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Groß Kottorz

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Vorlage:Infobox Ort in Polen

Groß Kottorz, Vorlage:PlS Kotórz Wielki (1936–1945: Groß Kochen) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Groß Kottorz liegt in der Gmina Turawa im Powiat Opolski in der polnischen Woiwodschaft Opole.

Seit 2012 ist Groß Kottorz offiziell zweisprachig (Polnisch und Deutsch).

Geographie

Geographische Lage

Groß Kottorz liegt in der historischen Region Oberschlesien im Oppelner Land. Der Ort liegt zwei Kilometer südlich vom Gemeindesitz Turawa und zwölf Kilometer nordöstlich von der Kreisstadt und Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Der Ort liegt in der Nizina Śląska (Schlesischen Tiefebene) innerhalb der Równina Opolska (Oppelner Ebene). Groß Kottorz befindet sich westlich des Turawa-Sees.

Nachbarorte

Nachbarorte von Groß Kottorz sind im Westen Klein Kottorz (Kotórz Mały), im Norden der Gemeindesitz Turawa, im Südosten Szczedrzyk (dt. Sczedrzik) und im Süden Tempelhof (Niwki).

Geschichte

Datei:Kotorz Kosciol.JPG
Kirche St. Michael
Datei:Kotorz Kosciol Oltarz.jpg
Innenansicht der Kirche

Der Ort wurde 1295 erstmals urkundlich erwähnt. Im Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis von 1295 wird der Ort als „Chotors“ erwähnt. 1399 wurde der Ort als Magna Kottocz.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Groß Kottorz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1782 wurde auf Initiative von Anna Barbara von Gaschin aus Turawa eine neue Kirche erbaut. Die Kirche wurde durch Bischof Emanuel Schymowski geweiht.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Groß Kottorz ab 1816 zum Landkreis Oppeln im Regierungsbezirk Oppeln. 1840 wurde eine massive Schule erbaut und der Ort zählte 385 Einwohner. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule, ein Hospital, ein Vorwerk, ein Pechofen sowie 77 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Groß Kottorz 378 Menschen, davon sieben jüdisch.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 312.</ref> 1865 hatte der Ort neun Bauern-, 20 Gärtner- und 24 Häuslerstellen, außerdem wird zu diesem Zeitpunkt ein Hospital erwähnt.<ref name="Triest">Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865</ref><ref name="Gemeinde">Geschichte Groß Kottorz</ref> 1874 wurde der Amtsbezirk Turawa gegründet, welcher aus den Landgemeinden Friedrichsfelde, Groß Kottorz, Klein Kottorcz, Kobyllno und Turawa und den Gutsbezirken Kobyllno und Turawa bestand.<ref name="Territorial">Territorial Amtsbezirk Turawa</ref>

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 164 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 164 für Polen.<ref>Vgl. Vorlage:Webarchiv</ref> Groß Kottorz verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 547 Einwohner. Am 19. Mai 1936 wurde der Ort in Groß Kochen umbenannt. 1939 hatte der Ort 474 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Oppeln.<ref name="Vwg">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Kotórz Wielki umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Opolski. Am 8. März 2012 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Groß Kottorz.

Sehenswürdigkeiten

Vereine

Persönlichkeiten

  • Theodor Jankowski (1852–1919), polnischer katholischer Geistlicher und Pfarrer im Ort

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Gemeinde Turawa