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Gesetz der Massenproduktion

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Das Gesetz der Massenproduktion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) besagt in der Betriebswirtschaftslehre, dass bei zunehmender Produktionsmenge die Produktionskosten pro Stück (Stückkosten) sinken, so dass in einem Unternehmen entweder die Preise gesenkt oder – bei konstant bleibenden Preisen – die Gewinne erhöht werden können.

Allgemeines

Das Gesetz der Massenproduktion entwickelte im Jahre 1910 der Volkswirt Karl Bücher.<ref>Karl Bücher, Gesetz der Massenproduktion, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft Nr. 66, 1910, S. 429 ff.</ref> Er ging davon aus, dass die gesamten Stückkosten mit zunehmender Beschäftigung sinken, weil – bei konstanten variablen Stückkosten – die Fixkosten pro Stück umgekehrt proportional sinken. Dieses Gesetz gilt jedoch nicht nur in der industriellen Massenproduktion, wie er annahm, sondern für jedes Unternehmen mit Fixkosten.<ref>Reinhold Sellien, Dr. Gablers Wirtschafts-Lexikon: Zweiter Band, 1977, Sp. 1779</ref>

Inhalt

Ausgangspunkt sind die Gesamtkosten <math>K</math> als Funktion der Produktionsmenge <math>x</math>, also die Kostenfunktion. Entstehen durch den Produktionsprozess Fixkosten <math>K_{\text{f}} </math> und konstanten variablen Stückkosten <math>k_\text{v}</math>, so ist die Kostenfunktion eine lineare Funktion der Form

<math>K(x)= k_{\text{v}} x + K_{\text{f}}.</math>

Hieraus erhält man nach Division durch <math>x</math> die Stückkostenfunktion

<math>k(x) = k_\text{v} + \frac{K_\text{f}}{x}</math>

Mit zunehmender Produktionsmenge sinken somit die Stückkosten, da die variablen Stückkosten konstant sind und die Fixkosten auf eine immer größere Ausbringungsmenge aufgeteilt werden. Diesen Effekt bezeichnet man als Kostendegression.

Allgemein liegen sinkende Stückkosten vor, wenn die Grenzkosten <math>K'</math> kleiner als die Stückkosten sind:

<math>K' < k</math>.

Die Mindestmenge, von der an diese Kostendegression vorteilhaft zu werden beginnt, nennt Bücher die „Nutzschwelle der Massenfabrikation“.<ref>Karl Bücher, Die Entstehung der Volkswirtschaft: Vorträge und Aufsätze, Band 21, 1922, S. 103</ref> Erich Gutenberg sprach 1960 von „kritischer Menge“<ref>Erich Gutenberg, Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Band 1: Die Produktion, 1960, S. 82</ref> und kritisierte, dass Bücher nicht klar genug erkannt habe, dass dem von ihm analysierten Sachverhalt zwei verschiedene Tatbestände innewohnen. Unter der „Nutzhöhe“ versteht Bücher diejenige Produktionsmenge, bei der sich die niedrigsten relativen Produktionskosten ergeben (Kostenoptimum).

Bedeutung

Insbesondere die weltweite industrielle Massenproduktion nutzt die Erkenntnisse dieses Gesetzes. Dabei lässt sich die Produktionsmenge ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bis zur bestehenden Kapazitätsgrenze bei abnehmenden fixen Stückkosten ausdehnen. Wird die Kapazität sogar durch Erweiterungsinvestitionen erhöht, setzen sich die Größenvorteile wachsender Betriebsgröße durch Skaleneffekte in Form zunehmender Skalenerträge ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) fort. Das Gesetz der Massenproduktion regt daher Unternehmen zu organischem Unternehmenswachstum an, wodurch sich die Marktanteile (und Marktmacht) steigern lassen. Je mehr die Massenproduktion ausgedehnt wird, umso mehr kann ein Unternehmen den Preis dieser Massenprodukte senken. Da die Produktion größerer Mengen niedrigere kostendeckende Preise erlaubt, kommt es zu einem Verdrängungswettbewerb, der theoretisch im so genannten natürlichen Monopol endet. Das Gesetz macht sich den Effekt der Fixkostendegression zu Nutze.

Einzelnachweise

<references />