Grünflügelara
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| Grünflügelara | ||||||||||||
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| Datei:Ara chloropterus qtl1.jpg
Grünflügelara (Ara chloroptera) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ara chloropterus | ||||||||||||
| Gray, GR, 1859 |
Der Grünflügelara oder Dunkelrote Ara (Ara chloropterus; Syn.: Ara chloroptera) ist ein Vogel aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) und der Gattung der Eigentlichen Aras (Ara).
Beschreibung
Grünflügelaras zählen mit einer Körperlänge von 90 bis 95 Zentimeter<ref name=":0">Nigel Collar, Peter F. D. Boesman, Christopher J. Sharpe: Red-and-green Macaw (Ara chloropterus), version 1.0. In: Birds of the World. 2020, ISSN 2771-3105, doi:10.2173/bow.ragmac1.01 (birdsoftheworld.org [abgerufen am 13. November 2025]).</ref> und einem Gewicht von 1050 bis 1708 Gramm<ref name=":0" /> zu den größten Papageienarten. Die Flügelspanne beträgt 125 Zentimeter.<ref name=":1">Red and Green Macaw. Abgerufen am 13. November 2025.</ref>
Ihr Gefieder ist hauptsächlich rot. Das weiße, nackte Gesicht ist mit kleinen roten Federstricheln besetzt. Die Iris ist hellgrau bis elfenbeinfarben. Die Flügel sind blau, die mittleren, namensgebenden Flügeldecken grün. Die oberen Schwanzdeckfedern sind bläulich, die Schwanzfedern rot, zur Spitze hin blau gefärbt. Der Schnabel ist wie bei den meisten Aras groß. Der Oberschnabel ist elfenbeinfarben mit dunkleren Schnabelklingen, der Unterschnabel schwarz gefärbt. Die kräftigen, zum Klettern geeigneten Füße weisen graue Farbtöne auf.
Grünflügelaras weisen keinen Geschlechtsdimorphismus auf, d. h. Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht unterscheiden. Das Geschlecht kann mittels Endoskopie bestimmt werden. In menschlicher Obhut werden den Aras sogenannte Transponderchips injiziert, auf denen Daten wie Geschlecht, Geburtstag etc. gespeichert sind.
Verbreitung und Lebensraum
Grünflügelaras sind im nördlichen Südamerika weit verbreitet anzutreffen. Man findet sie in Brasilien, außer im äußersten Süden und Osten; in Nord-Paraguay, Ost-Bolivien, Ost-Peru, Ost-Kolumbien und im Norden bis Panama; außerdem in Süd-Venezuela, Trinidad und Tobago, Guayana, Surinam und Französisch-Guayana. Das Verbreitungsgebiet deckt sich in etwa mit dem des Gelbbrustaras.
Habitat
Der Grünflügelara bewohnt tropische Tiefländer entlang von Flüssen und Waldrändern.
Ernährung
Grünflügelaras ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Nüssen, speziell von Uxi (Endopleura uchi), Jatoba (Hymenaea spec.) und Paranüssen (Bertholletia excelsa). Sie fressen aber auch Blüten und Blätter.<ref name=":1" />
Fortpflanzung
Paare sind monogam und ihrem Partner ein Leben lang treu.<ref name=":1" />
Der Beginn der Brutsaison variiert von Ende November im Süden bis Februar/März im Norden des Verbreitungsgebietes. Sie nisten in Baumhöhlen und in Höhlen in Sandsteinfelsen.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Das Gelege besteht gewöhnlich aus zwei bis drei Eiern<ref name=":0" /><ref name=":1" />, die etwa 28 Tage bebrütet werden. Nach 90 bis 100 Tagen verlassen die Jungen die Bruthöhle. Sie bleiben jedoch noch einige Wochen nach dem Flügge-Werden bei den Eltern.<ref name=":1" />
Lehmlecken
Zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr besucht der Grünflügelara, wie viele andere Papageienarten auch, sogenannte Lehmlecken. Dies sind Plätze an steilen Flussufern, wo Lehm zutage tritt. Hier nehmen die Vögel, häufig in Schwärmen, Salz und Mineralien auf<ref name=":1" />, die sie zur Entgiftung von durch die Nahrung aufgenommenen Schadstoffen benötigen. Der Mineralienbedarf richtet sich daher nach dem jeweiligen Nahrungsangebot. Die bekanntesten Plätze sind die Lehmlecken von Tambopata und Timpia.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung des Grünflügelaras erfolgte 1859 durch George Robert Gray unter dem wissenschaftlichen Namen Ara chloropterus. Als Verbreitungsgebiet nannte er Britisch-Guayana sowie Südamerika.<ref name="gray26">British Museum (Natural History)., George Robert Gray: List of the specimens of birds in the collection of the British Museum. printed by the order of the Trustees, London 1844, doi:10.5962/bhl.title.21658 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 13. November 2025]). </ref> Bereits 1799 führte Bernard Germain Lacépède die Gattung Ara ein.<ref name="lacepede1">La Cépède, La Cépède: Discours d'ouverture et de clôture du cours d'histoire naturelle des animaux vertébrés et a sang rouge : donné dans le Muséum national d'histoire naturelle, l'an 6 de la république. Chez Plassan, imprimeur-libraire, A Paris 1798, doi:10.5962/bhl.title.127486 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 13. November 2025]).</ref> In der Tupi-Sprache werden die Laute der Aras so beschrieben.<ref>Ara The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname »chloropterus« ist ein Wortgebilde aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für gelb und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für Flügel.<ref>xanthopteryx The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann sah neben zwei gesammelten Bälgen während der „2. Gran-Chaco-Expedition“ durch Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) nur im Synonym Ara chloroptera major <templatestyles src="Person/styles.css" />Bertoni, W, 1901<ref name="bertoni52">Arnaldo de Winkelried Bertoni, Arnaldo de Winkelried Bertoni: Aves nuevas del Paraguay. Continuación á Azara. Talleres nacionales de H. Kraus, Asunción 1901, S. 52, doi:10.5962/bhl.title.13398 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 13. November 2025]).</ref> aus dem Departamento Alto Paraná den einzigen weiteren Nachweis für die Existenz in Paraguay.<ref name="laubmann175">Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 175–176.</ref>
Literatur
- Arnaldo de Winkelried Bertoni: Aves nuevas del Paraguay. Continuación á Azara. In: Anales cientificos paraguayos. Band 1, 1901, S. 1–216 (biodiversitylibrary.org).
- George Robert Gray: List of the specimens of birds in the collection of the British Museum. 3 Psittacidae, Nr. 2. Printed by the order of the Trustees, London 1859 (biodiversitylibrary.org).
- Bernard Germain Lacépède: Discours de l'ouverture et de clôture du cours d'Histoire Naturelle donne dans le Museum National d'Histoire Naturelle, l'an VII de la Republique, et Tableaux methodiques des Mammiferes et des Oiseaux. Chez Plassan, Paris 1799 (google.de).
- Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 175–176 (google.de).
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2023.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2020. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Grünflügelara (Ara chloropterus) bei Avibase
- Vorlage:EBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Grünflügelara (Ara chloropterus)
- Red And Green Macaw (Ara chloropterus) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
Einzelnachweise
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