Zum Inhalt springen

Grüngiebing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Grüngiebing v OSO.jpg
Ansicht von Grüngiebing von Ostsüdost

Der Kirchweiler Grüngiebing ist ein Gemeindeteil von Obertaufkirchen.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Er liegt etwa in der Mitte zwischen Schwindegg, Schwindkirchen und Oberornau im Gattergebirge im oberen Mainbachtal.

Geschichte

Datei:Geburtshaus von Johann Georg von Dillis in Grüngiebing (1803).jpg
Gemälde Johann Georg von Dillis’ von seinem Geburtshaus in Gmain, Ortsteil von Dorfen (1803)

Der im Mittelalter entstandene Ort hieß ursprünglich Margarethengiebing, mit der Zeit wurde daraus Gretengiebing.<ref>Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Mühldorf: Landgerichte Neumarkt an der Rott, Kraiburg, Mörmosen, Stadt und Burgfrieden Mühldorf. S. 259.</ref> Im Grundkataster aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts hieß der Weiler bereits Grüngiebing. In Grüngiebing war im Hochmittelalter einer der beiden Sitze des ab 935 erstmals erwähnten Ministerialengeschlecht Giebinger der Regensburger Kirche St. Emmeram, der andere war in Hofgiebing. Erwähnungen der Familie im späten Hochmittelalter standen im Zusammenhang mit den ehemals zum Hochstift Salzburg gehörenden Klöstern Gars und Au am Inn. Mit Saxo von Giebing starb das Rittergeschlecht um 1300 im Männerstamm aus, der Besitz ging anschließend an den bayerischen Herzog Otto III.<ref>788 1990 – 1200 Jahre Oberornau – Festschrift und Chronik der Pfarrei und ehemaligen Gemeinde Oberornau. Obertaufkirchen, 1990. S. 18–19</ref>

Im Jahr 1760 wurden die 4 Anwesen des Weilers mit den Hofbesitzern und Hofgrößen wie folgt verzeichnet: Kienzlpaur ½-Hof, Hopf ¼-Hof, Hauspfleger ¹/16-Hof und Pichlmayr ⅛-Hof.<ref>Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Mühldorf: Landgerichte Neumarkt an der Rott, Kraiburg, Mörmosen, Stadt und Burgfrieden Mühldorf. S. 259.</ref>

Im Zuge der Neuordnung Bayerns (Gemeindeedikt 1818) wurde der Ort, der zu der seit dem ausgehenden Mittelalter bis zur Mediatisierung Bayerns im Jahr 1803 bestehenden Hofmark Hofgiebing gehörte, der Gemeinde Oberornau und somit dem Bezirksamt Wasserburg zugeschlagen. Am 1. Juli 1972 kam Grüngiebing mit der Gemeinde Oberornau im Zuge der Gemeindegebietsreform zur Gemeinde Obertaufkirchen.

Baudenkmäler

Datei:St. Margeret (Grüngiebing) 1.jpg
St. Margareth in Grüngiebing

St. Margareth

Zur Pfarrei Schwindkirchen gehört die Kirche St. Margareth. Die Kirche gehörte bis 1878 zur Pfarrei Obertaufkirchen und mit ihr bis 1817 zum Bistum Salzburg. Das Erbauungsjahr der gotischen Kirche ist unbekannt. Eine im 18. Jahrhundert beliebte Rotunde weist jedoch auf frühbarocke, italienische Vorbilder hin. Der Turm wurde 1871 neu aufgeführt. Das Langhaus der Kirche hat drei Joche, daran schließt sich ein geräumiger Zehneckbau als Chor an. Wände und Gewölbe sind noch gotisch, die Rippen wurden jedoch bei der barocken Umgestaltung abgeschlagen. Der Chor hat ein gedrücktes Kuppelgewölbe mit Stichkappen. Die Sakristei ist an der Südseite des Chors angebaut, mit einem Oratorium im Obergeschoss.<ref>Gustav von Bezold, Berthold Riehl und Georg Hager: Die Kunstdenkmäler von Bayern – Stadt und Landkreis Wasserburg (1902). Nachdruck R. Oldenbourg Verlag, München 1982. S. 1957</ref> Durch die Säkularisation dürften Leuchter, Kanontafeln, Tabernakel und Skulpturen der Evangelisten in die Kirche gekommen sein und stellen besondere Schmuckstücke dar.

Grüngiebing 4

Der Wohnteil des Bauernhofs Grüngiebing 4 ist ein zweigeschossiger Flachsatteldachbau mit Blockbaukniestock, bezeichnet mit dem Jahr 1783 über der Tür und mit dem Jahr 1841 am Giebel. Der Hof ist in einem verwahrlosten Zustand, das Gebäude wird nicht mehr bewohnt, der Wirtschaftsteil ist komplett zugewachsen sowie Teile des Wohnteils, unter anderem der Hauseingang.

Bevölkerungsentwicklung

Im Jahr 1864 gab es in Grüngiebing 26 Einwohner in insgesamt 13 Gebäuden<ref>Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern: nebst alphabethischem Ortslexikon. München, 1867. S. 320</ref>, und bei der Viehzählung 1873 gab es 4 Pferde und 32 Rinder.<ref name="VZ1871">Vorlage:Ortsverzeichnis Bayern 1875</ref> Im Mai 1987 lebten dort 11 Einwohner in drei Wohngebäuden.<ref>Vorlage:Bavarikon Ort</ref>

Einwohner in Grüngiebing
Jahr 1864 1871 1925 1950 1970 1987
Einwohner 26 20 23 24 21 11

Persönlichkeiten

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:|{{{1}}}|Grüngiebing}}|uselang=de}} Commons: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if:

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left||9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references />

{{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=48/14/17.39292/N|EW=12/13/21.25884/E|type=landmark|region=DE-BY|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=}}|article=/|text=|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5

|1 = Gradzahl-Fehler: {{#iferror:{{{1}}}
 | NS: {{{1}}}
 |
}} {{#iferror:
 | EW: 
 |
}}{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|2 = nicht im Bereich von {{{1}}}{{#switch:0
 |0|6|14=
}}
|3  = {{#switch: {{{type}}}
 |country|state|adm1st|adm2nd|city|isle|airport|mountain|waterbody|forest|landmark=
 |example={{#if:
  | 
  | falscher Wert ›example‹ im Artikelnamensraum 
 }}
 |#default= {{#ifeq:{{{type}}}|
  | kein Wert
  | falscher Wert ›{{{type}}}‹
 }} in type-Parameter{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
}} {{#if: {{{rg}}}
 |
 | region-Parameter fehlt{{#if:
  | 6
  | 
 }}
}} {{#iferror: {{{elevation}}}
 | {{{elevation}}}{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
 |
}} {{#iferror: {{{pop}}}
 | {{{pop}}}{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
 |
}}
|5 = unbenannte Parameter 1:{{{1}}}{{#if:|, 2:}}{{#if:|, 3:}}{{#if:|, 4:}} {{#if:|usw.}}{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|8 = Parameter name fehlt in Fließtextkoordinate{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|10= überflüssige Parameter
|#default=coordinates error

}}}}

Vorlage:Navigationsleiste Ortsteile von Obertaufkirchen