Großharbach
Großharbach Gemeinde Adelshofen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(217)&title=Gro%C3%9Fharbach 49° 28′ N, 10° 9′ O
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| Höhe: | 394 (390–412) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5,38 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 217 (31. Dez. 2011)<ref name="Einwohner">Nahverkehrspläne – Landkreis Ansbach – Endbericht 2019 – Tabellen. (PDF; 1,62 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 130, abgerufen am 26. September 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 40 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91587 | |||||
| Vorwahl: | 09865 | |||||
Großharbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Adelshofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Großharbach hat eine Fläche von 5,383 km². Sie ist in 674 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7986,70 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Großharbach (092959). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Kirchdorf liegt von Feldern umgeben in der noch recht flachen Talmulde des oberen Harbachs, der über die Steinach von rechts der Tauber zufließt. 0,75 km westlich des Ortes liegt das Schlagholz, 0,5 km südlich das Gehauholz und 0,5 km östlich der Neckenhag.
Die Kreisstraße AN 31/NEA 51 führt nach Langensteinach (3,7 km nordöstlich) bzw. nach Neustett (2 km südwestlich). Die Kreisstraße AN 32 führt nach Gickelhausen (2,1 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kleinharbach (1,5 km nordwestlich) und nach Equarhofen zur NEA 49 (3,7 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Durch Großharbach führt der 16 Kilometer lange Glaubensweg, an dem christliche Symbolsteine aus fränkischem Muschelkalk aufgestellt sind.
Geschichte
1387 wurde Großharbach geteilt: Das Gebiet südlich des Harbaches lag im Fraischbezirk der Reichsstadt Rothenburg, der nördliche Teil im Fraischebzirk des ansbachischen Oberamtes Uffenheim. Zu dieser Zeit gab es schon eine Kapelle mit dem Patrozinium des Erzengels Michael. Im Dreißigjährigen Krieg verfiel diese Kapelle. 1691 wurde an ihrer Stelle eine Kirche errichtet.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 26 Untertansfamilien, von denen 21 die Reichsstadt Rothenburg als Grundherrn hatten. Im Fraischbezirk des Oberamtes Uffenheim lagen 22 Anwesen.<ref>Johann Bernhard Fischer: Grosenharbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 356 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 497.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Uffenheim.
1806 kam Großharbach an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Großharbach dem Steuerdistrikt Adelshofen zugewiesen.<ref name="OV 1818"/> Wenig später wurde die Ruralgemeinde Großharbach gebildet. Sie unterstand in der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,399 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1972 nach Adelshofen eingemeindet.<ref> </ref><ref>Adelshofen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 30. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Großharbach gibt es sechs Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Adelshofen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- evangelisch-lutherische Filialkirche: 1874 im neugotischen Stil aus heimischem Muschelkalkstein erbaut
- Haus Nr. 7: Ehemaliges Wohnstallhaus
- Haus Nr. 8: Ehemaliges Wohnstallhaus mit Scheune
- Haus Nr. 16: Landturm Großharbach
- Haus Nr. 22: Wohnhaus
- Haus Nr. 29: Ehemaliges Schulhaus
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Langensteinach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Großenharbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 402 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Harbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 497 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 45–46.
Weblinks
- Großharbach. In: adelshofen.de. Abgerufen am 28. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Großharbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Großharbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Adelshofen | Gickelhausen | Großharbach | Haardt | Hautschenmühle | Neustett | Ruckertshofen | Tauberscheckenbach | Tauberzell | Uhlenmühle
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