Zum Inhalt springen

Gesäumte Glanzeule

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Gesäumte Glanzeule
Datei:Amphipyra perflua Buchstein01.jpg

Gesäumte Glanzeule (Amphipyra perflua)

Systematik
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Überfamilie: Noctuoidea
Familie: Eulenfalter (Noctuidae)
Unterfamilie: Amphipyrinae
Gattung: Amphipyra
Art: Gesäumte Glanzeule
Wissenschaftlicher Name
Amphipyra perflua
(Fabricius, 1787)
Datei:Amphipyra perflua.jpg
Präparat einer Gesäumten Glanzeule

Die Gesäumte Glanzeule (Amphipyra perflua) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).

Merkmale

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 44 bis 54 Millimetern. Die Vorderflügel sind dunkelbraun, das Wurzelfeld hellbraun. Der breite Außensaum ist gelbbraun gefärbt mit kleinen schwarzen Pfeilen an der Wellenlinie, wodurch sich der Falter von der verwandten Pyramideneule (Amphipyra pyramidea) eindeutig unterscheidet. Die Querlinien sind doppelt gezähnt, die Ringmakel sehr klein und hell gerandet, die Nierenmakel durch das dunkelbraune Mittelfeld überdeckt. Die Hinterflügel sind nahezu zeichnungslos graubraun.<ref name="Koch"/>

Die Eier sind kugelig mit stark abgeflachter Basis. Sie besitzen leicht gewellte, kräftige Längsrippen. Die Eier sind zunächst gelblich, später gelblichgrau.

Die Raupen haben eine matt hellgrüne Färbung mit weißer Rückenlinie sowie grünweißen Seitenstreifen, die in Punkten aufgelöst sind. Am 11. Segment befindet sich ein pyramidenförmiger Höcker mit breiten, gelblichen herab laufenden Linien.<ref name="Forster"/>

Die Puppe ist gelbbraun mit einigen Borsten am Kremaster (mit Dornen versehener Vorsprung am Hinterleibsende).<ref name="Forster"/>

Geographische Verbreitung und Lebensraum

Das Vorkommen in Deutschland betrifft vor allen Dingen den Süden, wo die Art vereinzelt in Bayern<ref name="Osthelder"/> und Baden-Württemberg<ref name="Ebert"/>, aber auch in Thüringen<ref name="Bergmann"/> gefunden wird. Sie bevorzugt bergige Gegenden und steigt in den Alpen bis auf 1500 Meter<ref name="Forster"/>.

Lebensweise

Die Gesäumte Glanzeule bildet eine Generation im Jahr, die von Mitte Juli bis Anfang September fliegt. Die Falter sind nachtaktiv, fliegen künstliche Lichtquellen an, sind aber auch sehr eifrige Besucher von Ködern. Die Raupen sind von April bis Juni anzutreffen.<ref name="Koch"/> Die Raupen ernähren sich von den Blättern diverser Laubbäume und Sträucher, wie z. B. Weißdorn, Espe, Weide, Pappel, Ulme, Hasel, Schlehe und Apfel.<ref name="Koch"/> In einigen Gegenden werden Liguster und Geißblatt bevorzugt.<ref name="Wagner"/> Die Art überwintert als Ei.

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Bergmann">Arno Bergmann: Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands. Band 4/1: Eulen. Verbreitung, Formen und Lebensgemeinschaften. Urania-Verlag, Jena 1954, DNB 450378373.</ref> <ref name="Forster">Walter Forster, Theodor A. Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 4: Eulen. (Noctuidae). Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1971, ISBN 3-440-03752-5.</ref> <ref name="Osthelder">Ludwig Osthelder: Die Schmetterlinge Südbayerns. Beilage zum 15. Jg. der Münchener Entomologischen Gesellschaft.</ref> <ref name="Ebert">Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 6, Nachtfalter IV. Ulmer Verlag Stuttgart 1997 (Eulen (Noctuidae) 2. Teil), ISBN 3-8001-3482-9</ref> <ref name="Koch">Manfred Koch: Wir bestimmen Schmetterlinge. Band 3: Eulen. 2., erweiterte Auflage. Neumann, Leipzig/Radebeul 1972, DNB 760072930.</ref> <ref name="Wagner">Wolfgang Wagner: Zum Larvenhabit von Amphipyra perflua. Mitteilungen entomologischer Verein Stuttgart, Jg. 38, 2003</ref> </references>

Weblinks