Glänzender Ehrenpreis
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| Datei:Veronica polita eF.jpg
Glänzender Ehrenpreis (Veronica polita) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Veronica polita | ||||||||||||
| Fr. |
Der Glänzende Ehrenpreis<ref name="InfoFlora" /> (Veronica polita), auch Glanz-Ehrenpreis<ref name="FloraWeb" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ehrenpreis (Veronica) innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Glänzende Ehrenpreis wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht meist Wuchshöhen von 8 bis 15 Zentimetern. Der kahle und kräftig wirkende Stängel besitzt am Grunde in der Regel zahlreiche, niederliegende oder aufsteigende Seitenzweige.
Die gegenständigen Laubblätter sowie die wechselständigen Deckblätter sind kurz gestielt. Die etwas dickliche, glänzende, fast kahle Blattspreite ist halbkreisförmig-dreieckig geformt und dunkelgrün gefärbt. Der Blattrand ist grob gekerbt und deutlich nach unten umgerollt. Die Blattunterseite ist deutlich blasser als die Oberseite und viel dichter behaart.
Generative Merkmale
Der Glänzende Ehrenpreis blüht vorwiegend in den Monaten April bis Juni und meist auch noch von Juli bis Oktober. Die Blüten stehen in einem traubigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten weisen einen Durchmesser von 5 bis 8 Millimetern auf und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die Blütenkrone ist von himmelblauer Farbe, selten auch fast weiß und besitzt in der Regel einen dunklen Schlundring.
Die 3 bis 4 Millimeter lange und 4 bis 6 Millimeter breite Kapselfrucht ist rundlich oder nierenförmig und schwach ausgerandet. Sie besitzt einen dichten Pelz kurzer, drüsenloser Haare und dazu kürzere und lange Drüsenhaare. Der Griffel hat eine Länge von meist 1 bis 1,6 Millimetern. Die kaum behaarten Kelchzipfel sind breit eiförmig und greifen am Grunde übereinander.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Veronica polita ist von Südskandinavien bis in den Mittelmeerraum, Makaronesien und bis zum Himalaja und von Zentral- bis Ostasien verbreitet. Der Glänzende Ehrenpreis kommt in Europa in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Island. Veronica polita kommt auch auf den Kanaren sowie Madeira und auch von Nordafrika bis zum Iran, in Arabien, Somalia, Korea und Japan vor.<ref name="GRIN" /><ref name="POWO" /> In Indien und China, in Nord- und Südamerika ist er ein Neophyt.<ref name="POWO" /> Er kommt in Mitteleuropa meist verbreitet vor.
In Deutschland und Österreich ist der Glänzende Ehrenpreis verbreitet und zum Teil ziemlich häufig zu finden; nur in Norddeutschland fehlt er über größere Strecken. In der Schweiz kommt der Glänzende Ehrenpreis nur im zentralen Gebiet seltener vor, sonst ist er verbreitet zu finden. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental), Salztoleranz = 1 (tolerant).<ref name="InfoFlora" />
Veronica polita wächst in Ackerunkrautgesellschaften, Weinbergen und Gärten. Der Glänzende Ehrenpreis gedeiht meist auf mehr oder weniger frischen, meist nährstoffreichen und oft etwas sandigen Lehmböden. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Thlaspio-Veronicetum politae aus dem Verband Fumario-Euphorbion.<ref name="Oberdorfer2001" />
Systematik
Die Erstbeschreibung von Veronica polita erfolgte 1828 durch Elias Magnus Fries in Novitiae Florae Suecicae. Edit. Altera, Auctior et in Formam Commentarii in Cel. Wahlenbergii Floram Suecicam Redacta, Seite 1.<ref name="GRIN" /> Synonyme für Veronica polita <templatestyles src="Person/styles.css" />Fr. sind: Pocilla polita <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fr.) Fourr., Veronica agrestis subsp. polita <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fr.) Schübl. & G.Martens, Veronica agrestis subsp. polita <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fr.) Rouy, Veronica agrestis var. polita <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fr.) Wahlenb.<ref name="POWO" />
Je nach Autor gibt es etwa zwei Unterarten:<ref name="POWO" />
- Veronica polita subsp. lilacina <templatestyles src="Person/styles.css" />(T.Yamaz.) T.Yamaz. (Syn.: Veronica didyma var. lilacina <templatestyles src="Person/styles.css" />T.Yamaz., Veronica polita var. lilacina <templatestyles src="Person/styles.css" />(T.Yamaz.) T.Yamaz.): Sie kommt im westlichen Himalaja und in Korea, Japan sowie Nansei-shoto vor.<ref name="POWO" />
- Veronica polita <templatestyles src="Person/styles.css" />Fr. subsp. polita
Literatur
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Veronica polita Fr., Glanz-Ehrenpreis. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="POWO"> Veronica polita. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora">Veronica polita Fr. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> </references>