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Gerichtsbezirk Deutschlandsberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gerichtsbezirk
Deutschlandsberg

Lage im Bundesland
 Gerichtsbezirk Deutschlandsberg
 Landesgericht LGS Graz
LGZ Graz
Basisdaten
Bundesland Steiermark
Bezirk Deutschlandsberg
Sitz des Gerichts Deutschlandsberg
Kennziffer 6031
zuständiges Landesgericht  LGS Graz
LGZ Graz
Fläche 863,46 km2
(Vorlage:FLD)
Einwohner 61.065
(1. Jänner 2025)
Datei:Deutschlandsberg Bezirksgericht am Hauptplatz.jpg
Bezirksgericht Deutschlandsberg

Der Gerichtsbezirk Deutschlandsberg ist ein dem Bezirksgericht Deutschlandsberg unterstehender Gerichtsbezirk im Bundesland Steiermark.

Geschichte

Der Gerichtsbezirk Deutsch-Landsberg wurde durch eine 1849 beschlossene Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission geschaffen.<ref>Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850, XXI. Stück, Nr. 378: Erlass des Statthalters vom 20. September 1850, womit die nach dem provisorischen Gesetze vom 17. März 1849 errichteten neuen Ortsgemeinden mit ihrer Zutheilung in die politischen Gerichts- und Steueramts-Bezirke in dem Kronlande Steiermark bekannt gemacht werden.</ref><ref>Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850 (Beilage Kreis Gratz).</ref>

Der Gerichtsbezirk Deutsch-Landsberg bildete im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung<ref>Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44, „Gesetz vom 19. Mai 1868 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen …“</ref> ab 1868 gemeinsam mit den Gerichtsbezirken Stainz und Eibiswald den Bezirk Deutsch-Landsberg.<ref>Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868.</ref>

Der Gerichtsbezirk Deutsch-Landsberg umfasste damals die 37 Gemeinden Aigen, Bösenbach, Burgegg, Deutsch-Landsberg, Dittmannsdorf, Freidorf, Greith, Greßenberg, Grünau, Gußendorf, Haßreith, Hollenegg, Kloster, Krottendorf, Kruckenberg, Langegg, Laßenberg, Laßnitz, Lebing, Leibenfeld, Mainsdorf, Michelgleinz, Mitterspiel, Nassau, Osterwitz, Otternitz, Rastock, St. Florian, St. Martin, Schwanberg, Sulz, Sulzhof, Tanzelsdorf, Trahütten, Unterbergla, Wettmannstätten, Zeyerling.<ref>Gemeindeverzeichnis Bezirksgericht Deutsch-Landsberg 1868.</ref>

Mit Wirkung ab 1. Jänner 1889 wurde die Gemeinde Wildbach aus dem Sprengel des Bezirksgerichtes Stainz dem Gerichtsbezirk Deutschlandsberg zugewiesen.<ref>Verordnung des Justiz-Ministeriums vom 10. Oktober 1888. Landesgesetz- und Verordnungsblatt für das Herzogthum Steiermark vom 11. November 1888, XXII. Stück, Nr. 44, S. 64.</ref>

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde das Gericht in Amtsgericht Deutschlandsberg umbenannt und war nun dem Landgericht Graz nachgeordnet.<ref>„VO über die Änderung der Bezeichnung von Gerichten im Lande Österreich“ vom 2. August 1938 (RGBl. I, S. 998 / GBlfdLÖ. Nr. 350 / 1938)</ref> 1945 erhielt es wieder den Namen Bezirksgericht.<ref>StGBl. Nr. 47/1945</ref>

Seit dem 1. Juli 2002 umfasst der Gerichtsbezirk Deutschlandsberg auch den früheren Gerichtsbezirk Eibiswald<ref>Verordnung der Bundesregierung über die Zusammenlegung von Bezirksgerichten und über die Sprengel der verbleibenden Bezirksgerichte in der Steiermark (Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark): BGBl. II Nr. 82/2002.</ref> und seit dem 1. Juli 2014 den früheren Gerichtsbezirk Stainz.<ref>§ 4 Absatz 1 der Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark 2012, BGBl. II Nr. 243/2012.</ref>

Mit Wirkung ab 1. Jänner 2015 wurde der Gerichtsbezirk aufgrund der Veränderungen im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark in der „Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark 2015“ neu definiert.<ref>Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark 2015, (BGBl. II Nr. 298/2014), ausgegeben 19. November 2014, ZDB-ID 1361921-4, S. 1.</ref>

Gerichtssprengel

Seit 1. Jänner 2015 umfasst er die folgenden 15 Gemeinden: Bad Schwanberg,<ref>bis 2019: Schwanberg</ref> Deutschlandsberg, Eibiswald, Frauental an der Laßnitz, Groß Sankt Florian, Lannach, Pölfing-Brunn, Preding, Sankt Josef (Weststeiermark), Sankt Martin im Sulmtal, Sankt Peter im Sulmtal, Sankt Stefan ob Stainz, Stainz, Wettmannstätten, Wies.

Er ist somit mit dem Bezirk Deutschlandsberg deckungsgleich.

Literatur

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

15 bestehende Gerichtsbezirke:
Bruck an der Mur Deutschlandsberg • Feldbach • Fürstenfeld • Graz-Ost • Graz-West • Judenburg • Leibnitz • Leoben • Liezen • Murau • Mürzzuschlag • Schladming • Voitsberg • Weiz

30 aufgelöste Gerichtsbezirke:
Aflenz • Arnfels • Bad Aussee Bad Radkersburg Birkfeld • Eibiswald • Eisenerz • Fehring • Friedberg • Frohnleiten • Gleisdorf • Gröbming • Hartberg • Irdning • Kindberg • Kirchbach in Steiermark Knittelfeld • Mariazell • Mautern • Mureck • Neumarkt in Steiermark Obdach • Oberwölz • Oberzeiring • Pöllau • Rottenmann • Sankt Gallen Stainz • Vorau • Wildon

20 an das „SHS-Königreich“ (ab 1929 „Jugoslawien“) abgetretene Gerichtsbezirke:
Cilli • Drachenburg • Franz • Friedau • Gonobitz • Mahrenberg • Marburg • Lichtenwald • Luttenberg • Oberburg • Oberradkersburg • Pettau • Rann • Rohitsch • Schönstein • St. Leonhard in Windischbühel St. Marein bei Erlachstein Tüffer • Windischfeistritz • Windischgraz

Vorlage:Klappleiste/Ende