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Grotenburgschlösschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Krefeld Denkmal 247 Haus Grotenburg.jpg
Das Grotenburgschlösschen im Krefelder Zoo

Das Grotenburgschlösschen, manchmal auch Haus Grotenburg genannt, ist ein kleiner schlossartiger Bau inmitten des Krefelder Zoos und beherbergt heute ein Café-Restaurant. Das Schlösschen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Sommerhaus errichtet und steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Seinen Namen hat das Gebäude von der Bauernfamilie Grotenburg, auf deren einstigem Grund das Schlösschen steht. Von ihrem Nachfahren Peter erwarb 1840 der Krefelder Seidenfabrikat Moritz de Greiff den Grotenburgschen Bauernhof samt zugehörigem Ackerland und Feldern und ließ dort 1846<ref name="zweiffel62" /> ein Sommerhaus für seine Familie errichten. Das ehemalige Bauernhaus, ein niederrheinisches Hallenhaus aus dem 18. Jahrhundert,<ref name="zeitspurensuche" /> wurde zum Wirtschaftshof umfunktioniert. Die umliegenden Ländereien ließ de Greiff zu einem großzügigen Park, dem sogenannten Grotenburgpark, umgestalten, der damals von der heutigen Violstraße bis zur Kaiserstraße reichte. Spätere Besitzer waren Justus Christian Waldhausen, Johann Heinrich Schilbers und dessen Vetter Johann Becker.

1914 kam das Grotenburg-Areal in den Besitz der Stadt Krefeld,<ref name="zweiffel62" /> die dort 1938 den Krefelder Zoo eröffnete. Dieser stand in einer alten Tradition, denn schon seit 1877 gab es dort einen privaten Tiergarten.<ref name="zweiffel62" /> Das Grotenburgschlösschen wurde in den 1950er Jahren umgebaut und wird seit 1955 als Café des Zoos genutzt.

Beschreibung

Der kleine klassizistische Bau wurde möglicherweise nach Plänen von Adolph von Vagedes gebaut, während die Entwürfe für den Park vielleicht von Maximilian Friedrich Weyhe stammten.<ref name="zweiffel62" />

Das Gebäude besteht aus einem etwas vorspringenden, achteckigen Turm mit drei Geschossen, dem sich westlich und östlich zwei kurze, niedrigere Seitenflügel anschließen.<ref name="krefeld.de" /> Das Grotenburgschlösschen besitzt somit eine Länge von etwa 22 Metern und eine maximale Tiefe von 17 Metern.<ref name="katataster" /> Sein Mauerwerk besitzt einen weißen Anstrich und der Turm ein auffällig gestaltetes Traufgesims.

Literatur

  • Regine Zweifel, Felix Burandt: 66x Krefeld. Orte, Menschen, Bäume. 1. Auflage. Selbstverlag, Krefeld 2013, S. 62–63.

Einzelnachweise

<references> <ref name="zweiffel62">R. Zweiffel, F. Burandt: 66x Krefeld. 2013, S. 62.</ref> <ref name="zeitspurensuche"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fotos und Informationen zum Krefelder Zoo auf zeitspurensuche.de (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> <ref name="krefeld.de"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen zum Grotenburgschlösschen auf der Website der Stadt Krefeld (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> <ref name="katataster">Angabe gemäß online verfügbarer Katasterkarte für Krefeld</ref> </references>

Koordinaten: 51° 20′ 27″ N, 6° 36′ 6″ O

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