Zum Inhalt springen

Goldbeck (Unternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Goldbeck GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | GB W k RGB.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1969
Sitz Bielefeld, Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Deutschland
Leitung
  • Jörg-Uwe Goldbeck
  • Jan-Hendrik Goldbeck
  • Oliver Schele
  • Hans-Jörg Frieauff
Mitarbeiterzahl 14.000 (2026)<ref name="zdf">Zahlen, Daten, Fakten | GOLDBECK. Abgerufen am 13. April 2026.</ref>
Umsatz 6,3 Mrd. Euro (2024/25)<ref name="zdf"/>
Branche Bauunternehmen, Immobilienmanagement
Website goldbeck.de
Stand: 13. April 2026
Datei:Zentrale Bielefeld.jpg
Unternehmenszentrale Bielefeld

Goldbeck ist die Konzernobergesellschaft der Goldbeck-Gruppe, einem Bauunternehmen mit Sitz in Bielefeld. Sie ist hauptsächlich im gewerblichen und öffentlichen Hochbau tätig. Es gibt über 100 Standorte, davon 16 Werke in Deutschland,<ref>Standorte | GOLDBECK. Abgerufen am 16. September 2025.</ref> Polen, Tschechien und Dänemark.<ref>Übersicht über die Standorte auf der Unternehmenswebsite, Abruf am 16. September 2025</ref>

Geschichte

Das Unternehmen wurde am 1. September 1969 von Ortwin Goldbeck in Bielefeld-Ummeln als Stahlbauunternehmen gegründet.<ref>Tanja Kewes: Teslas Baumeister. In: Handelsblatt, 3. Juli 2020.</ref><ref name="Buch">Paul Edgar Fels: Ein sehr persönliches Buch. In: Westfalen-Blatt, 23. Dezember 2021.</ref> Ein Jahr später erfolgte die Umwandlung der Kommanditgesellschaft in eine GmbH, das Unternehmen firmierte bis 1997 als Goldbeckbau GmbH.<ref>Crefonummer 4010006291, Datenbank der Creditreform, Stand: 22. März 2022.</ref> Die erste Niederlassung entstand 1973 in Langenhagen bei Hannover.<ref name="Geschichte">Unsere Geschichte. Goldbeck GmbH, abgerufen am 28. November 2022.</ref>

1984 setzte Goldbeck ein System der Mitarbeiterbeteiligung um. Ab Mitte der 1980er Jahre fertigte es neben Hallen auch Bürogebäude und Parkhäuser.<ref name="Geschichte" /> In den 1990er Jahren expandierte das Unternehmen, unter anderem durch Inbetriebnahme eines neuen Werks in Treuen im Vogtland (1992),<ref>Firma Goldbeck ehrt Jubilare. In: Neue Westfälische, 3. November 2015.</ref> den Kauf eines Betonfertigteil-Werks in Tschechien (1994)<ref>Goldbeckbau. Leistung gestiegen. Hohe Investitionen. In: Handelsblatt, 17. September 1996.</ref> und die Gründung der Goldbeck International GmbH (1997).<ref>Eintrag zu Goldbeck International GmbH in der Datenbank von Dun & Bradstreet (Stand: 3. Februar 2022).</ref><ref>Historie. In: goldbeck.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Mai 2016; abgerufen am 22. März 2022.</ref>

2001 gründete das Unternehmen Goldbeck Solar und bot mit dieser Tochter im In- und Ausland die Installation von Photovoltaikanlagen auf Industriedächern, Gebäudedächern und Freiflächen an.<ref>Goldbeck an der Spitze. In: Westfalen-Blatt, 28. November 2014.</ref> Im selben Jahr gründete es zusammen mit einem österreichischen Partner das Joint Venture Goldbeck Rhomberg, um Zugang zum Markt in Österreich und der Schweiz zu finden.<ref>Auf reichlich Erfolg gebaut. Goldbeck Rhomberg steigert Umsatz um 26 Prozent auf 169 Millionen Euro. In: Vorarlberger Nachrichten, 14. Juni 2018.</ref> 2007 gab es in der Geschäftsleitung einen Generationswechsel: Ortwin Goldbeck übergab die Unternehmensführung an seine Söhne Jörg-Uwe und Jan-Hendrik Goldbeck.<ref name="Buch" /> In Hamm nahm 2009 ein neues Werk für Betonfertigteile den Betrieb auf.<ref>Goldbeck-Werk eröffnet. Investition von zehn Millionen Euro. Rekord-Bauzeit. In: Neue Westfälische, 22. August 2009.</ref> Vier Jahre später folgten Kauf und Modernisierung eines Werks für Betonfertigteile in Vöhringen bei Ulm.<ref>Goldbeck will Vöhringer Werk ausbauen. In: Südwest Presse, 13. Februar 2013.</ref> Das Photovoltaik-Geschäft wurde mit Wirkung zum 1. April 2018 aus der Unternehmensgruppe ausgegliedert.<ref>Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2018 bis zum 31.03.2019. Publikation im Bundesanzeiger, 17. März 2020.</ref> Im Jahr darauf übernahm Goldbeck den französischen Industrie- und Logistik-Generalunternehmer GSE-Group.<ref>Goldbeck übernimmt GSE-Group. In: Immobilien Zeitung, 28. März 2019.</ref> Mit Blick auf den skandinavischen Markt übernahm das Unternehmen im Jahr 2022 alle Anteile des dänischen Familienunternehmens DS Gruppen.<ref>Goldbeck kauft dänisches Bauunternehmen. In: Westfalen-Blatt. 6. April 2022, abgerufen am 11. Mai 2022.</ref>

Goldbeck hat einen Teil der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg errichtet.<ref>Jan Hauser: Tesla-Fabrik Grünheide: Elon Musk hat vorgegebene Ziele nicht erreicht. In: FAZ.NET. 28. Juli 2023, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 8. August 2023]).</ref>

Produkte und Dienstleistungen

Goldbeck plant und baut unterschiedliche Gebäudetypen: Hallen, Bürogebäude, Parkhäuser, Feuerwehrgebäude, Sporthallen, Wohn- und Schulgebäude. Revitalisierungen werden ebenfalls angeboten.<ref>Produkte & Services. Abgerufen am 17. Dezember 2025.</ref> In dem Bereich revitalisierte das Unternehmen unter anderem das ehemalige Telekom-Hochhaus in Bielefeld, das heute unter dem Namen H1 fungiert.<ref>Neue Location in Bielefeld: So sieht's im „Heins“ aus. Abgerufen am 17. Dezember 2025.</ref><ref>"Heins" im H1: Neues Konzept und Design für Bielefelder Hochhaus. Abgerufen am 17. Dezember 2025.</ref> Goldbeck galt 2013 als Marktführer bei oberirdischen Parkhäusern.<ref>Heike Mann: Beim Parkhausbau ist Goldbeck Marktführer. Auerbacher Zeitung, 6. September 2013. Niclas Seydack: Was passiert jetzt? In: Zeit Campus, 12. November 2019, S. 40.</ref>

Hinzu kommen gebäudenahe Dienstleistungen wie Immobilienmanagement, Gebäudemanagement oder das Management von Parkflächen und Parkhäusern.<ref>Sebastian Kaiser: 30 Millionen Euro in Ummeln investiert. In: Bielefelder Tageblatt, 13. Januar 2020.</ref> Die Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern bei Bau und Betrieb von Immobilien übernimmt eine spezialisierte Einheit (Goldbeck Public Partner).<ref>Goldbeck Services wächst. In: Immobilien Zeitung, 19. November 2020.</ref>

Der mit Abstand größte Umsatzanteil entfällt auf das Baugeschäft.

Zusammenarbeit mit Hochschulen und Engagement

Goldbeck gehört zu den Unternehmen und Organisationen, die seit 2014 die Stiftungsprofessur „Führung von Familienunternehmen“ an der Universität Bielefeld unterstützen.<ref>Sabine Schulze: IHK geht stiften. Neue Professur an der Universität Bielefeld – Familienunternehmen im Mittelpunkt. Westfalen-Blatt, 6. Juni 2014. Christina Hoon ist Stiftungsprofessorin für „Führung von Familienunternehmen“. In: owl-journal.de. 13. Oktober 2015, abgerufen am 11. Mai 2022.</ref> Das Unternehmen stiftete 2019 eine Juniorprofessur für Digital Engineering and Construction am Karlsruher Institut für Technologie.<ref>Goldbeck stiftet Professur. In: Bielefelder Tageblatt, 23. Mai 2019.</ref> Gemeinsam mit Schüco rief das Unternehmen im Folgejahr eine Stiftungsprofessur für Digitales Bauen an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe ins Leben.<ref>Firmen stiften neue Professur. In: Schlänger Zeitung, 17. Februar 2020.</ref>

2009 wurde die Goldbeck Stiftung gegründet. Sie fördert vor allem Projekte in den Gebieten Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Bildung und Soziales.<ref>Ortwin Goldbeck wird Ehrenbürger in Bielefeld. In: Neue Westfälische. 12. Juli 2019, abgerufen am 11. Mai 2022.</ref>

Auszeichnungen

Literatur

  • Georg Meck: Vertrauen ist besser. Ortwin Goldbeck – eine Unternehmerbiografie. Herder. Freiburg, Basel, Wien 2021, ISBN 978-3-451-38923-8.
  • Elena Brenk, Mechthild Hempe: Goldbeck. Seit 1969. teNeues. Kempen 2019, ISBN 978-3-96171-157-4.
  • Anne Kitsch: „Ein inneres Bild unserer zukünftigen Realität“. Ortwin Goldbeck – Reflexionen über eine Unternehmenskultur. Goldbeck, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-923830-61-9.

Weblinks

Commons: Goldbeck – Sammlung von Bildern

Koordinaten: 51° 57′ 50,3″ N, 8° 27′ 26,8″ O

 {{#coordinates:51,963982|8,457456|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweisbaustein