Zum Inhalt springen

Glänzendes Laserkraut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Glänzendes Laserkraut
Datei:Laserpitium nitidum RF.jpg

Glänzendes Laserkraut (Laserpitium nitidum)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Laserkräuter (Laserpitium)
Art: Glänzendes Laserkraut
Wissenschaftlicher Name
Laserpitium nitidum
Zanted.

Das Glänzende Laserkraut (Laserpitium nitidum) ist einer Pflanzenart aus der Gattung der Laserkräuter (Laserpitium) in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Das Glänzende Laserkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 70 Zentimeter erreicht. Teilweise sind die oberirdischen Pflanzenteile steifborstig behaart. Der aufrechte Stängel ist feingerillt und oben verzweigt.

Die Laubblätter sind dicklich. Die Blattoberseite ist kahl und die -unterseite glänzend. Die Grundblätter sind relativ lang gestielt. Bei den Grundblättern ist die Blattspreite im Umriss dreieckig oder breit-eiförmig<ref name="Thellung1965" /> und sie sind dreifach gefiedert, ihre Blattabschnitte sind gelappt und am Rand dicht gesägt sowie kurz borstig bewimpert. Die Blattabschnitte letzter Ordnung sind bei einer Länge von 1,5 bis 3 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 1,5 Zentimetern länglich-eiförmig bis eiförmig mit herzförmigem bis breit-keilförmigem Grund.<ref name="Thellung1965" /> Die oberen Stängelblätter sitzen auf engen, hautrandigen Scheiden, sind weniger stark zerteilt und ihre Abschnitte oft tiefer sowie schmaler eingeschnitten.<ref name="Thellung1965" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Der doppeldoldige Blütenstand ist relativ groß und 15- bis 25-, selten bis zu 35-strahlig.<ref name="Thellung1965" /> Die zahlreichen Hüllblätter sind zuletzt oft zurückgeschlagen.<ref name="Thellung1965" /> Die zahlreichen Hüllchenblätter sind meist häutig und bewimpert.<ref name="Thellung1965" />

Die zwittrige Blüte besitzt eine doppelte Blütenhülle. Die Kelchzähne sind kurz und lanzettlich-pfriemlich.<ref name="Thellung1965" /> Die weißen Kronblätter sind etwa 1,5 Millimeter lang und fast 2 Millimeter breit und am oberen Ende mit einem eingeschlagenen eingerollten Läppchen.<ref name="Thellung1965" /> Die zwei Griffel sind mit einer Länge von kaum 0,5 Millimetern nur kurz.<ref name="Thellung1965" />

Die strohgelben Teilfrüchte sind bei einer Länge von 5 bis 6 Millimetern sowie einer Breite von 4 bis 4,5 Millimetern breit-ellipsoid und breit geflügelt.<ref name="Thellung1965" />

Vorkommen

Dieser Endemit kommt nur im nördlichen Italien vom Comer See bis zum Gardasee vor.<ref name="PortalFoItaly" />

Sie ist an warmen, trockenen Standorten wie Berghängen und Weiden zu finden, meist über Kalkstein. Im Valvestino kommt Laserpitium nitidum in Höhenlagen von 1000 bis 1800 Metern vor.<ref name="Thellung1965" /> Das Glänzende Laserkraut ist in seinem gesamten kleinen Areal selten.

Taxonomie

Die Erstbeschreibung von Laserpitium nitidum erfolgte 1818 durch Giovanni Zantedeschi in Commentari dell’Ateneo di Brescia 1815. Seite 89.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

  • Gunter Steinbach (Hrsg.): Alpenblumen. (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Thellung1965"> Albert Thellung: Umbelliferae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 1491–1492. </ref> <ref name="Euro+Med"> Ralf Hand (2011+): Apiaceae. Datenblatt Laserpitium nitidum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="PortalFoItaly"> Datenblatt Laserpitium nitidum bei Datenblatt Laserpitium nitidum mit Fotos und Verbreitung in Italien bei Portale della Flora d'Italia - Portal to the Flora of Italy.* Datenblatt Laserpitium nitidum bei Datenblatt Laserpitium nitidum mit Fotos und Verbreitung in Italien bei Portale della Flora d'Italia - Portal to the Flora of Italy. </ref> </references>

Weblinks