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Grenzübergang Kalotina

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Datei:Gradina - Kalotina.jpg
Grenzübergang Kalotina

Der Grenzübergang Kalotina (bulgarisch ГКПП "Калотина" / GKPP „Kalotina“, Granitschen Kontrolno Propuskwatelen Punkt „Kalotina“; serbisch Гранични прелаз Градина / Granični prelaz Gradina) liegt zwischen Bulgarien und Serbien, zwei Kilometer westlich des Dorfes Kalotina im äußersten Westen Bulgariens.

Der Grenzübergang liegt an der Hauptverkehrsstraße und der Bahnstrecke Niš–Dimitrovgrad, der Bahnstrecke von Westeuropa nach Istanbul. Diese Route ist seit der Antike als Via Militaris bekannt. Der Grenzübergang Kalotina ist einer der wichtigsten Grenzübergänge Bulgariens und wegen seiner Nähe zu Sofia auch einer der bekanntesten bulgarischen Grenzübergänge. Im Rahmen von Bulgariens Beitritt zur EU im Jahre 2007 wurde 2006 eine Veterinärkontrollstelle am Grenzübergang gebaut.

Von Sofia, 54 Kilometer südöstlich von Kalotina, führte früher die Fernverkehrsstraße 8 über Boschurischte, Sliwniza und Dragoman nach Kalotina und in Serbien weiter nach Dimitrovgrad, Pirot und Niš. Seit September 2025 hat die A6 „Europa“ diese Verbindungsfunktion als Teil der E 80 übernommen und führt den Verkehr nun durchgehend vierstreifig von der Grenze in die Hauptstadt. Der Straßenabschnitt Kalotina–Sofia ist zudem Teil des Paneuropäischen Verkehrskorridores X (C) Niš–Sofia.

Zeitungen berichten immer wieder von Korruptionsvorwürfen gegen bulgarische Zöllner,<ref>Marinela Liptcheva-Weiss: Fokus Osteuropa: Böse Überraschung an bulgarischer Grenze. In: Themen – Welt, 9. Juli 2009. Deutsche Welle. Auf DW.com, abgerufen am 25. November 2020.</ref> von staatlichen Antikorruptionskontrollen (beschlagnahmte größere Bargeldbeträge bei Zöllnern)<ref>Åsmund Overgaard: Kalotina: Der schlimmste Grenzübergang in der E.U. In: The Berlin Spectator Deutsch, 29. September 2019. Auf BerlinSpectator.com, abgerufen am 25. November 2020.</ref> und Entlassungen von Zöllnern.<ref>Schutzgeld erpresst? Bulgarien nimmt Zöllner an Serbiens Grenze fest. In: Der Farang, 7. Februar 2020. Auf Der-Farang.com, abgerufen am 25. November 2020.</ref> Es wird aber auch von beschlagnahmtem Rauschgift bei Reisenden und Schmuggelware (unversteuerte Zigaretten, Antiquitäten, Münzen) sowie über aufgedeckte Fälle von Menschenhandel berichtet.<ref>Bundespolizei verhindert Kindesentziehung an der serbisch-bulgarischen Grenze. In: Meldungen 2018, 26. März 2018. Bundespolizei. Auf Bundespolizei.de, abgerufen am 25. November 2020.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 42° 59′ 50″ N, 22° 50′ 4″ O

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