Gesellschaft zur Rettung des Störs
| Gesellschaft zur Rettung des Störs e. V. (GRS) | |
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| colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | GRS Logo.jpg | |
| Rechtsform | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (ZVR: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Gründung | 1. Juli 1994 in Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt<ref name="sturgeon-gruendung">Gesellschaft zur Rettung des Störs - Gründung. Abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref> |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Eckhard Anders, Gerd-Michael Arndt, Lutz Debus, Jörn Gessner, Dietmar Firzlaff, Martin Hochleithner, Frank Kirschbaum, Toni Lelek, Harald Rosenthal, Jörg Schneider & Siegfried Spratte<ref name="sturgeon-gruendung" /> |
| Sitz | Fischerweg 408, 18069 Rostock |
| Vorläufer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Zweck | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Schwerpunkt | Wiedereinbürgerung des Störs (Acipenser sturio und Acipenser oxyrinchus) |
| Aktionsraum | Deutschland |
| Vorsitz | Jörn Gessner, Gerd-Michael Arndt, Siegfried Spratte & Carsten Kühn |
| Geschäftsführung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | 40 |
| Website | sturgeon.de |
Die Gesellschaft zur Rettung des Störs e. V. (GRS) ist ein deutscher Verein mit Sitz in Rostock, der am 1. Juli 1994 am Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main gegründet wurde. Derzeit steht die GRS nur Fachmitgliedern offen. Eine Satzungsänderung zur Ermöglichung von Fördermitgliedschaften ist in Planung. Die Wiedereinbürgerung des Störs in Deutschland durch die GRS ist eines der Leuchtturmprojekte des Bundesamts für Naturschutz (BfN).
Hintergrund
Durch Überfischung und Querverbauung von Flüssen brachen die im Nord- und Ostseeraum heimischen Störpopulationen bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zusammen. 1993 wurde ein Nordseestör (Acipenser sturio) gefangen und an die Kantine des deutschen Bundesministeriums des Innern verkauft, wo er verzehrt wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Perspektiven für eine Wiederansiedlung des Europäischen Störs (Acipenser sturio L., 1758) im Einzugsgebiet des Rheins ( vom 27. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref> Eine vermutlich in Freiheit nicht mehr überlebensfähige Reliktpopulation des Acipenser sturio existiert heute im Gironde-Garonne-System (letzte natürliche Vermehrungen 1984, 1988, 1994, 1995).
Bereits 1975 begann das französische Institut de recherche en sciences et technologies pour l’environnement (CEMAGREF), diesen Restbestand zu untersuchen und erste Empfehlungen zum Schutz der Population auszusprechen. Gefolgt wurde dies von Bemühungen, Störe in Gefangenschaft zu vermehren und die Nachzucht für Besatzmaßnahmen zu verwenden. Eine Vermehrung gelang in den Jahren 1995, 2007, 2008, 2009 und 2011.
In Deutschland bemühten sich seit Anfang der 1990er Jahre mehrere Verbände und Institutionen, in Kooperation mit der CEMAGREF ein Arterhaltungsprogramm auch für die deutschen Flusssysteme zu etablieren. Zur Bündelung dieser individuellen Ansätze erfolgte 1994 die Gründung der Gesellschaft zur Rettung des Störs.<ref name="sturgeon-gruendung" />
Im Jahr 2002 durchgeführte molekulargenetische Analysen an erhaltenem Gewebematerial ergaben, dass der Ostseeraum durch eine zweite Art, Acipenser oxyrinchus, besiedelt war.<ref></ref> Seither erstrecken sich die Wiedereinbürgerungsversuche auch auf diese Art.<ref>Gigantischer Aufwand für Giganten, RBB vom 6. Juni 2011: OZON unterwegs. Abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref>
Ziele
- Die Sicherung und der Schutz der Restbestände der Störe im Nordsee- (A. sturio) und Ostseeeinzugsgebiet (A. oxyrinchus)
- Der Aufbau von Elterntierbeständen für die kontrollierte Vermehrung zur Erhaltung der Arten
- Die Vorbereitung und die Durchführung von Maßnahmen zur Wiedereinbürgerung in ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten
Projekte
- Acipenser sturio:
Eine Gruppe demnächst geschlechtsreifer Fische und Jungtiere wird am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin gehalten. Mit Sendern versehene Jungfische werden in der Elbe und ihren Nebenflüssen ausgesetzt und mittels Telemetrie verfolgt, um bevorzugte Habitate ausfindig zu machen. Gelingt eine Nachzucht in Gefangenschaft, wird ein Teil der Jungfische im am besten geeigneten Bereich in die Freiheit entlassen.
- Acipenser oxyrinchus:
Im Jahr 2005 wurden geeignete Tiere (100 % genetische Übereinstimmung mit der ausgestorbenen Ostseepopulation) aus der in Kanada existierenden Population importiert. Diese Tiere werden in der Versuchsanlage der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Born a. Darß und am IGB gehalten. Seit 2010 werden in der Anlage Born jährlich Störe reproduziert und in der Oder, ihren Zuflüssen und der Ostsee ausgesetzt (Jungstöre verschiedener Jahrgänge sowie Larven). Zusätzlich werden regelmäßig Larven und Jungstöre an Kooperationspartner im Ostseeraum abgegeben. Wiederfangmeldungen belegen ein gutes Gedeihen der Tiere in Freiheit.<ref>Stör. Abgerufen am 26. Februar 2026.</ref>
Seit dem Jahr 2010 wirkt die Gesellschaft an einem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ins Leben gerufenen nationalen Wiederansiedlungsprogramm mit.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit</ref>
Weblinks
- Offizielle Website
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Projektbeschreibung bei Bundesamt für Naturschutz ( vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)
- Nationaler Aktionsplan zur Wiedereinbürgerung (PDF-Datei; 2,78 MB)
- CITES Zusammenfassung Stör (englisch)
- CEMAGREF (französisch)
Einzelnachweise
<references />