Groß-Radischen
| Groß-Radischen (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Großradischen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Gmünd (GD), Niederösterreich | |||||
| Gerichtsbezirk | Gmünd in Niederösterreich | |||||
| Pol. Gemeinde | Eisgarn | |||||
| Koordinaten | 48° 55′ 53″ N, 15° 7′ 16″ O
{{#coordinates:48,931388888889|15,121111111111|primary
|
dim=1000 | globe= | name=Groß-Radischen | region=AT-3 | type=city
}}
|
| Höhe | 567 m ü. A. | |||||
| Einwohner der Ortschaft | (k. A. Hilfe) | |||||
| Fläche d. KG | Vorlage:FLN (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG) | |||||
| Statistische Kennzeichnung | ||||||
| Ortschaftskennziffer | 03621 | |||||
| Katastralgemeindenummer | 07121 | |||||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Groß-Radischen ist eine Ortschaft und als Großradischen eine Katastralgemeinde der Gemeinde Eisgarn im Bezirk Gmünd in Niederösterreich mit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohnern (Stand ).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref> Bis Ende 1971 war Groß-Radischen eine eigenständige Ortschaft.<ref name="fusion" />
Geografie
Der Ort Groß-Radischen liegt nordöstlich von Eisgarn inmitten mehrerer Teiche, von denen der größte der Groß-Radischen-Teich ist. Weitere Ortsteile sind Guggus und Teilhof, die Schleritzmühle sowie die Einzellagen Bocksbühel (früher auch Bäckskuhlhäuser) und Teichhäuser. Im Westen führt die Waidhofener Straße vorüber, von der das Dorf gut erreichbar ist. Am Vorlage:HWD umfasste die Ortschaft Vorlage:HWZ Adressen.Vorlage:HWR
Geschichte
Groß-Radischen zählte über viele Jahrhunderte zur Herrschaft Litschau.<ref>Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände).</ref> Die ortsansässigen Bauern betrieben Ackerbau und Viehzucht, nicht wenige widmeten sich auch der Weberei. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 25 Häusern genannt, das nach Eisgarn eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Litschau besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref>
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Groß-Radischen zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Marktfahrerin, zwei Mühlen samt Sägewerk, ein Maurermeister, ein Schmied, zwei Schuster, eine Trafikantin und mehrere Landwirte ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 266</ref> Mit 1. Jänner 1972 trat die Ortschaft zusammen mit Wielings der Gemeinde Eisgarn bei.<ref name="fusion">Vorlage:StatistikAustria Gemeindeänderungen</ref>
Siedlungsentwicklung
1590/91 zählte Groß-Radischen 22 untertänige Häuser; 1751 zählte der Ort 21 untertänige Häuser.<ref>Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände). S. 23.</ref>
Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Großradischen insgesamt 85 Bauflächen mit 37.800 m² und 47 Gärten auf 8.938 m², 1989/1990 waren es 88 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 336 angewachsen und 2009/2010 waren es 173 Gebäude auf 361 Bauflächen.<ref name="bev">BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)</ref>
Öffentliche Einrichtungen
In Groß-Radischen gibt es einen Kindergarten.<ref>Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 5. Oktober 2020.</ref>
Landwirtschaft
Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 467 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 320 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 449 Hektar Landwirtschaft betrieben und 329 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 420 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 332 Hektar betrieben.<ref name="bev" /> Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Großradischen beträgt 20,2 (Stand 2010).
Literatur
- Vorlage:Austria Topographie Schweickhardt Niederösterreich
- Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände).
- Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Herrschaft Litschau in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Eine sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Fallstudie auf Basis von Verlassenschaftsabhandlungen. Mit 66 Abbildungen und 3 Grafiken (Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes, herausgegeben von Doris Gretzel und Marlene Müllner, Band 60, Horn 2020).
Weblinks
- Groß-Radischen in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
<references />
