Glycerinsäure
Glycerinsäure ist eine natürliche vorkommende Zuckersäure mit drei Kohlenstoffatomen, die in zwei isomeren Formen vorkommt. Ihre Salze und Ester werden Glycerate genannt.
Vorkommen
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D-Glycerinsäure
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L-Glycerinsäure
Die D-Glycerinsäure kommt natürlich in verschiedenen Pflanzen (zum Beispiel in der Ackerbohne) vor. Die L-Glycerinsäure wurde in der Natur ebenfalls identifiziert, zum Beispiel in Pseudomonas elodea.<ref>P. M. Collins,V. R. N. Munasinghe, Rupert Purchase; Dictionary of carbohydrates;</ref>
Gewinnung und Darstellung
Glycerinsäure kann durch Oxidation von Glycerin mit Salpetersäure gewonnen werden. Alternativ erfolgt die Umsetzung von Quecksilber(II)-oxid in Bariumhydroxidlösung.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Eigenschaften
Glycerinsäure ist eine sirupförmige organische Säure. Sie ist in Wasser und Alkohol leicht löslich.<ref>Vorlage:Brockhaus-1895</ref> Die Verbindung zersetzt sich beim Erhitzen auf 140 °C.<ref name="Römpp" />
Biologische Bedeutung
Mehrere Phosphatderivate der Glycerinsäure, einschließlich 2-Phosphoglycerinsäure, 3-Phosphoglycerinsäure, 2,3-Biphosphoglycerinsäure und 1,3-Biphosphoglycerinsäure, sind wichtige biochemische Zwischenprodukte in verschiedenen Stoffwechselwegen, beispielsweise in der alkoholischen Gärung, der Glykolyse und der Photosynthese.<ref>Glycerinsäure. In: Kompaktlexikon der Biologie.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />