Große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München
Die Große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München befindet sich im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität an der Ludwigstraße in München. Die von Friedrich von Gärtner errichtete alte Aula wurde im Zuge der Erweiterung des Hauptgebäudes von German Bestelmeyer vergrößert und 1911 fertiggestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />München (seit 1826) ( vom 23. Oktober 2009 im Internet Archive)</ref> An einen Rechteckraum mit Empore ist eine breite Halbrundapsis angefügt. Bestelmayer holte für die Ausstattung den Maler Wilhelm Koeppen (Mosaikarbeiten) und den Bildhauer Ulfert Janssen dazu. Die Aula liegt im ersten Obergeschoss im Südflügel des Gärtner-Baus und reicht mit einer großen Galerie bis in das zweite Obergeschoss.
Während des Zweiten Weltkrieges war die Aula weitgehend unzerstört geblieben. Sie war somit in der Nachkriegszeit einer der wenigen nutzbaren großen Räume in München. Daher fanden in der Aula die ersten Nachkriegskonzerte statt. Bis 1952/53 wurde er von den Münchner Philharmonikern und der Musica Viva genutzt. Außerdem fand dort 1946 die verfassungsgebende Landesversammlung des Freistaates Bayern statt, in der die neue bayerische Verfassung am 26. Oktober 1946 angenommen wurde.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München.] innovations-report.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Oktober 2010. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Aus diesem Grund wurde die Große Aula im Jahr 2020 vom Bayerischen Landtag zusammen mit zwölf weiteren Orten als einer der Orte der Demokratie in Bayern benannt.<ref>OdD. Abgerufen am 2. März 2026.</ref> Auf Empfehlung eines wissenschaftlichen Beirates sollen damit Schauplätze, an denen bayerische Demokratiegeschichte geschrieben wurde, im öffentlichen Raum mit einem Gedenkobjekt sichtbar gemacht werden.<ref name=":0">Bayerischer Landtag (Pressemitteilung): Das sind die „Orte der Demokratie in Bayern“. 22. Oktober 2020, abgerufen am 4. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1983/84 wurde der Raum renoviert.<ref name=":1" />
Heute finden in der Großen Aula vor allem Konzerte, Vorträge und Vorlesungen statt, u. a. seit 1988<ref>Die Jahreszahl 1988 stammt aus der Begrüßungsrede des LMU-Vizepräsidenten Prof. Dr. Oliver Jahraus anlässlich des Geschwister-Scholl-Preises 2022, gehalten am 28. November 2022</ref> die jährliche Verleihung des Geschwister-Scholl-Preis. Bemerkenswert ist der humanistische Leitspruch, Strahl des Helios, schönstes Licht, der mittig an der Wand hinter dem Podium zu lesen ist. Hiermit wird der Erkenntnisgewinn als zentrales Thema des Saales deutlich.
Innenausstattung
(Quelle: <ref name=":1">Josef H. Biller, Hans-Peter Rasp: München. Kunst und Kultur. 16. Auflage. Ludwig Verlag, München 2003, S. 76–77.</ref>)
- Apsismosaiken von Wilhelm Koeppen; Sonnengott Helios, flankiert von Weisheit (Athene), Kraft (Hermes), Wahrheit (Hera) und Schönheit (Aphrodite).
- Sieben Herrscherbüste von Alois Stehle in der Apsis: Max I. Joseph, Ludwig I., Maximilian II., Ludwig II., Otto I., Prinzregent Luitpold, Ludwig III.
- Medaillons an der Emporenbrüstung (Entwurf Wilhelm Koeppen): die zwölf wichtigsten Städte des Altertums (Babylon, Memphis, Knossos, Tyrus, Syrakus, Tarent, Alexandria, Rom, Byzanz)
- Pfeilerfiguren unter der Empore von Ulfert Janssen: Herkules und Prometheus
Bedeutung
Durch die reduzierten Formen und das Einbringen jugendstilhafter Dekorelemente ist in diesem Saal ein seltenes, bemerkenswertes Beispiel für neoklassizistische Innenarchitektur erhalten.
Literatur
- Claudius Stein (Hrsg.), Domus universitatis. Das Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München 1835–1911–2011. München, Herbert Utz Verlag 2015, S. 91–110.
- Josef H. Biller; Hans-Peter Rasp, München. Kunst und Kultur, München 2003, S. 76–77.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 48° 9′ 1″ N, 11° 34′ 48″ O
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