Georgenhospital
St. Georgen-Hospital, St. Jürgen-Hospital und ähnliche bezeichnen seit dem Mittelalter Hospitäler, die ursprünglich als Leprosorien errichtet wurden. Sie sind allesamt dem heiligen Georg gewidmet, der als einer der Vierzehn Nothelfer gilt.
Strukturen
Die St. Georgenhospitäler lagen ursprünglich immer vor den Toren der mittelalterlichen Städte, meist an wichtigen Handelsstraßen. Sie beherbergten Personen mit ansteckenden Krankheiten, wie Pest, Lepra usw. In einigen größeren Orten kamen sie später durch Stadterweiterungen in das Gebiet innerhalb der Stadtmauern. Dann wurden sie normale Hospitäler für Kranke, Arme und Reisende (Nordhausen) oder dort wurde eine Pfarrkirche St. Georg für das neue Stadtgebiet gegründet (Wismar). Die Hospitäler für die Personen mit den ansteckenden Krankheiten wurden dann an einen entfernteren Ort verlegt.
Die Hospitäler besaßen Gebäude für die Unterbringung der Kranken, eine St. Georgs-Kapelle und einen umgrenzten Friedhof.
Seit dem 15. Jahrhundert wurden nach dem Verschwinden der Pest die Hospitäler öfter als Armenhäuser genutzt. In den folgenden Jahrhunderten verschwanden die meisten von ihnen, einige Friedhöfe wurden noch weiter genutzt.
In den meisten Städten waren die Heilig-Geist-Hospitäler die wichtigsten Versorgungseinrichtungen, daneben gab es manchmal Gertrudhospitäler, Alexiushospitäler oder andere Spitäler.
Verbreitung
Übersicht
Georgenhospitäler gab es in den mittleren und östlichen deutschsprachigen Gebieten von Schleswig-Holstein und Thüringen bis Ostpreußen sowie einige wenige in Rheinland-Pfalz.<ref>Über 1000 Leprosorien in Deutschland Lepra-Museum Münster, mit Verzeichnung vieler St.-Georgs-Hospitäler, sortiert nach Bundesländern </ref>
Die ersten Erwähnungen sind aus dem frühen 13. Jahrhundert bekannt, zum Beispiel in Leipzig 1212, Rostock 1278. In der Gegenwart tragen einige Krankenhäuser und weitere soziale Einrichtungen weiterhin diese historisch entstandenen Namen.
Mark Brandenburg und Berlin
In vielen Städten der Mark Brandenburg gab es St. Georgen-Hospitäler, vor allem im nördlichen und östlichen Teil.<ref>{{#switch:
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Neumark
In der Neumark, die bis 1945 zu Brandenburg gehörte, gab es auch einige St. Georgs-Hospitäler
- Crossen/Oder (Krosno Odrzańskie)
- Königsberg/Nm. (Chojna)
Mecklenburg
In Mecklenburg wurden die Leprosorien vor den einzelnen Städten stets als St.-Jürgens- oder St.-Georgenhospital bezeichnet.<ref>Leprosorien im heutigen Mecklenburg-Vorpommern Lepra-Museum Münster, Nr. 1–18, 32–35, 37, mit Details zu den meisten bekannten St.-Georgenhospitälern </ref> Erhalten sind die Kapelle St. Georg in Neubrandenburg und das Siechenhaus bei Dassow. Vorlage:Mehrspaltige Liste
Niedersachsen
In einigen östlichen Städten im heutigen Niedersachsen gab es St. Georgs- bzw. St. Jürgen-Hospitäler.<ref>Mittelalterliche Leprosorien in Niedersachsen und Bremen Lepra-Museum Münster </ref>
- Celle
- Gifhorn
- Helmstedt
- Northeim
- Winsen
Pommern
Vorpommern
In Vorpommern gab es in fast jeder Stadt ein St. Jürgen- oder St. Georgenhospital.<ref>Hellmuth Heyden: Die Hospitäler "St. Georg" und "St. Gertrud" in Pommern, in Blätter für Kirchengeschichte Pommerns, 1939, S. 3–16, mit Übersicht über die Georgenhospitäler; auch Hellmuth Heyden: Kirchengeschichte Pommerns, 1957, S. 172f. </ref><ref>Leprosorien in Mecklenburg-Vorpommern, Nr. 19–31, 37, mit Angaben zu St.-Georgenhospitälern in Vorpommern </ref> Erhalten sind die mittelalterlichen Hospitalkapellen in Wolgast und Altentreptow, teilweise in Barth und Rambin, sowie barocke Hospitalgebäude in Penkun und Stralsund. Es sind die meisten bekannten Hospitäler angegeben. (In einigen Dörfern gibt es außerdem St. Georgs-Kirchen, die ihr Patrozinium aber wahrscheinlich aus der Missionszeit im 12. Jahrhundert ableiten, z. B. St. Adalbert und St. Georg Wollin.) Vorlage:Mehrspaltige Liste
Hinterpommern
Auch in Hinterpommern gab es in den meisten Städten St. Georgs- oder St. Jürgen-Hospitäler. Die jetzige polnische Bezeichnung ist szpital św. Jerzego:
- St. Georg-Hospital Falkenburg
- Hospital St. Georg Freienwalde (Chociwel)
- Greiffenberg (Gryfice)
- Kolberg (Kołobrzeg)
- Köslin (Koszalin)
- Lauenburg (Lębork)
- St. Georgs-Hospital Rügenwalde (Darłowo)
- Stargard
- St. Georgs-Hospital Stolp (Słupsk)
Rheinland-Pfalz
Im heutigen Rheinland-Pfalz sind fünf Hospitäler bekannt, die das Patrozinium des heiligen Georg trugen.<ref>Leprosorien in Niedersachsen und Saarland, Lepra-Museum, mit Bergzabern und Bingen </ref> Die Leprosorien hießen dort meist Gutleuthäuser.
- Bergzabern, Gutleuthaus
- Bingen, Gutleuthaus
- Kloster St. Georg bei Vogelsang, Koblenz, Beginenniederlassung seit etwa 1375
- St. Georgsspital Mainz
- St. Georg-Hospital Speyer
Sachsen
In Sachsen gab es in einigen Städten St.-Georgs-Hospitäler:
- Chemnitz
- Delitzsch
- St.-Georgen-Hospital Grimma
- Hospital St. Georg, Leipzig; siehe auch Klinikum St. Georg Leipzig
- St. Georgenhospital Oschatz
Sachsen-Anhalt
Im heutigen Sachsen-Anhalt gab es in den östlichen Gebieten Altmark und Anhalt in einigen Städten ein St.-Georgs-Hospital, in den westlichen Gebieten nur in wenigen.<ref>{{#switch:
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Schleswig-Holstein und Hamburg
In Schleswig-Holstein und Hamburg befanden sich ebenfalls einige St.-Georgs-Hospitäler:
- St.-Jürgen-Hospital Burg auf Fehmarn
- Hospital St. Georg (Hamburg)
- St.-Jürgen-Hospital Itzehoe
- St.-Jürgen-Hospital Kiel
- St.-Jürgen-Hospital Lübeck
Thüringen
In Thüringen gab es in einigen wenigen Städten St.-Georgs-Hospitäler:
- Erfurt
- Langensalza
- Nordhausen
West- und Ostpreußen
Auch in den wichtigsten west- und ostpreußischen Städten gab es St.-Georgen-Hospitäler.
- Westpreußen
- Danzig
- St. Georgenhospital Elbing
- St. Georgen-Hospital Marienburg
- St. Georgenhospital Thorn, um 1260 gegründet, ältestes bekanntestes Georgenhospital in Westpreußen
- Ostpreußen
- St. Georgen-Hospital Königsberg
Weblinks
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- Leprosorien in Deutschland Lepra-Museum Münster
- Leprosorien in Deutschland Lepra-Museum Münster, mit Links zu jedem Bundesland
Einzelnachweise
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- Wikipedia:Weblink offline fix-attempted
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link/URL fehlt
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
- Geschichte des Krankenhauswesens
- Liste (Krankenhäuser)
- Georgenhospital