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Grigori Jeremejewitsch Jewdokimow

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Datei:Yevdokimov Grigory.jpg
Grigori Jewdokimow

Grigori Jeremejewitsch Jewdokimow ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * Oktober 1884 im Ujesd Pawlodar; † 25. August 1936 in Moskau<ref>Biografie auf hrono.ru Abgerufen am 7. September 2011</ref>) war ein sowjetischer Politiker.

Jewdokimow gehörte zu Lenins führenden Revolutionären.<ref>Uwe Schultz. Grosse Prozesse: Recht und Gerechtigkeit in der Geschichte. C.H.Beck, 2001, ISBN 3-406-47711-9. Seite 334.</ref> Er war Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU und Leiter der Hauptverwaltung Milchwirtschaft des Volkskommissariats für Lebensmittelindustrie.

Er wurde am 8. oder 9.<ref>Matthew E. Lenoe. The Kirov Murder and Soviet History. Yale University Press, 2010. ISBN 0-300-14242-0. Kapitel 9.</ref> Dezember 1934, wenige Tage nach der Ermordung von Sergei Kirow, verhaftet. Im ersten Moskauer Prozess wurde Jewdokimow angeklagt, Mitglied des sogenannten „trotzkistisch-sinowjewistischen terroristischen Zentrums“ zu sein. Stalin versprach den Angeklagten, dass ihre Leben verschont werden, sollten sie ein volles Geständnis ablegen.<ref>Dmitri Volkogonov. LENIN. A new biography. Simon and Schuster, 1998, ISBN 0-684-84716-7.</ref> Beim Prozess bezeichnete Jewdokimow sich selbst und seine Mitangeklagten als „Banditen, Mörder, Faschisten, Gestapo-Agenten“ und gab an, dass das Schicksal der Arbeiterklasse in den Händen Stalins sei, den er als „genialen und heiß geliebten Führer“ bezeichnete.<ref>Lars-Broder Keil. "Banditen, Mörder, Faschisten". Die Welt. 19. August 2006. Abgerufen am 11. September 2014.</ref> Dieses Geständnis entsprach allerdings einem 1956 in Auftrag gegebenen Rehabilitationsgutachten zufolge nicht der Wahrheit.<ref>Vadim Z. Rogovin. 1937: Jahr des Terrors. MEHRING Verlag GmbH, 1998, ISBN 3-88634-071-6. Seite 93.</ref> Das Gericht verurteilte ihn am 24. August 1936 zusammen mit allen 15 weiteren Angeklagten dieses Prozesses zum Tode. Die Erschießung der Verurteilten erfolgte unmittelbar darauf.<ref>Wladislaw Hedeler: Chronik der Moskauer Schauprozesse 1936, 1937 und 1938. Planung, Inszenierung und Wirkung. Mit einem Essay von Steffen Dietzsch, Akademie-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-05-003869-1, S. 582 (Lebensdaten) sowie S. 73–79 (über den Prozessverlauf).</ref>

Einzelnachweise

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