Gisbert Schneider (Organist)
Gisbert Schneider (* 14. Januar 1934 in Wattenscheid; † 1. Dezember 2018 in Velbert<ref>Gerd Haun: Velberter Organist Gisbert Schneider (84) ist gestorben. In: WAZ plus. WAZ, 7. Dezember 2018, abgerufen am 10. Dezember 2018.</ref>) war Professor für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation an der Folkwang Hochschule Essen und Kirchenmusikdirektor.
Leben
Gisbert Schneider wuchs in Weimar auf. Er erhielt in den Jahren 1946 bis 1948 Orgelunterricht bei Johannes Ernst Köhler.<ref name=":0">Kirchenmusiken in der Petrikirche zu Mülheim an der Ruhr 1969-1970. Ev. Altstadtgemeinde Mülheim an der Ruhr, 1969, S. 32.</ref> Das Kirchenmusik- und Kapellmeisterstudium absolvierte er ab 1948 bei Siegfried Reda an der Folkwang Hochschule Essen und schloss es 1955 mit dem A-Examen ab.<ref name=":0" /> Bereits 1954 war er auf eine Kirchenmusikerstelle an der Christuskirche in Velbert berufen worden.<ref name=":0" /> Ab 1961<ref name=":1">Folkwang trauert um Gisbert Schneider. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. September 2020; abgerufen am 15. Dezember 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> war er zudem Dozent an der Folkwang Hochschule Essen, 1970 wurde er dort zum Professor ernannt.<ref>uni-protokolle.de, abgerufen am 17. März 2010</ref> Zum 1. Oktober 1969 übernahm er, nach dem frühen Tod seines Lehrers Siegfried Reda im Dezember 1968, die damals noch nebenamtliche Organistenstelle an der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr,<ref name=":0" /> die er bis 1975 innehatte.<ref name=":1" />
Schneider war Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe und erhielt 1958 den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Neben der internationalen Konzerttätigkeit war er Jurymitglied internationaler Orgelwettbewerbe. Besonders enge wissenschaftliche Kooperationen gab es mit der Musikakademie Krakau bzw. Jan Jargon. Von Gisbert Schneider gibt es Rundfunk und Schallplattenaufnahmen sowie CD/SACD-Einspielungen. Er war Gründer und mehr als 50 Jahre Leiter der Kantorei Velbert. 1996 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.<ref>Folkwang trauert um Gisbert Schneider auf der Website der Folkwang Hochschule, 10. Dezember 2018, abgerufen am 15. April 2023.</ref>
Diskografie (unvollständig)
- Wilhelm Middelschulte (1863–1943): Orgelwerke, Gisbert Schneider an der Großen Alexander-Schuke-Orgel im Dom zu Erfurt, Audio-CD 1997, Cybele Records
- Johann Sebastian Bach: Orgelwerke auf der großen Silbermann-Orgel im Dom zu Freiberg, Gisbert Schneider, Mehrkanal SACD abspielbar auch auf herkömmlichen CD-Playern, 2003, Cybele Records
Weblinks
- Werke von und über Gisbert Schneider im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Gisbert Schneider bei Discogs
- Andreas Jacob: Folkwang trauert um Gisbert Schneider auf der Website der Folkwang Hochschule, 10. Dezember 2018
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schneider, Gisbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Organist, Hochschullehrer und Kirchenmusikdirektor |
| GEBURTSDATUM | 14. Januar 1934 |
| GEBURTSORT | Wattenscheid |
| STERBEDATUM | 1. Dezember 2018 |
| STERBEORT | Velbert |
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- Deutscher
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