Grasblättriger Hahnenfuß
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| Datei:Ranunculus gramineus3.jpg
Grasblättriger Hahnenfuß (Ranunculus gramineus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ranunculus gramineus | ||||||||||||
| L. |
Der Grasblättrige Hahnenfuß (Ranunculus gramineus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hahnenfuß (Ranunculus) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).<ref name="Euro+Med" />
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Grasblättrige Hahnenfuß ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 10 bis 25 (5 bis 50) Zentimetern erreicht.<ref name="InfoFlora" /><ref name="FloraEuropaea1993" /><ref name="FloraVascular" /> Als Überdauerungsorgan wird ein Rhizom gebildet.<ref name="Rothmaler5" /> Die absterbenden Grundblätter bilden einen grundständigen Faserschopf.<ref name="InfoFlora" /> Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl oder meist flaumig behaart.<ref name="FloraEuropaea1993" /><ref name="FloraVascular" /> Der im Querschnitt runden Stängel ist markerfüllt.
Die grundständigen und am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind sitzend<ref name="FloraEuropaea1993" /> und meist behaart.<ref name="FloraVascular" /> Die grasartigen, graugrünen Grundblätter sind bei Breite von unter 1 Zentimetern sowie einer Länge von bis 15 Zentimetern linealisch oder linealisch-lanzettlich.<ref name="InfoFlora" /><ref name="FloraEuropaea1993" /><ref name="FloraVascular" /> Die wenigen Stängelblätter haben die gleiche Form wie die Grundblätter, sind aber kürzer.<ref name="InfoFlora" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von April bis Juni, selten bis Juli.<ref name="Rothmaler5" /> Je Pflanzenexemplar sind mehrere (ein bis sechs, selten bis zu elf<ref name="FloraVascular" />) langgestielte Blüten vorhanden.<ref name="InfoFlora" />
Die zwittrige Blüte ist bei einem Durchmesser von 1,5 bis 2,<ref name="InfoFlora" /> selten bis 3,5 Zentimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="FloraVascular" /> Der kahle Blütenboden ist verkehrt-eiförmig-länglich.<ref name="FloraEuropaea1993" /><ref name="FloraVascular" /> Die fünf anliegenden Kelchblätter sind gelblich und kahl.<ref name="FloraEuropaea1993" /> Die fünf gelben<ref name="Rothmaler5" /> Kronblätter sind bei einer Länge von meist 7 bis 14 (5,5 bis 17) Millimetern verkehrt-eiförmig fast dreieckig.<ref name="FloraVascular" /> Es sind viele Staubblätter vorhanden.
In einem zur Fruchtreife eiförmige oder zylindrische Sammelnussfrucht sind viele Früchtchen angeordnet.<ref name="InfoFlora" /> Die kahlen Früchtchen sind bei einer Länge von 2 bis 3, selten bis zu 5 Millimetern eiförmig oder verkehrt-eiförmig und etwas abgeflacht.<ref name="FloraVascular" /> Ihr mit einer Länge von höchstens 0,5 Millimetern relativ kurzer Schnabel ist fast gerade.<ref name="FloraEuropaea1993" />
Es liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 16 vor.<ref name="InfoFlora" /><ref name="AtlasFloraeEuropaeae1989" /><ref name="FloraVascular" /><ref name="IPCN" />
Vorkommen und Gefährdung
Es gibt Fundortangaben für Marokko, Algerien, Tunesien, Gibraltar, Spanien, Portugal, Andorra, Südfrankreich, Sardinien, Italien und die Schweiz.<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />
Sie wächst in Mitteleuropa in Trockenrasen des Hügellandes und der unteren Bergstufe.<ref name="Rothmaler5" /> In der Schweiz kommt Ranunculus gramineus nur in Trockenrasen über Kalkgestein in der kollin-montanen Höhenstufe nur im mittleren Rhonetal im Kanton Wallis vor.<ref name="InfoFlora" /> In der Schweiz kommt Ranunculus gramineus in Pflanzengesellschaften des Verbands der inneralpinen Felsensteppe (Stipo-Poion) vor.<ref name="InfoFlora" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1 (sehr trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Ranunculus gramineus gilt in der Schweiz als „vom Aussterben bedroht“, da die wenigen Schweizer Fundorte voneinander isoliert sind und ihr Habitat gestört oder gar zerstört wird, dabei erklärt die Schweiz eine nationale Priorität von 2, also eine hohe nationale Priorität für den Schutz zu haben.<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung von Ranunculus gramineus erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 549.<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" /> Synonyme für Ranunculus gramineus <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Ranunculus luzulifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Amo, Ranunculus gramineus var. luzulifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss.<ref name="Euro+Med" />
Nutzung
Der Grasblättrige Hahnenfuß wird selten als Zierpflanze für Stein- sowie Heidegärten genutzt und ist mindestens seit 1594 in Kultur.<ref name="Rothmaler5" />
Quellen
Literatur
- Thomas Gaskell Tutin, J. R. Akeroyd: Ranunculus. In:
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Ranunculus gramineus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Ranunculus gramineus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Ranunculus gramineus L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="AtlasFloraeEuropaeae1989"> Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 8: Nymphaeaceae to Ranunculaceae. Helsinki 1989, ISBN 951-9108-07-6. S. 205. </ref> <ref name="FloraEuropaea1993"> Thomas Gaskell Tutin, J. R. Akeroyd: Ranunculus. In: </ref> <ref name="Rothmaler5"> Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8, S. 147. </ref> <ref name="Euro+Med"> E. Hörandl, E. von Raab-Straube (2015+): Ranunculeae. Datenblatt Ranunculus gramineus In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FloraVascular"> Datenblatt Ranunculus gramineus mit Fotos und Verbreitung auf der Iberischen Halbinsel bei Flora Vascular. </ref> </references>
Weblinks
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Datenblatt Ranunculus gramineus mit Fotos und Verbreitung in Frankreich bei Tela Botanica.
- Datenblatt Ranunculus gramineus mit Fotos und Verbreitung in Italien bei Portale della Flora d'Italia - Portal to the Flora of Italy.
- Datenblatt Ranunculus gramineus mit Fotos und Verbreitung in Portugal bei Flora-on.