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Gorki Leninskije

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Vorlage:Infobox Ort in Russland

Gorki Leninskije (Vorlage:RuS) ist ein Ort in Russland in der Oblast Moskau unweit der Städte Widnoje und Domodedowo und rund 35 km südlich von Moskau. Er hat den Status einer städtischen Siedlung und zählt Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" /> Gorki Leninskije liegt am Fluss Pachra, einem rechten Nebenfluss der Moskwa.

Datei:LeninDistrictMO Gorki estate 05-2017 img2.jpg
Herrenhaus

Geschichte

Bekannt ist Gorki vor allem dadurch, dass dort Revolutionsführer Lenin am 21. Januar 1924 starb. Dieser hatte im September 1918 erstmals ein ehemaliges Herrenhaus, das im frühen 19. Jahrhundert für die Adelsfamilie der Durassows erbaut worden war, zur Erholung in Anspruch genommen.<ref name="Lenin-Gedenkstätten">Georgi Michailowitsch Drosdow (Hrsg.): Lenin-Gedenkstätten in und bei Moskau. Bildreiseführer. Verlag Planeta, Moskau 1983, S. 58.</ref> Das damals als Wyschnije Gorki bekannte Landgut mit seinem altklassizistischen Parkensemble war seit 1909 im Besitz von Anatoli Rheinbott,<ref>Rheinbott legte beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges seinen deutschen Familiennamen ab und nahm den Namen seiner Großmutter an: „Reswoi“.</ref> des Moskauer Polizeichefs, und seiner Ehefrau Sinaida Grigorjewna Morosowa.<ref>Kathleen Berton Murrell: Discovering the Moscow Countryside. An Illustrated Guide to Russia’s Heartland. I.B. Tauris, London 2001, ISBN 1-86064-673-5, S. 102.</ref> Sie ließen das Herrenhaus umbauen und beauftragten damit unter anderem den renommierten Architekten Fjodor Schechtel. Nach der Oktoberrevolution wurde das Anwesen von den Bolschewiki beschlagnahmt.

Wyschnije Gorki wurde zu Lenins Vorstadtresidenz, in seinen letzten Lebensjahren kam er immer häufiger und zu immer längeren Aufenthalten hierher. Seit dem Herbst 1921 lebte er nicht mehr nur im Sommer dort, sondern auch im Winter.<ref>Georgi Michailowitsch Drosdow (Hrsg.): Lenin-Gedenkstätten in und bei Moskau. Bildreiseführer. Verlag Planeta, Moskau 1983, S. 63.</ref> Nach seinem krankheitsbedingten Rücktritt von aller politischen Arbeit lebte Lenin ab dem 15. März 1923 nur noch in Gorki.<ref>Georgi Michailowitsch Drosdow (Hrsg.): Lenin-Gedenkstätten in und bei Moskau. Bildreiseführer. Verlag Planeta, Moskau 1983, S. 72.</ref>

Nach Lenins Tod wurde Wyschnije Gorki in Gorki Leninskije umbenannt.

1949 wurde das Herrenhaus mit dem zugehörigen Ensemble zu einem Museum in Andenken an Lenins letzte Jahre umgebaut.<ref name="Lenin-Gedenkstätten" /> Auch heute noch wird es vom russischen Kulturministerium als Lenin-Museum betrieben und bietet auf Anfrage Gruppenführungen an.

Rund vier Kilometer von Gorki entfernt befindet sich die Bahnstation Leninskaja an der Strecke von Moskau (Pawelezer Bahnhof) über Domodedowo nach Kaschira.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1989 1711
2002 1729
2010 3586

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Weblinks

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Fußnoten

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Moskau