Zum Inhalt springen

Goodpasture-Syndrom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
{{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}}
{{#if: M31.0 | M31.0 | Eintrag fehlt }} Hypersensitivitätsangiitis
Goodpasture-Syndrom | Eintrag fehlt }}
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
{{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}}
{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 30}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 29}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 28}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 27}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 26}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 25}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 24}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 23}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 22}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 21}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 20}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 19}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 18}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 17}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 16}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 15}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 14}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 13}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 12}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 11}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 10}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05}}

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11

Das Goodpasture-Syndrom ist eine sehr seltene schwere Autoimmunerkrankung, bei der vorwiegend die Nieren und Lungen beteiligt sind. „Die Reaktion des Organismus auf die Anti-GBM-Antikörper scheint genetisch determiniert zu sein.“<ref>Helmut Geiger, Dietger Jonas, Tomas Lenz, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Nierenerkrankungen. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-7945-2177-3, S. 85–87, Zitat S. 85.</ref> Der US-amerikanische Pathologe Ernest William Goodpasture beschrieb schon 1919 die Kombination aus Glomerulonephritis (bestimmte Form der Nierenentzündung) und Lungenblutungen.<ref>Karl Vossschulte, Hanns Gotthard Lasch, F. Heinrich (Hrsg.): Innere Medizin und Chirurgie. 2. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1981, ISBN 3-13-562602-4, S. 752 f.</ref><ref>Wolfgang Piper: Innere Medizin. Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-33725-6, S. 236 f.</ref>

Es handelt sich laut Thiele (1980) um eine „hochfieberhafte, stets hämorrhagische Pneumonie (Mittel- und Untergeschosse; rezidivierende Parenchymblutung) mit Glomerulonephritis (schubweise, final meist generalisiert, nekrotisierend), Ätiologie unbekannt (Virus?); Androtropie; fast stets letal. Pathologisch-anatomisch Endophlebitis obliterans, Hämosiderose der Lungenvenen, Nekrose und Fibrose der Nierenepithelien.“<ref>Günter Thiele: Handlexikon der Medizin. Verlag Urban & Schwarzenberg, München / Wien / Baltimore ohne Jahr [1980], Teil II (F–K), S. 932.</ref>

Datei:Goodpasture syndrome (4857742833).jpg
Diffuse Lungeneinblutung bei Goodpasture-Syndrom im pathologischen Präparat.

Geschichte

Ernest William Goodpasture war 1919 der Erstbeschreiber.<ref>Ernest William Goodpasture: Significance of certain pulmonary lesions in relation to the etiology of influenza. In: American Journal of Medical Science. Band 158, 1919, S. 863.</ref><ref>R. L. de Gowin, J. Oda, R. H. Evans: Nephritis and lung hemorrhage (Goodpasture’s syndrome). In: Archive of Internal Medicine. Band 111, 1963, Nr. 16.</ref> François Reubi definierte dieses Syndrom 1968 als Glomerulonephritis bei Lungenhämosiderose. Er schrieb: „Die klassische Form des Goodpasture-Syndroms führt im Verlauf einiger Monate zu tödlicher Niereninsuffizienz. Es wird jedoch neuerdings behauptet, daß es leichtere Fälle gibt, bei denen die Corticotherapie den Prozeß zum Stillstand bringen kann.“<ref>François Reubi: Glomerulonephritis bei Lungenhämosiderose (Goodpasture-Syndrom). In: Herbert Schwiegk (Hrsg.): Handbuch der inneren Medizin. 5. Auflage. 8. Band, 2. Teil. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1968, ISBN 3-540-04152-4, S. 399 f.</ref>

„Das Krankheitsbild war bis 1948 vergessen, seit dieser Zeit sind über 60 Fälle in der Weltliteratur mitgeteilt worden.“<ref>Hans Sarre: Nierenkrankheiten. 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-392804-X, S. 292–295, Zitat S. 292.</ref>

Die Bezeichnung Goodpasture-Syndrom geht auf einen Vorschlag von Stanton und Tange aus dem Jahr 1958 zurück.<ref>François Reubi: Nierenkrankheiten. 3. Auflage. Verlag Hans Huber, Bern / Stuttgart / Wien 1982, ISBN 3-456-81140-3, S. 152–156, Zitat S. 152.</ref><ref>M. G. Stange, J. D. Tange: Goodpasture’s syndrome. In: Australasian Annals of Medicine. Band 7, 1958, S. 132.</ref>

Folgendes war noch 1979 anerkanntes Lehrbuchwissen mit weltweiter Bedeutung: „Die Erkrankung führt innerhalb weniger Monate zum Tode und wird durch Corticosteroide oder Antibiotika nicht beeinflußt. Heilungen nach bilateraler Nephrektomie wurden beschrieben.“<ref>Karl Vossschulte, Hanns Gotthard Lasch, F. Heinrich (Hrsg.): Innere Medizin und Chirurgie. 2. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1981, ISBN 3-13-562602-4, S. 354.</ref>

Pathophysiologie

Nach heutigem Verständnis wird die Erkrankung durch gebildete Autoantikörper gegen die Basalmembran der Blutgefäße, insbesondere im Bereich der Nierenglomeruli und der Lungenbläschen, verursacht. Nach der klassischen Systematik von Allergien nach Pathomechanismus liegt somit eine Autoimmunerkrankung vom Typ II vor (komplementverbrauchende Hypersensitivitätsreaktion von Typ II nach Gell und Coombs<ref>Walter Siegenthaler et al. (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York 1992, ISBN 3-13-624303-X, S. 625 f.</ref>). Bewirkt wird eine Entzündungsreaktion im Bereich der Nieren und Lungengefäße vom Typ III. Das Goodpasture-Syndrom ist eine Angiitis der Lungenkapillaren mit Lungenblutungen und einer Glomerulitis-Glomerulonephritis.<ref>Walter Siegenthaler (Hrsg.): Klinische Pathophysiologie. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-449603-8, S. 516 und 962.</ref> Die Lungenbeteiligung verursacht gefährliche Blutungen mit blutigem Auswurf (Hämoptoe, Hämoptysen<ref>Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Lexikon der Medizin. 16. Auflage. Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-86126-126-1, S. 763.</ref>), die zur Lungensiderose (Eisenablagerung) führen.

Das Goodpasture-Syndrom bildet den Typ 1 der rasch progredienten Glomerulonephritis (Rapid Progressive Glomerulonephritis, RPGN); beim Typ 1 wird (in Deutschland) unterschieden, ob eine Lungenbeteiligung vorliegt oder nicht.<ref>Tinsley Randolph Harrison: Harrisons Innere Medizin. 20. Auflage. Band 3, Georg Thieme Verlag 2018, ISBN 978-3-13-243524-7, S. 2665.</ref> Nur bei der RPGN Typ 1 mit Lungenbeteiligung spricht man vom Goodpasture-Syndrom.<ref>Gerd Herold: Innere Medizin 2021. Selbstverlag, Köln 2020, ISBN 978-3-9821166-0-0, S. 609.</ref> Das Vollbild des Goodpasture-Syndroms liegt vor bei einer Anti-GBM-Antikörper-bedingten rasch progredienten Glomerulonephritis mit zusätzlichem Auftreten von pulmonalen Symptomen<ref>Ulrich Kuhlmann u. a. (Hrsg.): Nephrologie. 6. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 2015, ISBN 978-3-13-700206-2, S. 96–101.</ref> beziehungsweise bei der „Anti-Basalmembran-Glomerulonephritis mit pulmonaler Hämorrhagie“ („Vaskulitis durch Anti-Basalmembran-Antikörper“).<ref>Jörg Dötsch, Lutz T. Weber (Hrsg.): Nierenerkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Springer-Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-662-48788-4, S. 71 und 90.</ref>

„Beim Goodpasture-Syndrom ist die hohe Dichte von α3NC1-Domänen von Typ-IV-Kollagen in der Basalmembran von Lungengefäßen und Nierengefäßen dafür verantwortlich, dass überwiegend diese beiden Organe von der Erkrankung betroffen sind.“<ref>Tinsley Randolph Harrison: Harrisons Innere Medizin. 20. Auflage. Band 3. Georg Thieme Verlag, 2018, ISBN 978-3-13-243524-7, S. 2659.</ref>

Die Glomerulonephritis ist eine schnell fortschreitende Glomerulonephritis, die zur Gruppe der diffus-extrakapillären Glomerulonephritiden gezählt wird – es kommt zu Schlingennekrosen und starker Halbmondbildung. Die Antikörper sind gegen die nicht-kollagene Domäne der Alpha-3-Kette des Kollagen Typ IV der glomerulären und alveolären Basalmembran gerichtet. Sie können im Blutserum nachgewiesen werden.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Das Goodpasture-Syndrom als rasch progressive Glomerulonephritis mit pulmonalem Syndrom ist eine Form des pulmorenalen Syndroms<ref>Franz Hrska, Wolfgang Graninger, Michael Frass: Systemerkrankungen. In: Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie. Band 38, Nr. 11, (November) 2003, S. 719–740, hier: S. 730 und 735.</ref> („a subtype of pulmonary-renal syndrome“,<ref>The Merck Manual. 20. Auflage. Kenilworth 2018, ISBN 978-0-911910-42-1, S. 436 f.</ref> „hämorrhagisches pulmorenales Syndrom“,<ref>Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete, Band 3 (F – Hyperlysinämie), Verlag Urban & Schwarzenberg, München / Berlin / Wien 1969, ISBN 3-541-84000-5, S. G 196.</ref> „renopulmonales Syndrom“<ref>Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2020, ISBN 978-3-11-068325-7, S. 646.</ref>).

Vorkommen

Vorlage:Hinweisbaustein Das Goodpasture-Syndrom ist sehr selten (Inzidenz: 0,5–1,8 Fälle pro 1 Mio. Einwohner und Jahr), wobei dies variieren kann - beispielsweise scheinen Neuseeländer maorischer Zugehörigkeit die Erkrankung häufiger auszuprägen und Afrikaner dagegen seltener als Europäer oder Asiaten.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>Helmut Geiger, Dietger Jonas, Tomas Lenz, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Nierenerkrankungen. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-7945-2177-3, S. 142.</ref> Das Syndrom betrifft häufiger Männer als Frauen, die Angaben hierzu sind jedoch sehr unterschiedlich und schwanken. In einer Arbeit aus 2021 wurde für junge Erwachsene zwischen 15 und 40 Jahren beschrieben, dass Frauen zwar insgesamt häufiger an Autoimmunerkrankungen leiden, an Goodpasture jedoch in 85 % der Fälle Männer erkranken.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Die Krankheit weist eine auf das Alter bezogene Zweigipfligkeit aus und kommt am häufigsten in der dritten und sechsten Lebensdekade vor.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> „Bei 8 von 10 Goodpasture-Fällen handelte es sich um Männer zwischen 17 und 27 Jahren, bei denen eine berufliche Expositionsmöglichkeit“ (so Sarre in den 1970er Jahren) mit flüchtigen Kohlenwasserstoffen nachzuweisen war.<ref>Hans Joachim Sarre: Nierenkrankheiten. 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-392804-X, S. 293.</ref>

Diagnose

Die Diagnose ist gesichert, wenn im Urinstatus ein nephritisches Sediment vorhanden ist und wenn sich in der Labordiagnostik anti-glomeruläre Basalmembran-Antikörper (Anti-GBM-AK) zeigen (Immunelektrophorese). „Die Lungenblutungen können der Nierenerkrankung um Wochen oder Monate vorauseilen.“<ref>Karl Vossschulte, Hanns Gotthard Lasch, F. Heinrich (Hrsg.): Innere Medizin und Chirurgie. 2. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1981, ISBN 3-13-562602-4, S. 354.</ref> „Schwere hypochrome Anämie und Hyposiderinämie sind die Folgen.“<ref>Walter Siegenthaler (Hrsg.): Differentialdiagnose innerer Krankheiten. 15. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1984, ISBN 3-13-344815-3, S. 16.42.</ref>

Differenzialdiagnosen sind ein systemischer Lupus erythematodes, Vaskulitiden und Pneumonitiden verschiedener Ursache.

Therapie

Die einer ursächlichen Behandlung mit Medikamenten nicht zugängliche Krankheit ist unheilbar. Allerdings kann mittels immunsuppressiver Medikamente (Cyclophosphamid und Kortikosteroide wie hochdosiertes Prednison sowie Azathioprin) die Bildung neuer Anti-GBM-AK gehemmt werden und eine Remission oder eine Lebensverlängerung erreicht werden. Mit einer Plasmapherese (Plasmaaustausch, Plasmaseparation) werden zirkulierende Anti-Basalmembran-Antikörper entfernt;<ref>Franz Hrska, Wolfgang Graninger, Michael Frass: Systemerkrankungen. In: Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie. Band 38, Nr. 11, November 2003, S. 730.</ref> diese Abtrennung der Antikörperkomplexe<ref>Peter Reuter: Springer Klinisches Wörterbuch 2007/2008. Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-34601-2, S. 698.</ref> geschieht ähnlich wie bei der Plasmaspende mit Dialysegeräten. Vorlage:HinweisbausteinEine solche Plasmaseparation erfolgt in der Regel auf der Intensivstation im Akutstadium. Jedoch muss diese Behandlung mindestens zweimal wöchentlich wiederholt werden, da sich das Plasma schnell nachbildet. Hierbei wird das Plasma anschließend verworfen und nicht wieder den Patienten infundiert.

Auch werden Antihypertensiva therapeutisch eingesetzt. Nierenersatzverfahren (Hämodialyse oder Hämofiltration) sind häufig zur Behandlung erforderlich.<ref>Franz Hrska, Wolfgang Graninger, Michael Frass: Systemerkrankungen. 2003, S. 730.</ref>

Bei einer Immunadsorption werden die Antikörper herausfiltriert und das Blutplasma wird dem Patienten anschließend wieder reinfundiert, wodurch größere Mengen Blut gereinigt werden können. Dadurch bessert sich das Allgemeinbefinden. Es ist zu beachten, dass dabei – zumindest vorübergehend – mit einem Verlust der erworbenen Immunabwehr (Beispiel Impfschutz) zu rechnen ist.

Die Therapie dauert etwa 8 bis 12 Monate. „Dialysepflichtige Patienten sprechen schlechter auf Plasmapherese und Steroide an.“<ref>Tinsley Randolph Harrison: Harrisons Innere Medizin. 20. Auflage. Band 3, Georg Thieme Verlag 2018, ISBN 978-3-13-243524-7, S. 2666.</ref> Rezidive sind eher selten. Beim „terminalen Nierenversagen stellt sich die Frage nach der Durchführung einer Nierentransplantation.“<ref>Helmut Geiger, Dietger Jonas, Tomas Lenz, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Nierenerkrankungen. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-7945-2177-3, S. 85–87, Zitat S. 86.</ref>

Prognose

Durch eine Alveolitis verursachte rezidivierende Lungenblutungen können lebensbedrohlich sein und mit schwerer Atemnot und mit restriktiven Ventilationsstörungen einhergehen.<ref>Walter Siegenthaler (Hrsg.): Differentialdiagnose innerer Krankheiten. 15. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1984, ISBN 3-13-344815-3, S. 16.42.</ref> Die Glomerulonephritis schreitet rasch bis zum Nierenversagen vor. Ohne Therapie ist die Prognose des Goodpasture-Syndroms infaust, wobei der Tod meist nach sechs Monaten infolge der Komplikationen eintritt. Die Krankheit verläuft rasch progredient, daher ist eine frühe Diagnosestellung wichtig. Bei frühzeitiger Therapie kann die Nierenfunktion bei über 60 Prozent der Patienten erhalten werden.<ref>Vgl. Franz Hrska, Wolfgang Graninger, Michael Frass: Systemerkrankungen. 2003, S. 730.</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein