Grundfreibetrag (Deutschland)
| Jahre | Grundfreibetrag pro Jahr |
inflationsbereinigter Wert 2026<ref>Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle zehn Euro gerundet und bezieht sich auf Januar 2026; bei Zeiträumen ist das letzte Jahr maßgeblich.</ref> |
|---|---|---|
| 01.01.-20.06.1948 | 300 RM<ref>WiGBl 1949 S. 117. Abgerufen am 29. Dezember 2018.</ref> | 950 € |
| 1949–05/1953 | 750 DM<ref>Neufassung des Einkommensteuergesetzes 1950. Abgerufen am 29. Dezember 2018.</ref> | 2.380 € |
| 06/1953–1954 | 800 DM<ref>Gesetz zur Neuordnung von Steuern. Abgerufen am 29. Dezember 2018.</ref> | 2.530 € |
| 1955–1957 | 900 DM<ref>Gesetz zur Neuordnung von Steuern. Abgerufen am 3. Januar 2019.</ref> | 2.680 € |
| 1958–1974 | 1.680 DM | 4.890 € |
| 1975–1977 | 3.029 DM<ref>§ 32a EStG 1975. Abgerufen am 29. August 2017.</ref> | 4.580 € |
| 1978 | 3.329 DM (3.839 DM)<ref>§ 32a EStG 1977. Abgerufen am 29. August 2017.</ref> | 4.910 € (5.660 €) |
| 1979–1980 | 3.690 DM (4.200 DM)<ref>§ 32a EStG 1979. Abgerufen am 29. August 2017.</ref> | 4.960 € (5.640 €) |
| 1981–1985 | 4.212 DM | 4.690 € |
| 1986–1987 | 4.536 DM | 5.050 € |
| 1988–1989 | 4.752 DM | 5.080 € |
| 1990–1995 | 5.616 DM | 4.920 € |
| 1996–1997 | 12.095 DM | 10.260 € |
| 1998 | 12.365 DM | 10.400 € |
| 1999 | 13.067 DM | 10.920 € |
| 2000 | 13.499 DM | 11.130 € |
| 2001 | 14.039 DM | 11.350 € |
| 2002–2003 | 7.235 € | 11.170 € |
| 2004–2008 | 7.664 € | 10.750 € |
| 2009 | 7.834 € | 10.950 € |
| 2010–2012 | 8.004 € | 10.630 € |
| 2013 | 8.130 € | 10.650 € |
| 2014 | 8.354 € | 10.830 € |
| 2015 | 8.472 € | 10.930 € |
| 2016 | 8.652 € | 11.110 € |
| 2017 | 8.820 € | 11.150 € |
| 2018 | 9.000 € | 11.180 € |
| 2019 | 9.168 € | 11.230 € |
| 2020 | 9.408 € | 11.470 € |
| 2021 | 9.744 € | 11.520 € |
| 2022 | 10.347 € | 11.440 € |
| 2023 | 10.908 € | 11.390 € |
| 2024 | 11.784 € | 12.040 € |
| 2025 | 12.096 € | (folgt) |
| 2026 | 12.348 € (Stand 2025) | (folgt) |
Der Grundfreibetrag stellt seit 1996 in Deutschland sicher, dass das zur Bestreitung des Existenzminimums nötige Einkommen nicht durch Steuern gemindert wird. Jeder Einkommensteuerpflichtige hat Anspruch auf einen jährlichen steuerfreien Grundfreibetrag (§ 32a Abs. 1 Nr. 1 Einkommensteuergesetz (EStG)). Dieser Betrag wird rechnerisch im Einkommensteuertarif beim zu versteuernden Einkommen automatisch berücksichtigt.
Grundlagen bis 1995
Die Höhe der Grundfreibeträge bis zum Jahr 1995 folgt keiner einheitlichen Systematik und Begründung.<ref>Das rechtliche Konzept der Familienbesteuerung – Wolfgang Lingemann – Duncker & Humblot – ISBN 3-428-48004-X, ISBN 978-3-428-48004-3 – Seite 100</ref>
Verfassungsrechtliche Grundlagen seit 1996
In einer Reihe von Entscheidungen stellte das Bundesverfassungsgericht klar, dass aufgrund der verfassungsrechtlichen Vorgaben im Grundgesetz – insbesondere mit Blick auf die Bedeutung und rechtliche Tragweite des Sozialstaatsprinzips – das Steuerrecht und das Sozialhilferecht eng miteinander verknüpft sind.<ref name="Neumann">Zur Entwicklung der Rechtsprechung vgl.: Volker Neumann (Humboldt-Universität zu Berlin): Menschenwürde und Existenzminimum, S. 3 f. (PDF; 95 kB).</ref><ref name="Online-Familienhandbuch">Reiner Sans: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Bundesverfassungsgericht als familienpolitischer Ausfallbürge ( vom 12. Juni 2015 im Internet Archive), in: Das Online-Familienhandbuch, 8. Mai 2015.</ref> Die deutliche Anhebung des Grundfreibetrages im Jahre 1996 ist auf diese Rechtsprechung zurückzuführen (siehe Tabelle).
Dem Einkommensteuerpflichtigen muss nach Erfüllung seiner Einkommensteuerschuld von seinem Erworbenen soviel verbleiben, als er zur Bestreitung seines notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen seiner Familie bedarf („Existenzminimum“).<ref name="BVerfGE87-153">Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): BVerfGE 87, 153 – Grundfreibetrag</ref> Maßgröße für die Bemessung des steuerfrei zu stellenden sächlichen Existenzminimums ist das sozialhilferechtlich definierte Existenzminimum, das über-, aber nicht unterschritten werden darf.<ref name="BVerfGE82-60">Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BVerfGE 82, 60, 85 = Rdnr. 104 ff sowie BVerfGE 82, 60, 94 = Rdnr. 128 ff. in BVerfGE 82, 60 – Steuerfreies Existenzminimum ( vom 13. Februar 2007 im Internet Archive)</ref><ref name="BVerfGE87-153" /><ref name="BVerfGE99-246">Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): BVerfGE 99, 246 – Kinderexistenzminimum = Bundesverfassungsgericht, Beschluss des Zweiten Senats vom 10. November 1998: BVerfG, 2 BvL 42/93 vom 10. November 1998</ref><ref name="BVerfGE99-273">BVerfGE 99, 273 – Kinderexistenzminimum III</ref> Die existenzsichernden Aufwendungen müssen nach dem tatsächlichen Bedarf realitätsgerecht bemessen werden, steuerfrei muss das bleiben, was zur Schaffung der Mindestvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein benötigt wird.<ref name="BVerfGE99-246" />
Dabei ist auch die Belastung durch die in die Verbraucherpreise eingehenden indirekten Steuern zu berücksichtigen und bei der Einkommensbesteuerung zu kompensieren.<ref>Vergleiche Nichtannahmebeschluss des BVerfG vom 23. August 1999 (1 BvR 2164/98)</ref> Nach Meinung aus dem Bundesfinanzministerium müssten höhere und den regelsatzrelevanten Verbrauch betreffende indirekte Steuern jedoch zunächst zu einer Erhöhung der Regelleistung führen, ehe sich Auswirkungen auf die steuerlichen Freibeträge ergeben könnten.<ref name="10JahreExistenzminimumbericht" />
Bei Familien ist es verfassungsrechtlich geboten, das Einkommen auch insoweit von der Steuer freizustellen, als es für die Kinderbetreuungskosten und zur Deckung des Erziehungsbedarfs eines Kindes benötigt wird.<ref name="BerfGE99-216">Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BVerfGE 99, 216 – Familienlastenausgleich II ( vom 7. August 2007 im Internet Archive) = Bundesverfassungsgericht, Beschluss des Zweiten Senats vom 10. November 1998: BVerfG, 2 BvR 1057/91 vom 10. November 1998</ref><ref name="10JahreExistenzminimumbericht">Vgl. Seite 53 (bzw. Seite 7 von 11 der PDF; Tabelle 2: Steuerfrei zu stellende sächliche Existenzminima in den bisherigen fünf Existenzminimumberichten) sowie Seite 55 (bzw. Seite 9 von 11 der PDF) in: econstor.eu</ref> (siehe Hauptartikel Kinderfreibetrag)
Sozialhilfe als Basis für die Bemessung des Grundfreibetrags
Die Ermittlung des steuerfrei zu stellenden sächlichen Existenzminimums erfolgt auf der Basis des geltenden Sozialhilferechts (Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch, Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz). Folgende sozialhilferechtlichen Bedarfskomponenten werden berücksichtigt:
- Regelbedarf
- Bedarfe für Bildung und Teilhabe von Kindern
- Kosten der Unterkunft (Bruttokaltmiete bzw. vergleichbare Aufwendungen für Haus- oder Wohnungseigentum in angemessener Höhe)
- Heizkosten einschließlich Kosten für Warmwasserbereitung
Die Festlegung (bzw. Beschränkung) auf die genannten Bedarfskomponenten ergibt sich aus dem Kriterium des notwendigen sozialhilferechtlichen Mindestbedarfs. Sonderbedarfe (z. B. für Alleinerziehende) finden aufgrund ihres einzelfall- bzw. gruppenbezogenen Charakters keine Berücksichtigung bei der Ermittlung des Grundfreibetrags. Nicht berücksichtigt wird ferner der durch Ausübung einer Arbeit entstehende Mehrbedarf. Die mit der Erwerbsarbeit verbundenen Aufwendungen (Werbungskosten) werden steuerrechtlich durch den Arbeitnehmerpauschbetrag und die Entfernungspauschale berücksichtigt.
Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung werden nicht zur Ermittlung des Grundfreibetrags herangezogen. Steuerrechtlich sind diese Vorsorgeaufwendungen nach § 10 EStG als Sonderausgaben absetzbar.
Existenzminimumberichte der Bundesregierung
Der Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern (kurz: Existenzminimumbericht) wird gemäß dem Beschluss des Deutschen Bundestags vom 2. Juni 1995 von der deutschen Bundesregierung alle zwei Jahre vorgelegt.<ref>vgl. Bundestagsdrucksache 13/1558 vom 31. Mai 1995 und Plenarprotokoll 13/42 vom 2. Juni 1995</ref>
Aus dem Existenzminimumbericht, der prognostisch angelegt ist (Ex-ante-Berechnung), ergibt sich jeweils die Höhe des von der Einkommensteuer freizustellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern.<ref name="SiebenterExistenzminimumbericht" /> Hieran orientiert sich auch das Kindergeld.
Sächliches Existenzminimum
Von 1996 bis 2022 wurde der Grundfreibetrag von 6.184 € auf 10.347 € erhöht. Die Vergleichbarkeit mit den im jeweiligen Veranlagungsjahr geltenden Steuer-Freibeträgen ist eingeschränkt.
| Steuerfrei zu stellende sächliche Existenzminima in den bisherigen Existenzminimumberichten<ref name="10JahreExistenzminimumbericht" /> | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Quelle | Berichtsjahr | sächliches Existenzminimum | nachrichtlich: | ||||
| Alleinstehende | Ehepaare | Kinder | Grundfreibetrag, für Ehegatten × 2 |
Kinderfreibetrag, ohne Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf | |||
| <ref name="ErsterExistenzminimumbericht">Erster Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Kindern und Familien vom Jahr 1996 (PDF; 413 kB).</ref> | 1996 | 6.071 € | 10.286 € | 3.215 € | 6.184 € | 3.203 € | |
| <ref name="ZweiterExistenzminimumbericht">Zweiter Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Kindern und Familien für das Jahr 1999 (PDF; 394 kB).</ref> | 1999 | 6.455 € | 10.976 € | 3.424 € | 6.681 € | 3.534 € | |
| <ref name="DritterExistenzminimumbericht">Dritter Existenzminimumbericht: Dritter Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Kindern und Familien für das Jahr 2001 (PDF; 176 kB).</ref><ref name="Berichtigung-DritterExistenzminimumbericht">BERICHTIGUNG zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung – Drucksachen 14/1926, 14/2607 Nr. 1 (PDF; 51 kB).</ref> | 2001 | 6.547 € | 11.136 € | 3.460 € | 7.206 € | 3.534 € | |
| <ref name="VierterExistenzminimumbericht">Vierter Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2003 (PDF; 162 kB).</ref> | 2003 | 6.948 € | 11.640 € | 3.636 € | 7.235 € | 3.648 € | |
| <ref name="FünfterExistenzminimumbericht">Fünfter Existenzminimumbericht: Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2005 (PDF, ca. 87 kB).</ref> | 2005 | 7.356 € | 12.240 € | 3.648 € | 7.664 € | 3.648 € | |
| <ref name="SechsterExistenzminimumbericht">Sechster Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2008 (PDF; 198 kB).</ref> | 2008 | 7.140 € | 12.276 € | 3.648 € | 7.664 € | 3.648 € | |
| <ref name="SiebenterExistenzminimumbericht">Siebenter Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2010 (PDF; 110 kB).</ref> | 2010 | 7.656 € | 12.996 € | 3.864 € | 7.664 € | 3.648 € | |
| <ref name="AchterExistenzminimumbericht">Achter Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2012 (PDF; 268 kB).</ref> | 2012 | 7.896 € | 13.272 € | 4.272 € | 8.004 € | 4.368 € | |
| <ref name="ZehnterBericht">Zehnter Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2016 (10. Existenzminimumbericht)</ref> | 2014 (für 2015) | 8.472 € | 14.472 € | 4.512 € | 8.472 € | 4.368 € | |
| 2014 (für 2016) | 8.652 € | 4.608 € | 8.652 € | 4.608 € | |||
| <ref name="ElfterBericht">Elfter Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für die Jahre 2017 und 2018 (11. Existenzminimumbericht)</ref> | 2016 (für 2017) | 8.820 € | 14.856 € | 4.716 € | 8.820 € | 4.716 € | |
| 2016 (für 2018) | 9.000 € | 4.788 € | 9.000 € | 4.788 € | |||
| <ref name="ZwölfterBericht">Zwölfter Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für die Jahre 2019 und 2020 (12. Existenzminimumbericht)</ref>: | 2018 (für 2019) | 9.168 € | 15.540 € | 4.896 € | 9.168 € | 4.980 € | |
| 2018 (für 2020) | 9.408 € | 5.004 € | 9.408 € | 5.172 € | |||
| <ref name="13.Bericht">13. Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2022 (13. Existenzminimumbericht)</ref>: | 2020 (für 2021) | 9.744 € | 16.320 € | 5.412 € | 9.744 € | 5.460 € | |
| 2020 (für 2022) | 9.888 € | 5.460 € | 10.347 € | 5.640 € | |||
| <ref name="14.Bericht">14. Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2024 (14. Existenzminimumbericht)</ref>: | 2022 (für 2023) | 10.908 € | 18.984 € | 6.024 € | 10.908 € | 6.024 € | |
| 2022 (für 2024) | 11.472 € | 6.384 € | 11.784 € | 6.384 € | |||
| <ref name="15.Bericht">15. Existenzminimumbericht: Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2026 (15. Existenzminimumbericht)</ref>: | 2024 (für 2025) | 11.940 € | 19.992 € | 6.648 € | 11.784 € | 6.384 € | |
| 2024 (für 2026) | 12.096 € | 6.696 € | 11.784 € | 6.384 € | |||
Grundfreibeträge ab 2005
| Jahr | Regelsatz | Kosten der Unterkunft |
Heizkosten | Sächliches Existenzminimum |
Steuerlicher Freibetrag |
Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Alleinstehende | ||||||
| 2005 | 4.164 | 2.592 | 600 | 7.356 | 7.664 | <ref name="FünfterExistenzminimumbericht" /> |
| 2008 | 4.140 | 2.364 | 636 | 7.140 | 7.664 | <ref name="SechsterExistenzminimumbericht" /> |
| 2010 | 4.368 | 2.520 | 768 | 7.656 | 8.004 | <ref name="SiebenterExistenzminimumbericht" /> |
| 2012 | 4.488 | 2.724 | 684 | 7.896 | 8.004 | <ref name="AchterExistenzminimumbericht" /> |
| 2015 | 4.788 | 2.988 | 696 | 8.472 | 8.472 | <ref name="ZehnterBericht" /> |
| 2016 | 4.872 | 3.060 | 720 | 8.652 | 8.652 | <ref name="ZehnterBericht" /> |
| 2017 | 4.908 | 3.312 | 600 | 8.820 | 8.820 | <ref name="ElfterBericht" /> |
| 2018 | 4.968 | 3.396 | 636 | 9.000 | 9.000 | <ref name="ElfterBericht" /> |
| 2019 | 5.088 | 3.468 | 612 | 9.168 | 9.168 | <ref name="ZwölfterBericht" /> |
| 2020 | 5.196 | 3.552 | 660 | 9.408 | 9.408 | <ref name="ZwölfterBericht" /> |
| 2021 | 5.352 | 3.612 | 780 | 9.744 | 9.744 | <ref name="13.Bericht" /> |
| 2022 | 5.400 | 3.684 | 804 | 9.888 | 10.347 | <ref name="13.Bericht" /> |
| 2023 | 6.024 | 3.828 | 1.056 | 10.908 | 10.908 | <ref name="14.Bericht" /> |
| 2024 | 6.444 | 3.924 | 1.104 | 11.472 | 11.784 | <ref name="14.Bericht" /> |
| 2025 | 6.756 | 4.092 | 1.092 | 11.940 | 11.784 | <ref name="15.Bericht" /> |
| 2026 | 6.756 | 4.212 | 1.128 | 12.096 | 11.784 | <ref name="15.Bericht" /> |
| Ehepaare | ||||||
| 2005 | 7.488 | 3.984 | 768 | 12.240 | 15.328 | <ref name="FünfterExistenzminimumbericht" /> |
| 2008 | 7.464 | 4.020 | 792 | 12.276 | 15.328 | <ref name="SechsterExistenzminimumbericht" /> |
| 2010 | 7.860 | 4.164 | 972 | 12.996 | 16.008 | <ref name="SiebenterExistenzminimumbericht" /> |
| 2012 | 8.064 | 4.344 | 864 | 13.272 | 16.008 | <ref name="AchterExistenzminimumbericht" /> |
| 2016 | 8.784 | 4.788 | 900 | 14.472 | 17.304 | <ref name="ZehnterBericht" /> |
| 2018 | 8.952 | 5.088 | 816 | 14.856 | 18.000 | <ref name="ElfterBericht" /> |
| 2020 | 9.360 | 5.328 | 852 | 15.540 | 18.816 | <ref name="ZwölfterBericht" /> |
| 2022 | 9.720 | 5.520 | 1.080 | 16.320 | 20.694 | <ref name="13.Bericht" /> |
| 2024 | 11.592 | 5.892 | 1.500 | 18.984 | 23.568 | <ref name="14.Bericht" /> |
| 2026 | 12.144 | 6.324 | 1.524 | 19.992 | 23.568 | <ref name="15.Bericht" /> |
| Kinder | ||||||
| 2005 | 2.688 | 804 | 156 | 3.648 | 3.648 | <ref name="FünfterExistenzminimumbericht" /> |
| 2008 | 2.676 | 804 | 168 | 3.648 | 3.648 | <ref name="SechsterExistenzminimumbericht" /> |
| 2010 | 2.820 | 840 | 204 | 3.864 | 4.368 | <ref name="SiebenterExistenzminimumbericht" /> |
| 2012 | 2.988 | 876 | 180 | 4.272 | 4.368 | <ref name="AchterExistenzminimumbericht" /> |
| 2015 | 3.168 | 936 | 180 | 4.512 | 4.512 | <ref name="ZehnterBericht" /> |
| 2016 | 3.228 | 960 | 192 | 4.608 | 4.608 | <ref name="ZehnterBericht" /> |
| 2017 | 3.336 | 996 | 156 | 4.716 | 4.716 | <ref name="ElfterBericht" /> |
| 2018 | 3.372 | 1.020 | 168 | 4.788 | 4.788 | <ref name="ElfterBericht" /> |
| 2019 | 3.456 | 1.044 | 168 | 4.896 | 4.980 | <ref name="ZwölfterBericht" /> |
| 2020 | 3.528 | 1.068 | 180 | 5.004 | 5.172 | <ref name="ZwölfterBericht" /> |
| 2021 | 3.780 | 1.092 | 216 | 5.412 | 5.460 | <ref name="13.Bericht" /> |
| 2022 | 3.816 | 1.104 | 216 | 5.460 | 5.620 | <ref name="13.Bericht" /> |
| 2023 | 4.248 | 1.152 | 288 | 6.024 | 6.024 | <ref name="14.Bericht" /> |
| 2024 | 4.548 | 1.188 | 312 | 6.384 | 6.384 | <ref name="14.Bericht" /> |
| 2025 | 4.764 | 1.236 | 300 | 6.648 | 6.384 | <ref name="15.Bericht" /> |
| 2026 | 4.764 | 1.272 | 312 | 6.696 | 6.384 | <ref name="15.Bericht" /> |
In ihrem „Achten Existenzminimumbericht“<ref name="AchterExistenzminimumbericht" /> vom Mai 2011 bezifferte die Bundesregierung den für das Jahr 2012 angenommenen sozialhilferechtlichen Mindestbedarf („sächliches Existenzminimum“) für Alleinstehende auf jeweils insgesamt 7.896 € jährlich, für Ehepaare wurde ein sächliches Existenzminimum von 13.272 € veranschlagt und für ein Kind ein sozialhilferechtlich definiertes Existenzminimum von 4.272 €. Das einkommensteuerliche Existenzminimum (Grundfreibetrag) betrug für Alleinstehende 8.004 €, für Ehepaare 16.008 €.
Mit dem 10. Existenzminimumbericht<ref name="ZehnterBericht" /> vom Januar 2015 hat das Bundeskabinett ein steuerfrei zu stellendes Existenzminimums für Kinder und Erwachsene beschlossen, der steuerliche Grundfreibetrag soll an diese Zahl angepasst werden. Er stieg rückwirkend zum 1. Januar 2015 auf 8.472 €, zum 1. Januar 2016 wurde er dann nochmals um 180 € auf 8.652 € erhöht.
Siehe auch
- Einkommensteuertarif
- Freibetrag, Kinderfreibetrag
- Kalte Progression
- Netto-, Leistungsfähigkeitsprinzip (Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit)
- Steuergerechtigkeit
Weblinks
- Siebenter Existenzminimumbericht: BT-Drucksache 16/11065; Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2010. (PDF; 205 kB), 21. November 2008.
- Marie-Luise Hauch-Fleck: Rechnen, bis es passt • Die Bundesregierung manipuliert das Existenzminimum – zum Schaden aller Steuerzahler. In: Die Zeit (Nr. 01/2007) vom 28. Dezember 2006.
- Jürgen Borchert, Heidelberg: Vereinbarkeit von Erwerb, Familie und Privatleben • Vom „gender mainstreaming" zum "family mainstreaming“? (PDF; 103 kB), Öffentliche Anhörung, Brüssel 25. Januar 2006.
- Böckler Impuls Ausgabe 20/2007: Steuerrecht • Familienförderung: Zweierlei Maß.
Einzelnachweise
<references />