Rapsweißling
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| Rapsweißling | ||||||||||||
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| Datei:Pieris napi LC0176.jpg
Rapsweißling (Pieris napi) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pieris napi | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Der Rapsweißling (Pieris napi) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Weißlinge (Pieridae). Er wird oft auch als Grünader-Weißling oder Hecken-Weißling bezeichnet.
Merkmale
Der Rapsweißling ist ein mittelgroßer Falter mit einer Flügelspannweite von ca. 50 Millimetern<ref name="Elizabeth Balmer">Elizabeth Balmer: Schmetterlinge: Erkennen und Bestimmen. Parragon Books Ltd., 2007, ISBN 978-1-4075-1203-7, S. 50.</ref>, der zu den häufigsten Tagfalterarten zählt. Das Haupterkennungsmerkmal sind die grünlich beschuppten Adern auf den gelben Hinterflügelunterseiten. Die Unterseite des Vorderflügels ist weiß und verfärbt sich zur Spitze hin gelblich. Ebenso ist die Oberseite weiß und weist eine leichte graugrüne Äderung auf. Beim Männchen befindet sich hier ein ebenso gefärbter Fleck, beim Weibchen sind es derer zwei. Zu den Flügelspitzen färben sich die Vorderflügel hier dunkelgrau.<ref name="Elizabeth Balmer" />
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Pieris napi ♂
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Pieris napi ♂ △
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Pieris napi ♀
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Pieris napi ♀ △
Die Raupe ähnelt der des Kleinen Kohlweißlings, besitzt aber keine ausgeprägte gelbe Rückenlinie, sondern ist eher hellgrün mit feinen gelben seitlichen Punkten.<ref name="Elizabeth Balmer" />
Ähnliche Arten
- Großer Kohlweißling, Pieris brassicae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)
- Kleiner Kohlweißling, Pieris rapae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)
- Karstweißling, Pieris mannii (<templatestyles src="Person/styles.css" />Mayer, 1851)
- Bergweißling, Pieris bryoniae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Hübner, 1805)<ref name="petersen">B. Petersen et al. Verhaltensstudien am Rapsweissling und Bergweissling (Pieris napi L. und Pieris bryoniae Ochs.), Zool. Inst. Uppsala, 1952.</ref>
- Pieris ergane (<templatestyles src="Person/styles.css" />Geyer, [1828])
- Krüpers Weißling, Pieris krueperi <templatestyles src="Person/styles.css" />Staudinger, 1860
Unterarten
- Pieris napi adalwinda <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fruhstorfer, 1909) Orsa Finnmark, Schweden
- Pieris napi meridionalis
- Pieris napi segonzaci <templatestyles src="Person/styles.css" />(le Cerf, 1923) Hoher Atlas
- Pieris napi maura <templatestyles src="Person/styles.css" />(Verity, 1911) Glacières de Blida, Algerien
- Pieris napi atlantis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Oberthür, 1923) Azrou, Mittlerer Atlas, Marokko
- Pieris napi flavescens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Wagner, 1903) Mödling, Österreich
Synonyme
- Pieris adalwinda <templatestyles src="Person/styles.css" />Fruhstorfer, 1909<ref name="Fauna"/>
- Pieris arctica <templatestyles src="Person/styles.css" />Verity, 1911<ref name="Fauna"/>
- Pieris canidiaformis <templatestyles src="Person/styles.css" />Drenowsky, 1910<ref name="Fauna"/>
- Pieris dubiosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Röber, 1907<ref name="Fauna"/>
- Pieris flavescens <templatestyles src="Person/styles.css" />Wagner, 1903<ref name="Fauna"/>
- Pieris meridionalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Heyne, 1895<ref name="Fauna"/>
Vorkommen
Der Falter ist nahezu im gesamten Europa, von Skandinavien bis zum Mittelmeer<ref name="Elizabeth Balmer" />, verbreitet. Er fehlt auf den atlantischen Inseln, den Shetlandinseln und Sardinien.
Zum Lebensraum des Rapsweißlings gehören feuchte, grasige Orte mit etwas Schatten, Waldränder, Baumhecken, Fettwiesen und bewaldete Flusstäler. Die späteren Generationen erweitern ihren Einzugsbereich bei der Suche nach alternativen Futterpflanzen in trockenere, aber blütenreiche Lagen. Im Mittelmeergebiet sind Gebüsche an Bergbächen oder -quellen bzw. Überschwemmungsgebiete mit Brunnenkresse (Nasturtium officinale) typisch.<ref name="petersen" />
Lebensweise
Zu den Futterpflanzen der Raupe gehören Schaumkrautarten (Cardamine), aber auch verschiedene Arten von Kressen wie Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale), Senfe (Sinapis) und Knoblauch (Allium sativum)<ref name="Elizabeth Balmer" />. Es ist fraglich, ob der namensgebende Raps (Brassica napus) als Futterpflanze eine wesentliche Rolle spielt.
Flug- und Raupenzeiten
Der Generationsverlauf variiert mit Lokalität, Höhe und Saison. In Nordeuropa werden zwei bis drei Generationen von April bis Anfang September beobachtet. In wärmeren Gebieten und günstigen Jahren entsteht teilweise eine vierte Generation. In Südeuropa treten drei oder mehrere teilweise überlappende Generationen von März bis Oktober auf.
Quellen
Einzelnachweise
<references> <ref name="Fauna">Pieris napi (Linnaeus 1758). Fauna Europaea, abgerufen am 30. Mai 2015.</ref> </references>
Literatur
- Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1995, ISBN 3-89440-115-X.