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Kaspische Gleditschie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Gleditsia caspica)

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Kaspische Gleditschie
Datei:Gleditsia caspica.jpg

Kaspische Gleditschie (Gleditsia caspica)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)
Tribus: Caesalpinieae
Gattung: Gleditschien (Gleditsia)
Art: Kaspische Gleditschie
Wissenschaftlicher Name
Gleditsia caspica
Desf.

Die Kaspische Gleditschie<ref name="deutsch" /> (Gleditsia caspica) ist eine Art aus der Gattung der Gleditschien (Gleditsia) in der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt im Iran und in Aserbaidschan. Sie wird selten als Zierstrauch gepflanzt.

Datei:Gleditsia caspica kz2.jpg
Habitus

Beschreibung

Die Kaspische Gleditschie ist ein sommergrüner, breitkroniger, kleiner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 12 Metern erreicht. Es sind zahlreiche, bis zu 15 Zentimeter lange, stark verzweigte und abgeflachte Dornen vorhanden. Die Jungen Triebe sind leuchtend grün und kahl. Die Laubblätter sind 15 bis 25 Zentimeter lang und meist einfach gefiedert. Die Blattspindel und die Blättchenstiele sind behaart. Die doppelt gefiederte Blattspreite besitzt sechs bis acht Fiedern erster Ordnung. Die zwölf bis 24 Blättchen sind glänzend, bis zu 5 Zentimeter lang, eiförmig bis elliptisch, abgerundet bis ausgerandet mit fein gekerbtem Blattrand.<ref name="FdG" /><ref name="Atlas" />

Die Blütezeit liegt im Juni und im Juli. Die dichten, behaarten, traubigen Blütenstände sind 5 bis 10 Zentimeter lang. Die fast sitzenden, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkronblätter stehen in der typischen Form der Schmetterlingsblüte zusammen. Die Hülsenfrüchte sind 20 Zentimeter lang, dünn und säbelartig gebogen.<ref name="FdG" />

Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Aserbaidschan und im nördlichen Iran am Kaspischen Meer und an den unteren Flussläufen des Talysch-Gebirges<ref name="LBS" />. In der Ukraine ist Gleditsia caspica verwildert.<ref name="GRIN" /> Die Kaspische Gleditschie wächst in artenreichen Wäldern, in Trockenwäldern und Steppen auf mäßig trockenen bis frischen, schwach sauren bis alkalischen, nährstoffreichen Böden an sonnigen bis lichtschattigen Standorten.<ref name="FdG" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung von Gleditsia caspica erfolgte 1809 durch René Louiche Desfontaines in Histoire des Arbres et Arbrisseaux qui peuvent etre cultivés en pleine terre sur le sol de la France Band 2, Seite 247.<ref name="GRIN" /> Das Artepitheton caspica verweist auf das Verbreitungsgebiet am Kaspischen Meer.<ref name="Genaust2005" /> Synonyme für Gleditsia caspica <templatestyles src="Person/styles.css" />Desf. sind Gleditsia caspia <templatestyles src="Person/styles.css" />Desf. und Gleditsia horrida subsp. caspia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Desf.) Paclt.<ref name="ILDIS" />

Verwendung

Die Kaspische Gleditschie wird sehr selten wegen ihrer bemerkenswerten Früchte und der auffallenden Herbstfärbung als Zierstrauch verwendet. Sie ist stadtklimaverträglich, wärmeliebend und etwas frostempfindlich.<ref name="FdG" /> Sie dient manchmal auch als Bienenweide.<ref name="FdG" />

Nachweise

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 319.
  • Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 978-3-494-01422-7, S. 512.
  • Steve Cafferty: Kosmos-Atlas Bäume der Welt. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10983-0, S. 206.
  • Peter Schütt, Hans Joachim Schuck, Bernd Stimm (Hrsg.): Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8, S. 197.

Weblinks

Commons: Kaspische Gleditschie (Gleditsia caspica) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="deutsch"> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 319, nach Fitschen: Gehölzflora, S. 512 und nach Cafferty: Kosmos-Atlas Bäume der Welt, S. 206 </ref> <ref name="FdG"> Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 319. </ref> <ref name="Atlas"> Steve Cafferty: Kosmos-Atlas Bäume der Welt. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10983-0, S. 206. </ref> <ref name="LBS"> Peter Schütt, Hans Joachim Schuck, Bernd Stimm (Hrsg.): Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8, S. 197. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Genaust2005"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 268 (Nachdruck von 1996). </ref> <ref name="ILDIS"> Gleditsia caspia. In: ILDIS = International Legume Database & Information Service - World Database of Legumes, Version 10.01 vom November 2005. Abgerufen am 9. Mai 2015. </ref> </references>