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Gottesacker (Kleinwalsertal)

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(Weitergeleitet von Gottesackerwände)
Gottesacker Gottesackerplateau
Gottesackerplateau, Blick vom Hohen Ifen, Oktober 2021
Datei:Naturschutzgebiet Gottesackerplateau am Hohen Ifen im Allgäu, Bayern.jpg
Gottesackerplateau mit Alpendohlen vom Gipfel des Hohen Ifens aus gesehen
Datei:Gottesacker Kleinwalsertal 2014.JPG
Gottesacker und Hoher Ifen, Blick von der Gottesackerscharte
Datei:Cinedoku Vorarlberg Hanno Thurnher Gottesackerplateau Naturdokumentation.JPG
Größenvergleich: Mensch-Gottesacker
Datei:Verwitterungen Gottesackerplateau.jpg
Verwitterungsformen des Gottesackerplateaus
Datei:Hoher Ifen, Gottesackerplateau und Gottesackerwände.jpg
Hoher Ifen (2230 m), Gottesackerplateau und Gottesackerwände vom Nebelhorn aus gesehen

Das Gottesackerplateau ist eine unter Naturschutz stehende Karstlandschaft an der nordwestlichen Grenze des Kleinwalsertals in der Nähe des Hohen Ifens.

Geographie

Der Gottesacker wird in die Unteren (1858 m ü. NHN) und die Oberen Gottesackerwände (2033 m ü. NHN) unterteilt. Das Massiv des Oberen Gottesackers wird – von Riezlern aus betrachtet – auch „Sonnenberg“ genannt. Ein vom Hohen Ifen ausgehend durch geradlinige Strahlen zu den Oberen Gottesackerwänden und zum Palus-Wasserfall begrenzter Abschnitt gehört zum deutschen Landkreis Oberallgäu, während der Rest des Gottesackers im österreichischen Bundesland Vorarlberg liegt.

Geologie

Geologisch besteht das Gottesackerplateau aus dem zum Helvetikum gehörenden verkarsteten Schrattenkalk aus der Kreidezeit. Im Karst entstanden zahlreiche Höhlen wie die 77 Meter tiefe Schachthöhle „Hölloch“. Niederschläge und Schneeschmelze haben so genannte Karren an der Plateauoberfläche herausgearbeitet. Das Wasser fließt unterirdisch zu Karstquellen ab.

Über das Plateau verläuft die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau. Der westliche Teil entwässert über die Subersach zum Rhein. Die meisten Karstquellen liegen hier im Tal der Subersach zwischen dem Vorsäß Schönenbach und Sibratsgfäll. Eine Quelle bei der Schneckenlochhöhle schüttet zeitweise stark. Die Quellen für den Ostteil liegen in der Regel am Breitach-Zufluss Schwarzwasserbach.<ref>Nico Goldscheider: Fold structure and underground drainage pattern in the alpine karst system Hochifen-Gottesacker. In: Eclogae Geologicae Helvetiae. 98, 1–17 (2005) DOI:10.1007/s00015-005-1143-z.</ref> Im Tal des Schwarzwasserbachs liegt die vermutlich größte Estavelle der Alpen, die zeitweise als Schwinde des Schwarzwasserbachs, zeitweise als Karstquelle fungiert.<ref>Nico Goldscheider: Die Estavelle, ein verborgenes Naturwunder im Kleinen Walsertal. bei Vorarlberger Walservereinigung (Abgerufen am 5. November 2023).</ref>

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Georg Wagner: Rund um Hochifen und Gottesackergebiet. Verlag der Hohenlohe’schen Buchhandlung Ferdinand Rau, Öhringen 1950.

Weblinks

Commons: Gottesacker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 21′ 46″ N, 10° 7′ 14″ O

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