Goldbühl
Goldbühl Markt Arberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(89)&title=Goldb%C3%BChl 49° 8′ N, 10° 38′ O
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| Höhe: | 466 (458–483) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 89 (2016)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91722 | |||||
| Vorwahl: | 09836 | |||||
Goldbühl ist ein Gemeindeteil des Marktes Arberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Goldbühl liegt in der Gemarkung Kemmathen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt rund zweieinhalb Kilometer südöstlich von Arberg. Der Ort liegt am Hambach, einem linken Zufluss des Wurmbachs, der ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Im Westen erhebt sich der Weißenberg (502 m ü. NHN) im Eiburger Hölzlein. Im Norden liegt das Waldgebiet Kreuzschlag, im Osten grenzt das Flurgebiet Speck an, im Südwesten befindet sich der Juden- und der Moßberg (493 m ü. NHN).
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,9 km südwestlich) zwischen Großlellenfeld (1 km südöstlich) bzw. Kemmathen (1,7 km nordwestlich) führt. Ein Wirtschaftsweg führt nach Oberhambach (2,2 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Vor- und Frühgeschichte
In der Flur von Goldbühl wurden Lesefunde aus der Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit (u. a. ein geschliffenes Steinbeil) gemacht. Eine Randscherbe stammt aus der Urnenfelderkultur.<ref>H. Thoma: Unser Goldbühl, S. 9.</ref>
Geschichte
Älteste archäologische Funde datieren um 1175. Es handelt sich um Spuren einer Rodungssiedlung am Rande des Eichstätter Forstes Klobenbruck. Nördlich des Ortes, „am Arberger Weg“ und „im Feld“, wurde eine mittelalterliche Hofstelle unbekannten Namens archäologisch ergraben. Die Funde, unter anderem ein Spielzeugpferdchen und Keramikfunde, datieren zwischen 1275 und 1400.<ref>Hermann Thoma, Peter Vychitil: Eine mittelalterliche Wüstung bei Goldbühl, Markt Arberg, Lkr. Ansbach. In: Beiträge zur Archäologie in Mittelfranken. Bd. 5 (1999) S. 197–208.</ref> Östlich von Arberg ist eine Siedlung „Gunzendorf“ abgegangen, die archäologisch noch nicht nachgewiesen wurde.<ref>H. Thoma: Unser Goldbühl, S. 10.</ref>
Der Ort wurde erstmals um 1300 als „Goltpuhel“ erwähnt. Am 18. Mai 1322 wurde Konrad der Schenk von Arberg, genannt „der Goltbuehel“, als Schiedsrichter bei einem Streit zwischen Ulrich von Ellrichshausen und dem Kloster Heilsbronn angenommen. 1333 wurde Heinrich der Schenk von Arberg als „der Goltpuhel“ bezeichnet. Ob die Schenken von Arberg in Goldbühl ein festes Herrenhaus hatten, ist ungewiss.<ref>H. Thoma: Unser Goldbühl, S. 42.</ref>
1517 wurde vermerkt, dass die Hochgerichtsbarkeitsgrenze zwischen dem Hochstift Eichstätt und dem Markgraftum Brandenburg-Ansbach unmittelbar südlich des Weilers verläuft. Im Jahr 1615 wurden in Goldbühl zehn Anwesen genannt. Die Grundherren waren das Hochstift Eichstätt (sieben Anwesen), das Markgräfliche Oberamt Gunzenhausen (zwei Anwesen, davon ein Anwesen des ehemaligen Klosters Heilsbronn) und des Lentersheim-Mur (ein Anwesen, später Deutschorden). Zum Vergleich: 2002 zählte das Dorf 28 Anwesen.
Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Goldbühl dem Steuerdistrikt Arberg und der Ruralgemeinde Kemmathen zugewiesen. Diese Gemeinde gehörte zum Landkreis Feuchtwangen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde sie am 1. Januar 1971 nach Arberg eingemeindet<ref>Arberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 18. April 2025.</ref> und gehörte ab dem 1. Juli 1972 zum Landkreis Ansbach.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Beatae Mariae Virginis (Großlellenfeld) gepfarrt.<ref name="OV 1846"/><ref>Pfarrverband Obere Altmühl-Heide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 17. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Dreifaltigkeitskirche (Unterschwaningen) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Baudenkmal
- Der Bildstock in der Ortsmitte ist ein eingetragenes Baudenkmal. Der massiv gemauerte und verputzte Satteldachbau stammt aus dem 17./18. Jahrhundert.<ref>Denkmalliste für Arberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref><ref>Hans Wolfram Lübbeke, Otto Braasch: Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler. Band 5 von Denkmäler in Bayern, hrsg. von Michael Petzet, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1986, ISBN 3-486-52396-1. S. 217</ref> Er weist einen Stichspitzbogennische mit Tonnengewölbe und Holzgitter auf.<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 61.</ref>
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Regelmäßige Veranstaltungen
Am ersten Sonntag im Oktober fand bis ins Jahr 1999 in Goldbühl eine Wirtskirchweihe, als ein Zweitkirchweihe neben der Pfarrkirchweih, statt.<ref>Karin Wagner: Kirchweih in Franken - Studien zu Terminen und deren Motivation. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dissertation 1971. Druck: Verlag Palm und Enke, 1972. S. 147.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Goldbühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 358 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 444 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 61.
- Hermann Thoma: Unser Goldbühl. Bausteine zur Geschichte des Weilers und seiner Flur. Herausgegeben anlässlich des Abschlusses der Flurerneuerung und Dorferneuerung im Jahre 2003. Ansbach: Direktion für Ländliche Entwicklung 7/2003
Weblinks
- Geschichte der übrigen Ortsteile > Goldbühl. In: arberg.de. Abgerufen am 24. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Goldbühl in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Goldbühl im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Arberg | Eybburg | Georgenhaag | Goldbühl | Gothendorf | Großlellenfeld | Kemmathen | Kleinlellenfeld | Mörsach | Oberschönau | Unterschönau | Waffenmühle