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Gerd Käfer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Portrait Gerd Kaefer.jpg
Gerd Käfer (2009)

Gerd Käfer (* 19. Oktober 1932 in München; † 23. Mai 2015 ebenda<ref>Münchner Feinkost-König Gerd Käfer ist tot. Abgerufen am 22. Oktober 2022.</ref>) war ein deutscher Gastronom, der zudem als Autor an Kochbüchern mitgewirkt hat.

Leben

Gerd Käfers Eltern Paul (* 1904; † 1963) und Else Käfer (* 1902; † 1995) eröffneten am 16. Mai 1930 ein Kolonialwarengeschäft in der Münchner Amalienstraße zum Verkauf von Weinen, Likören und Flaschenbieren.<ref>Feinkost Käfer: Geschichte. Abgerufen am 22. Oktober 2022.</ref> 1933 zog das Geschäft in die Schumannstraße 1 im Münchner Stadtteil Bogenhausen um, das sich unmittelbar neben dem Eckhaus Prinzregentenstraße 73 befindet, welches später zum Stammhaus von Feinkost Käfer werden sollte. Im Geschäft wurde nach 1945 ein Imbissstand eingerichtet, der gerne von Künstlerinnen und Künstlern des nahegelegenen Prinzregententheaters besucht wurde, das seit der Zerstörung des Nationaltheaters Sitz der Bayerischen Staatsoper war. Käfers Eltern konnten die Pausengastronomie der Staatsoper übernehmen.

1959 fing Gerd Käfer an Veranstaltungen auszurichten und begründete damit einen neuen Geschäftszweig der Firma Feinkost Käfer. 1961 pachtete Gerd Käfer gemeinsam mit seinem Bruder Helmut Käfer das Feinkostgeschäft von seinen Eltern und eröffnete ein Bistro. 1971 nahm Gerd Käfer auf dem Oktoberfest eine Hühnerbraterei in Betrieb. Anfang der 1990er veräußerte er zusammen mit seinem Bruder das Unternehmen Feinkost Käfer an seinen Sohn Michael Käfer. Gerd Käfer war Mitinhaber der Kurhausgastronomie Wiesbaden.<ref>pilarmay: Freunde trauern um Gerd Käfer: Promi-Gastronom verstorben. In: MEIN WIESBADEN. 23. Mai 2015, abgerufen am 9. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Kuffler & Käfer: 25 Jahre Kurhaus-Gastronomie und Käfer‘S Bistro Wiesbaden. Abgerufen am 9. April 2026.</ref>

2015 erlag Käfer im Beisein seiner zweiten Ehefrau Uschi Ackermann und seines Sohnes Michael den Folgen eines Krebsleidens.<ref name="SPON-1035291">Wiesn-Wirt: Feinkosthändler Gerd Käfer ist tot. In: Spiegel Online. 23. Mai 2015, abgerufen am 9. Juni 2018.</ref> Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Münchner Ostfriedhof im Stadtbezirk Obergiesing.<ref>unternehmer 16. Abgerufen am 22. Oktober 2022.</ref> Käfer hat aus einer unehelichen Beziehung mit einer Mitarbeiterin noch einen anderen Sohn (* 1981).<ref>Kimberly Hoppe: Gerd und die Frauen: Auch privat ist er ein flotter Käfer. 30. Mai 2015, abgerufen am 25. April 2026.</ref>

Datei:Grab der Familie Käfer.jpg
Grab der Familie Käfer

Auszeichnungen

Kochbücher

  • Gerd Käfers Wiesn-Schmankerl. Heel Verlag, Königswinter, 2014, ISBN 3-86852-958-6.
  • Carpaccio: 77 hauchdünne Köstlichkeiten. Franckh-Kosmos Verlag, 2009, ISBN 3-440-11745-6.
  • mit Erich Lejeune: Der Gourmet-Papst. Redline, Heidelberg 2006, ISBN 3-636-01357-2.
  • mit Ernst Lechthaler: So gelingt Ihre Sommer-Party. Bechtermünz, Augsburg 2002, ISBN 3-8289-1121-8.
  • Käfer’s kleine Kochschule. Zabert Sandmann, München 1998, ISBN 3-932023-03-X.
  • mit Ernst Lechthaler, Susi Eising und Alexander Haselhoff: Snacks und Drinks. Zabert Sandmann, München 1996, ISBN 3-924678-89-8.
  • Feiern wir ein Fest. Herbig, München 1990, ISBN 3-7766-1615-6.
  • Prima Partys, frohe Feste. Hoffmann und Campe, 1977 Hamburg, ISBN 3-455-08945-3.

Weblinks

Commons: Gerd Käfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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