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Gisela Bär

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Datei:Gisela Bär.jpg
Gisela Bär

Gisela Bär (* 14. Oktober 1920 in Pforzheim; † 8. September 1991 ebenda) war eine deutsche Bildhauerin.

Leben und Beruf

Gisela Bär besuchte die Hildaschule in Pforzheim. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Psychologie in Stuttgart. Noch während des Zweiten Weltkriegs unternahm sie ihre ersten Versuche in der Kleinbildhauerei. Daraufhin begann sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ein Studium der Bildhauerei. Nach einem schweren Luftangriff auf Stuttgart 1944 verließ sie die Stadt. Sie kehrte nach Pforzheim zurück, wo sie den Luftangriff am 23. Februar 1945 überlebte. Ab 1948 besuchte sie die Staatliche Höhere Fachschule für Edelmetallgewerbe, Kunst und Gestaltung Pforzheim in Pforzheim. 1950 zog sie nach Karlsruhe und besuchte die dortige Akademie für Bildende Kunst. 1954 erhielt sie eine Auszeichnung anlässlich der Ausstellung „Junge Badische Kunst der Gegenwart“, im Jahr darauf folgte der Württembergisch-Badische Kunstpreis.

1958 zog Bär zurück nach Pforzheim, wo sie ihr eigenes Atelier einrichtete und bis zu ihrem Lebensende als Künstlerin tätig war. Ihre künstlerischen Arbeiten waren meist in Bronze gefertigte sakrale Skulpturen und Reliefs.<ref>[1]</ref> Ihre Werke sind heute in Kirchen und an vielen anderen Orten in Deutschland zu finden.

Werke (Auswahl)

Datei:St. Pirmin Gründer der Abtei Reichenau (2025).jpg
Pirmin-Statue von Gisela Bär am Zugangsdamm zur Reichenau
Datei:Sculpture of Albertus Magnus, Unterlinden, Freiburg im Breisgau, Germany - 20110116.jpg
Restaurierte Skulptur von Albertus Magnus in Unterlinden (Freiburg im Breisgau)
Datei:St Johannes Rohrbach Eingangsfassade Relief Kreuzigung.jpg
Relief Kreuzigung an der Fassade der St.-Johannes-Kirche in Heidelberg-Rohrbach
In Pforzheim
Weitere Werke

Ehrungen

  • 1954: Auszeichnung bei der Ausstellung „Junge Badische Kunst der Gegenwart“<ref name="Schnell-Henze"/>
  • 1955: Württembergisch-Badischer Kunstpreis<ref name="Schnell-Henze"/>
  • 2005: Benennung der „Gisela-Bär-Straße“ in Pforzheim<ref>Rathje: Die Pforzheimer Straßennamen. S. 92.</ref>

Literatur

  • Rolf Constantin: Aus der Stille heraus gewirkt, Die Bildhauerin Gisela Bär in Pforzheim verstorben. In: Konradsblatt. Nr. 41, 13. Oktober 1991, S. 28
  • O. G.: Von Kunst und Künstlern – Gisela Bär. In: Die Kunst und das schöne Heim. 57. Jg.,1958, 1, S. 19, ISSN 0023-5423
  • Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Stadtkreises Mannheim (= Die Kunstdenkmäler in Baden-Württemberg. Band 1, Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg). Deutscher Kunstverlag, München 1982, ISBN 3-422-00556-0, S. 703–708.
  • Ulf Rathje: Die Pforzheimer Straßennamen (= Materialien zur Stadtgeschichte. 22, Herausgegeben vom Stadtarchiv Pforzheim – Institut für Stadtgeschichte, Regionalkultur). Ubstadt-Weiher 2009, ISBN 978-3-89735-589-7, S. 92.
  • Jacob Reisner: Treue zur Tradition ; Bildwerke von Gisela Bär, In: Die Kunst und das schöne Heim. 62. Jg., 1964, S. 210–211, ISSN 0023-5423
  • Hugo Schnell, Anton Henze: Bildhauerinnen der Gegenwart Gisela Bär. In: Das Münster. 9. Jg., 1956, 7/8, S. 242–243, ISSN 0027-299X
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
  • Peter Wiench: Bär, Gisela. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 6, Saur, München u. a. 1992, ISBN 3-598-22746-9, S. 243.
  • Leonie Beiersdorf und Frank Engehausen: Forschungsprojekt: NS-Vergangenheit südwestdeutscher Landtagsabgeordneter nach 1945. Teilprojekt: NS-Bezüge der im Landtag von Baden-Württemberg ausgestellten Kunstwerke, herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, S. 39–41 (online).

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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