Großblättriges Kaukasusvergissmeinnicht
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| Großblättriges Kaukasusvergissmeinnicht | ||||||||||||
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| Datei:Brunnera macrophylla.jpg
Großblättriges Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Brunnera macrophylla | ||||||||||||
| (Adams) I.M.Johnst. |
Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht<ref name="FloraWeb" /> (Brunnera macrophylla) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sie kommt im Kaukasusraum vor.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis, meist 40 bis 50 Zentimetern erreicht.<ref name="FloraWeb" /> Sie bildet ein kurzes Rhizom als Überdauerungsorgan.
Die grundständigen Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Ihr Blattstiel ist 20 bis 25 Zentimeter lang. Ihre einfache, dunkel-grüne Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 15<ref name="FloraWeb" /> oder 20 bis 30 Zentimeter eiförmig-herzförmig oder dreieckig-nierenförmig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt je nach Standort zwischen April und Juni; sie dauert drei bis vier Wochen. Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht bildet einen kurzen, verzweigten Blütenstand mit vielen Blüten.
Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist während der Anthese etwa 1 Millimeter lang. Die leuchtend-himmelblaue<ref name="FloraWeb" /> Krone ist bei einem Durchmesser von 3 bis 7 Millimetern<ref name="FloraWeb" /> radförmig und ähnelt der eines Vergissmeinnichts. Die Kronröhre ist etwa 1 Millimeter lang. Die weißen Schlundschuppen sind zerschlitzt.<ref name="FloraWeb" />
Die länglich-eiförmigen, kahlen Teilfrüchte besitzen an ihrer Basis eine kragenartigen Ring, sind runzelig und nicht genabelt.<ref name="FloraWeb" />
Chromosomenzahl
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.<ref name="Flora Helvetica" />
Vorkommen
Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht ist im Kaukasusraum von Georgien und im asiatischen Teil der Türkei verbreitet.<ref name="Euro+Med" /> Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht gedeiht in Eichenwäldern, Fichtenwäldern und Berghängen in Höhenlagen von 500 bis 2000 Metern. In Deutschland ist sie zuweilen verwildert aufzufinden; in Alpenregionen Österreichs gilt sie als eingebürgert.<ref name="Fitschen1958" /> In Mitteleuropa gilt sie als eingebürgert in Deutschland, Schweiz, Dänemark, den Niederlanden, Frankreich und in Österreich in Vorarlberg, Salzburg und Nordtirol.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung erfolgte 1805 unter dem Namen (Basionym) Myosotis macrophylla durch Johannes Michael Friedrich Adams in Friedrich Weber und Daniel Matthias Heinrich Mohr: Beiträge zur Naturkunde, Band 1, Seite 46. Die Neukombination zu Brunnera macrophylla <templatestyles src="Person/styles.css" />(Adams) I.M.Johnst. wurde 1924 durch Ivan Murray Johnston in Contributions from the Gray Herbarium of Harvard University, Band 73, Seite 54–55 veröffentlicht.<ref name="Euro+Med" />
Nutzung
Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht wird verbreitet als Zierpflanze in Staudenbeeten und Rabatten genutzt. Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht ist seit spätestens 1825 in Kultur. Es gibt etliche Sorten, etwa ‚Hadspen Cream‘ und ‚Dawson’s White‘ mit cremefarbenem resp. breit cremeweißen Blattrand, ‚Langtrees‘ mit silberfleckigen Blättern und die vollständig silberlaubige ‚Jack Frost‘ mit grünen Blattadern oder die weissblühende Sorte ‚Betty Bowring‘.
Quellen
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
- Kurzbeschreibung bei Ornamental Plants from Russia and adjacent States of the former Soviet Union.
Einzelnachweise
<references> <ref name="FloraWeb"> Brunnera macrophylla (Adams) I. M. Johnst. (Großblättriges Kaukasusvergissmeinnicht). auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Flora Helvetica"> Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. Flora der Schweiz. Verlag Paul Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1996, ISBN 3-258-05405-3, S. 820. </ref> <ref name="Fitschen1958"> Jost Fitschen, 1869-1947, Gerald Parolly, Jens G. Rohwer, 1958-, Michael Koltzenburg, Peter A. Schmidt, 1946-, Siegmund Seybold, 1939-: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder: ein Buch zum Bestimmen aller wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. 96., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Wiebelsheim, ISBN 978-3-494-01562-0, S. 620. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Jens G. Rohwer: Boraginaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 643. </ref> <ref name="Euro+Med"> Benito Valdés, E. von Raab-Straube, 2011: Boraginaceae. Datenblatt Brunnera macrophylla In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>
Weblinks
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
- Brunnera macrophylla (Adams) I. M. Johnst. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Steckbrief mit Fotos.