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Georges von Cottenet

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Georg(es) August von Cottenet (* 28. September 1807 in Berlin; † 15. August 1900 auf Gut Braunau, Landkreis Löwenberg, Provinz Schlesien) war ein königlich preußischer Politiker<ref>Reichs-Gesetzblatt. 1872. №. 1 bis incl. №. 33, Kaiserliches Post-Zeitungsamt, Berlin 1872, S. 205.</ref> und Mitglied des Reichstages.

Datei:Pałac Brunów. Szczyt z herbem.jpg
Cottenet-Wappen Schloss Braunau.

Leben und Wirken

Seine Eltern waren Jean Baptiste Claude Cottenet und Marie Katharina Kaiser. Der Vater diente zunächst beim Militär, in der Condèschen Armee und war nachfolgend Fabrikbesitzer in Berlin.

Cottenet besuchte als Schüler<ref>Zu den Schul-Feierlichkeiten, welche in dem Königlichen Friedrich-Wilhelms-Gymnasium Freitag den 26. September d. J. Statt finden. A. W. Hayn, Berlin 1856, S. 58.</ref> in Berlin das Königliche Friedrich-Wilhelms-Gymnasium sowie folgend<ref>Album der Schüler zu Kloster Roßleben von 1742 bis 1854. Waisenhaus-Buchdruckerei, Halle 1854, S. 81.</ref> ab 1823 die Klosterschule Roßleben und studierte anschließend Rechtswissenschaften an den Universitäten Berlin, Heidelberg und Göttingen. Er promovierte zum Dr. jur. und schlug dann die Verwaltungslaufbahn ein. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war er von 1852 bis 1873 preußischer Landrat und Landesältester des Kreises Löwenberg. Von 1866 bis 1873 war er Geheimer Regierungsrat.<ref>Bernhard Mann, Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3, Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 98.</ref><ref>Zu den Wahlergebnissen s. Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6, Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 380–383.</ref>

Datei:Brunów Pałac 3.jpg
Geburtshaus Gut Braunau.

Cottenet war von 1849 bis 1852 Mitglied der Preußischen Ersten Kammer, von 1852 bis 1862 und von 1862 bis 1867 des Preußischen Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Regierungsbezirk Liegnitz 9.<ref>Bernd Haunfelder, Klaus Erich Pollmann: Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. In: Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 2, Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, S. 390.</ref> Dem Konstituierenden Reichstag, dem Reichstag des Norddeutschen Bundes und dem deutschen Reichstag gehörte er von 1867 bis 1874 für den Wahlkreis Liegnitz 5 (Löwenberg) an. Er war Mitglied der Konservativen Partei.<ref>Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage, Carl Heymanns Verlag, Berlin 1904, S. 78.</ref>

Cottenet hatte 1859 in Berlin Anna<ref>Adolf Weigend: Teplitz-Schönauer Anzeiger. Nr. 44, Jahrgang 35, Selbstverlag Weigend, Teplitz, Mittwoch 1. Juni 1895, S. 6.</ref> (Anna Rosalie) Cottanet geheiratet, die 1840 in Berlin geboren wurde. Sie hatten keine eigenen Kinder.

Er wurde am 18. Oktober 1861 in Königsberg (Preußen) in den preußischen Adelsstand erhoben. Um 1874 übernahm er noch eine regionale Funktion<ref>Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1875. Verlag der Königlich Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. L. v. Decker), Berlin 15. November 1874, S. 506.</ref> für die Schlesische Landschaft, der ältesten Kredit- und Pfandbriefanstalt für Rittergutsbesitzer in Gesamt-Preußen. Cottenet war Gutsherr auf Braunau, wo er auch im Jahr 1900 starb.<ref>Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band II, Band 58 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1974, S. 353.</ref> Vor der Jahrhundertwende betrug die Größe vom Gut 149 ha,<ref>Schlesisches Güter-Adreßbuch. 1894. Verzeichniß. Fünfte Ausgabe, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1894, S. 299, Nr. 2653.</ref> davon 5 ha Forsten. 1912 betrug die Grö0e von Gut Braunau 191 ha Gut, den Besitz erbte die Witwe. Sie adoptierte für die weitere Erbfolge ihren Stiefneffen Philipp Richard Schade,<ref>Guido von Frobel (Hrsg.): Militär-Wochenblatt. Jahrgang 93, №. 54, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin, Dienstag, den 28. April 1908, S. 1249 f.</ref> welcher zu Korfu 1908 als Philipp Richard von Cottenet (Cottenet des Stammes Schade) nobilitiert wurde.<ref>Albrecht von Houwald: Brandenburg-Preussische Standeserhöhungen und Gnadenakte für die Zeit 1873 - 1918. C. A. Starke Verlag, Görlitz 1939, S. 164.</ref><ref>Vgl. Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1964. Band VI, Band 32 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1964, S. 85.</ref> Richard von Cottenet war Rittmeister d. R. und Gutsbesitzer<ref>Vgl. Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch der Provinz Brandenburg. 1914. In: Niekammer`s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 2. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 14.</ref> in Georgshöhe, 171 ha, im brandenburgischen Kreis Beeskow-Storkow und gründete mit Helene Ambros eine Familie, hatte eine Tochter und einen Sohn.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1929. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1928.</ref>

Literatur

  • Georg Hirth (Hrsg.): Hirths Parlaments-Almanach. II. Ausgabe. - 28. Februar 1867, Verlag Franz Duncker, Berlin 1867, S. XLVI.
  • Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1913. Jahrgang 7, Justus Perthes, Gotha Herbst 1912, S. 158.
  • Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1915. Jahrgang 9, Justus Perthes, Gotha Herbst 1914, S. 178.
  • Bernhard Mann, (Mitarbeit:) Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3, Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7.
  • Bernd Haunfelder, Klaus Erich Pollmann: Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. In: Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 2, Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3.
  • Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 5, Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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