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Gerhart-Hauptmann-Haus (Düsseldorf)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Gerhart-Hauptmann-Haus DüDo total.jpg
Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum (2014)
Datei:Gerhart-Hauptmann-Haus (Düsseldorf), Das Glockenspiel, Juni 2023 (2).jpg
Glockenspiel am Gerhart-Hauptmann-Haus (2023)

Das Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum (früher „Haus des Deutschen Ostens“) ist Sitz der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und befindet sich an der Bismarckstraße 90 in Düsseldorf. Der Bau wurde von Walter Kroner und Bruno Lambart von 1960 bis 1962 erbaut.<ref name="Kanz"/><ref name="Wentz"/> Die Stiftung dient der Auseinandersetzung mit der europäischen und deutschen Zeitgeschichte und weist eine umfangreiche Spezialbibliothek zur Geschichte Ostmittel- und Osteuropas auf.<ref>https://web.archive.org/web/20101112114828/http://www.uni-duesseldorf.de/home/leben-in-duesseldorf/von-buecherwurm-bis-lustschloss-weitere-kultureinrichtungen-der-stadt/stiftung-gerhart-hauptmann-haus-deutsch-osteuropaeisches-forum.html</ref>

Beschreibung des Bauwerkes

Die unteren Geschosse des fünfgeschossigen Betonbaus sind vollständig verglast. Darüber wurde im linken Drittel der Fassade ein Glockenspiel eingebaut. Dieses ist von den Wappen ehemaliger deutscher Kulturregionen wie Ostpreußen oder Niederschlesien umgeben (in der unteren Reihe auch die Wappen Düsseldorfs und des Bundes). Das Glockenspiel wird bekrönt von einem Modell des Daches des Danziger Krantores, welches bis 1945 als nationales deutsches Symbol galt. Es besteht aus 20 einzelnen Glocken und wurde 1985 eingeweiht. Die anderen zwei Drittel der Fassade zeigen eine zweigeschossige schlichte Fensterzeile aus zwei Reihen quadratischer Fenster. Dahinter befindet sich der Eichendorff-Saal. Darüber befinden sich Bahnen aus Betonplatten mit Fensterreihen aus nahtlos nebeneinander liegenden quadratischen Fenstern.<ref name="Kanz"/><ref name="Wentz"/>

Geschichte

Das Gebäude wurde von der Stiftung Haus des Deutschen Ostens im Juni 1963 eröffnet<ref name="ghh"/> und diente als Begegnungsstätte für die Gruppe Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz). Im Jahre 1992 wurde die vom Land Nordrhein-Westfalen getragene<ref name="ghh">Geschichte. Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, abgerufen am 2. Juli 2025.</ref> Stiftung „Haus des Deutschen Ostens“ in „Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-Osteuropäisches Forum“ umbenannt.<ref name="Kanz"/><ref name="Wentz"/>

Die bahnhofsnahe Adresse dient als häufiger Versammlungsort für anschließende Demonstrationszüge in der Düsseldorfer Innenstadt.

Direktoren

Publikationen

Die Stiftung gab von 1995 bis 2022 vierteljährlich die Zeitschrift West-Ost-Journal (WOJ) heraus. Seit 2023 erscheint die Zeitschrift zweimal jährlich und bietet Hintergrundinformationen und Reiseberichte.<ref>West-Ost-Journal. Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, abgerufen am 2. Juli 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Gerhart-Hauptmann-Haus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Kanz">Roland Kanz, Jürgen Wiener (Hrsg.): Architekturführer Düsseldorf. Dietrich Reimer, Berlin 2001, Nr. 92 auf S. 67.</ref> <ref name="Wentz">Paul Ernst Wentz: Architekturführer Düsseldorf. Ein Führer zu 95 ausgesuchten Bauten. Droste Verlag, Düsseldorf 1975, Nr. 18.</ref> </references>

Weblinks

Koordinaten: 51° 13′ 15,6″ N, 6° 47′ 21,4″ O

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