauf

Datei:Linke Nebenflüsse der Sill.png
Flussverlauf des Gschnitzbach und der Sill

Der Gschnitzbach entspringt dem Lauterersee unterhalb der Äußeren und Inneren Wetterspitze in den Stubaier Alpen und fließt anschließend in nordöstlicher Richtung durch das Gschnitztal, wobei er die Orte Gschnitz und Trins passiert. Nach rund 22 Kilometern mündet er bei Steinach am Brenner von links in die Sill.

Auf den ersten Kilometern verliert der Bach rasch an Höhe, er bildet mehrere Wasserfälle und durchfließt den Simmingsee. Bis zur Laponesalm nach rund 3 km Fließstrecke weist er ein Gefälle von 18,6 % auf. Ab dort verflacht das durchschnittliche Gefälle und beträgt nur noch 2,3 %, über den gesamten Verlauf 4,4 %.<ref name="pfister">Peter Pfister: Biotopeigenschaften und Lebensgemeinschaften in zwei naturnahen Gebirgsbächen Tirols (Gschnitzbach und obere Isar). In: Berichte des Naturwissenschaftlich-Medizinischen Vereins in Innsbruck. Band 81 (1994), S. 255–284 (Vorlage:ZOBODAT).</ref>

Einzugsgebiet und Wasserführung

Das Einzugsgebiet des Gschnitzbaches beträgt rund 112 km², davon sind 2,1 km² (knapp 2 %)<ref name="pfister" /> vergletschert. Die höchste Erhebung im Einzugsgebiet ist der Habicht mit Vorlage:Höhe Der mittlere Abfluss (MQ) beträgt am Pegel Steinach, 240 m oberhalb der Mündung, 4,17 m³/s, das entspricht einer Abflussspende von 37,4 l/s·km². Das Abflussregime ist typisch für einen Gebirgsbach ohne Gletschereinfluss. Das Abflussmaximum im Juni beträgt mehr als das Siebenfache des Minimums im Februar.

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Umwelt

Der Oberlauf ist naturbelassen, etwa ab dem Ortsgebiet von Gschnitz zeigt sich die menschliche Beeinflussung durch Uferverbauungen, Abwasserbelastung und regelmäßig gedüngte landwirtschaftliche Flächen.

Es handelt sich beim Gschnitzbach um einen sommerkalten Gebirgsbach mit Temperaturen stets unter 13 °C<ref name="pfister" />. Die Gewässergüteklasse des Baches beträgt im gesamten Verlauf I bis II<ref>Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Saprobiologische Gewässergüte der Fließgewässer Österreichs. Stand 2005. (Vorlage:Webarchiv)</ref> und bietet einen guten Lebensraum für Fische.

Der Gschnitzbach wird sehr schnell zum reißenden Wildwassergewässer. Besonders der Unterlauf ist mit Stromschnellen gespickt.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />