Goldstaub-Laubkäfer
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| Goldstaub-Laubkäfer | ||||||||||||
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| Datei:Hoplia argentea G1.JPG
Goldstaub-Laubkäfer Hoplia argentea | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hoplia argentea | ||||||||||||
| (Poda, 1761) |
Der Goldstaub-Laubkäfer (Hoplia argentea), auch unter den Synonymen Silbriger Purzelkäfer<ref>Arthropoda. Abgerufen am 23. Februar 2019.</ref> und Mehliger Laubkäfer<ref>Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos-Insektenführer. Franckh-Kosmos Verlag GmbH & Co., Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07682-2, S. 176–177.</ref> bekannt, ist ein Käfer aus der Familie der Blatthornkäfer.
Merkmale
Goldstaub-Laubkäfer werden etwa einen Zentimeter lang. Sie sind leicht erkennbar an den dichten Schuppen, die silbrig gelblich oder grünlich, manchmal bräunlich wie mit glänzendem Puder bestäubt, schimmern.
Systematik
Der Goldstaub-Laubkäfer wurde erstmals 1761 vom Jesuiten, Mathematiker und Entomologen Nicolaus Poda von Neuhaus als Scarabaeus argentea in seinem Werk Insecta Musei Graecensis beschrieben. Dies war das erste rein entomologische Buch, das die Nomenklatur von Linné verwendete. Das Synonym Hoplia farinosa Linnaeus, 1761<ref name="Fauna">Hoplia argentea (Poda 1761). Fauna Europaea, Version 1.3, 19.04.2007, abgerufen am 13. Juli 2007.</ref> ist daher kein gültiger Name. Die Gattung Hoplia gehört in die Unterfamilie der Rutelinae, diese wird neuerdings von einigen Entomologen als eigene Familie Rutelidae aufgefasst.
Verbreitung
Die Käfer sind im Alpen- und Voralpenraum häufig. Eine Verbreitungskarte findet sich in der Fauna Europaea. Die Käfer bevorzugen offene Landschaften mit Feldgehölzen, Parkanlagen, Mischwälder, verwilderte Gärten, Waldränder und Wiesen. Tagsüber verstecken sie sich unter Grasbüscheln oder im Laub.
Lebensweise
In der Dämmerung gehen sie auf Partnersuche. Die Orientierung erfolgt über den Geruchssinn. Die Käfer ernähren sich von Pollen. Die Larven gehören zu den Engerlingen und ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Sie verursachen keine Schäden. Die Generationsdauer beträgt 2 Jahre.
Farben
Die Schuppen erzeugen Interferenzfarben (wie bei Schmetterlingen). Rücker<ref>Pflügers Archiv, Band 231, 1933, S. 729–741</ref> maß an Goldstaub-Blattkäfern die Reflexion des Sonnenlichtes im Wellenlängenbereich von 430–700 nm. Unter allen gemessenen Insekten zeigte der Goldstaub-Blattkäfer die höchste Gesamtreflexion: sein Rückenpanzer reflektiert 38,1 % des Sonnenlichtes.
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Franz Rücker: Die Farben der Insekten und ihre Bedeutung für den Wärmehaushalt, in Pflüger’s Archiv für die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere, Springer Wien 1933, Band 231, S. 729–741. ISSN 0031-6768 (Internet Vollversion von Rücker’s Arbeit doi:10.1007/BF01754587)