Zum Inhalt springen

Großebersdorf (Harth-Pöllnitz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Großebersdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(189)&title=Gro%C3%9Febersdorf 50° 47′ N, 11° 57′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(189) 50° 47′ 9″ N, 11° 57′ 11″ O
 {{#coordinates:50,785833333333|11,953055555556|primary
dim=10000 globe= name=Großebersdorf region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 317 m ü. NN
Fläche: 11,11 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Großebersdorf , Gemeinde Harth-Pöllnitz. In: GEOindex. Abgerufen im Januar 2026.</ref>
Einwohner: 189 (31. Dez. 2012)<ref>Bewertung Erschließungsqualität Stadt Gera. (PDF: 2,2 MB) S. Anlage 6.2 (4/12), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. September 2022; abgerufen am 29. September 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner/km²
Eingemeindung: 9. April 1994
Eingemeindet nach: Pöllnitz
Postleitzahl: 07570
Vorwahl: 036607
Datei:HP Großebersdorf.png
Karte
Lage von Großebersdorf in der Gemeinde Harth-Pöllnitz
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Großebersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Harth-Pöllnitz im Landkreis Greiz in Thüringen. Für die Ortsteile Großebersdorf und Struth gibt es unter dem Namen Großebersdorf/Struth eine gemeinsame Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 470 kB) § 3. In: Webauftritt. Gemeinde Harth-Pöllnitz, abgerufen im Januar 2026.</ref>

Geographie

Nachbarorte sind Struth, Birkhausen, Lederhose, Kleinbocka und Frießnitz.

Geschichte

Die urkundliche Ersterwähnung von Großebersdorf fand 1168–1193 statt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. – Ein Handbuch –. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 100</ref> 1555 wurde in den Kirchenbüchern der Müller von der Bachmühle geführt. Sie war eine Mahl- und Sägemühle. Bomben zerstörten 1945 die Wasserräder. 1975 kam das Ende der elektrogetriebenen Mühle am Floßbach.<ref>Günter Steiniger: Mühlen an der Auma, der Triebes, der Leuba und im Güldetal Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2011, ISBN 978-3-86777-296-9, S. 77–79</ref> Die Lage des Ortes an der Bundesstraße 2 von Schleiz nach Gera und an der Landstraße nach Hermsdorf lässt auf die vergangene und gegenwärtige Bedeutung des Ortes schließen. Seine Kirche St. Michael ist jedenfalls sehenswert. Auch das Umland mit den bewaldeten Anhöhen Eichert und Birkert und die welligen nach Süden strebenden ackerbaulichen Ebenen, mit Teichen durchsetzt, machten Großebersdorf für Erholungsuchende aus der Stadt, besonders aus Gera, interessant. Das wussten früher und auch heute die 200 Einwohner und Bauern zu nutzen.

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Birkhausen und Struth eingegliedert.

Zum 9. April 1994 wurde Großebersdorf in die Gemeinde Pöllnitz eingegliedert. Zum 21. Dezember 1995 erfolgte die Umgliederung nach Harth-Pöllnitz.

Sehenswürdigkeiten

  • Im Zentrum des Dorfes liegt das barocke, elfachsige Herrenhaus mit Mansardwalmdach. Die gleichmäßige Fassade des zweistöckigen Gebäudes wird durch einen hervorspringenden dreigeschossigen Mittelrisalit unterbrochen. Im Giebelfeld finden sich gemalte Wappen und Pferdedarstellungen. Das Gutshaus steht gegenwärtig zum Verkauf.
  • Dorfkirche St. Michael

Verkehr

Datei:Bahnhof Großebersdorf, Empfangsgebäude (3).jpg
Ehemaliger Bahnhof Großebersdorf, Empfangsgebäude (2022)

Der Bahnhof Großebersdorf lag an der Bahnstrecke Niederpöllnitz–Münchenbernsdorf. Am 28. Mai 1967 wurde der Personenverkehr eingestellt. Inzwischen wird die Strecke nur noch spärlich von Güterzügen zum Tanklager Großebersdorf befahren.

Persönlichkeiten

Bis 2006 lebte der Künstler Werner Hering mit seiner Familie in Großebersdorf.<ref>850 Jahre Großebersdorf: Baumveteranen filigran gezeichnet. (otz.de [abgerufen am 14. Oktober 2017]).</ref> Von 1963 an führte er auch die Dorfchronik, welche auf Grund seiner Sorgfalt und künstlerischen Profession (er arbeitete als Kunst- und Geschichtslehrer u. a. in Weimar) zu einem der bedeutenden Zeitzeugnissen des dörflichen Lebens in der DDR und der Veränderung während der Wendezeit zählt. Seit seinem Wegzug wird die Chronik von Günther Kulhanek weitergeführt.<ref>850 Jahre Großebersdorf dokumentiert. (otz.de [abgerufen am 14. Oktober 2017]).</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang Birkhausen | Birkigt | Burkersdorf mit Nonnendorf | Forstwolfersdorf | Frießnitz | Grochwitz | Großebersdorf | Köckritz | Köfeln | Neundorf | Niederpöllnitz | Rohna | Struth | Uhlersdorf | Wetzdorf Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein