Zum Inhalt springen

Georgijewsk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Ort in Russland Georgijewsk (Vorlage:RuS) ist eine Kreisstadt mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD)<ref name="einwohner_aktuell" /> in der nordkaukasischen Region Stawropol in Russland.

Geographie

Die Stadt liegt am linken Ufer des Podkumok, eines Nebenflusses der Kuma, 210 Kilometer südöstlich von Stawropol, der Hauptstadt des gleichnamigen Kraj. Die nächstgelegenen Städte sind Nowopawlowsk (24 km südöstlich von Georgijewsk) und Mineralnyje Wody (27 km westlich).

Die Metropolregion von Georgijewsk ist die zweitgrößte in der Kaukasischen Mineralwasser-Region, die eine Konurbation mit 1,1 Millionen Einwohnern im Zentrum des nördlichen Kaukasus bildet.

Geschichte

Georgijewsk wurde 1777 als Festung an der sogenannten Asow-Mosdoker Verteidigungslinie gegründet. Seinen Namen erhielt der Ort nach dem Heiligen Georg, der in Russland traditionell den Sieg symbolisiert. Bekannt wurde die Festung auch durch den sogenannten Vertrag von Georgijewsk aus dem Jahr 1783, mit dem sich das Russische Reich eine verbesserte außenpolitische Stellung in der Kaukasus-Region sicherte.

1786 erhielt Georgijewsk den Status einer Stadt und war von 1802 bis 1822 Hauptstadt des Kaukasischen Gouvernements bis zu dessen Auflösung. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in der Stadt der Handel, so dass bis zu drei Jahrmärkte pro Jahr veranstaltet wurden. Nach der Oktoberrevolution verlor der Handel weitgehend an Bedeutung und wich in den 1920er-Jahren ersten Industriebetrieben.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich Georgijewsk vom August 1942 bis zur Nordkaukasischen Operation im Januar 1943 unter der Kontrolle der deutschen Wehrmacht.

Nach dem Krieg bestand in der Stadt das sowjetische Kriegsgefangenenlager 147 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.<ref>Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1876 3.345
1897 12.115
1939 31.578
1959 35.135
1970 44.243
1979 53.635
1989 62.926
2002 70.575
2010 72.153

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr

Die Stadt zählt heute mit hochentwickelter Lebensmittelindustrie, Maschinenbau und Leichtindustrie zu den industriellen Zentren der Stawropoler Region. Unter anderem wird hier die Ausrüstung für die Rohölverarbeitung hergestellt.

Georgijewsk liegt an einer Eisenbahn-Kreuzung mit Verbindungen nach Mineralnyje Wody, Prochladny, Budjonnowsk und Neslobnaja.

Bildungseinrichtungen

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:NaviBlock