Georg von Schlieben (General)
Georg Aurel Eugen von Schlieben (* 9. Oktober 1843 in Waldheim; † 14. Juli 1906 in Dresden<ref>Stadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden V, Sterbe-Neben-Register 1906, Nr. 759.</ref><ref>Sein Tod am Sonnabend, dem 14. Juli, wird auch durch die Dresdner Nachrichten vom 18. Juli 1906, S. 1, bestätigt.</ref>) war ein sächsischer Generalleutnant sowie Militärbevollmächtigter für das Königreich Sachsen in Berlin und Bevollmächtigter zum Bundesrat des Deutschen Reichs.
Leben
Familie
Schlieben entstammt dem Ast Oderin der Linie Zagelsdorf des Lausitzer Adelsgeschlechts von Schlieben. Seine Eltern waren der Gerichtsrat und spätere sächsische Geheime Rat Aurel Martin Emanuel von Schlieben (* 1. Dezember 1813; † 18. Dezember 1877) und dessen Ehefrau Hedwig Franziska Kortemeyer (* 2. Mai 1812; † 3. Juni 1895).
Schlieben heiratete am 22. September 1868 die schottische Adelige Emily Robertson (* 10. März 1846 in Hamburg)<ref>Leipziger Zeitung, 1868, Verlobungsanzeige</ref>. Aus der Ehe entstammt als einziges Kind die Dichterin Gertrud von Schlieben (* 20. Januar 1873).
Militärkarriere
Nach dem Besuch der Artillerieschule Dresden ab 1859 trat Schlieben im Jahr 1863 in die Sächsische Armee ein und nahm als Leutnant an den 1866 am Krieg gegen Preußen und 1870/71 am Krieg gegen Frankreich teil. 1867 zum Premierleutnant im Feld-Artillerie-Regiment befördert<ref>Rangliste der Königlich Sächsischen Armee für das Jahr 1869.</ref> wurde er zur Kriegsakademie in Berlin kommandiert und absolvierte dort den dreijährigen Kursus. 1873 wurde er in den Generalstab und 1878 als Abteilungschef in das sächsische Kriegsministerium versetzt und zum Major befördert. Als Nachfolger von Paul von der Planitz, der nach Dresden zurückbeordert wurde, übernahm er schließlich am 12. Juli 1883 das Amt des Militärbevollmächtigten in Berlin sowie des Bevollmächtigten zum Bundesrat für das Königreich Sachsen. In dieser Funktion stieg er 1887 zum Oberstleutnant auf und wurde 1889 Oberst. Nachdem Schlieben im Herbst 1892 Generalmajor geworden war, übernahm der bereits als Vertreter eingesetzte Oberstleutnant Paul Vitzthum von Eckstädt ab 24. März 1893 die Dienstgeschäfte. Schlieben kehrte nach Dresden zurück und wurde Kommandeur des 1. Feldartillerie-Brigade Nr. 12, bis er schließlich als Generalleutnant am 31. März 1897 zur Disposition gestellt wurde.<ref>Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815-1939. Biblio Verlag. Osnabrück 1990. ISBN 3-7648-1780-1. S. 500.</ref>
Er verstarb 1906 in Dresden und wurde auf dem Johannisfriedhof beigesetzt.
Ehrungen
- Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens<ref name="Rangliste1906">Sächsisches Kriegsministerium (Hrsg.): Rangliste der Königlich Sächsischen Armee für das Jahr 1906. Abteilung für die persönlichen Angelegenheiten. C. Heinrich, Dresden 1906. S. 472.</ref>
- Komtur I. Klasse des Albrechts-Ordens<ref name=Rangliste1906/>
- Eisernes Kreuz (1870) II. Klasse<ref name=Rangliste1906/>
- Stern zum Roten Adlerorden II. Klasse<ref name=Rangliste1906/>
- Stern zum Kronenorden II. Klasse<ref name=Rangliste1906/>
- Offizierskreuz des Bayerischen Militärverdienstordens<ref name=Rangliste1906/>
- Komturkreuz II. Klasse des Friedrichs-Ordens<ref name=Rangliste1906/>
- Ehrenkreuz II. Klasse des Lippischen Hausordens<ref name=Rangliste1906/>
- Großkreuz des Franz-Joseph-Ordens<ref name=Rangliste1906/>
Literatur
- Heinrich von Poschinger: Fürst Bismarck und der Bundesrat. Band 5, S. 137. (Digitalisat)
- Jan Hoffmann: Die sächsische Armee im Deutschen Reich 1871 bis 1918. Dissertation, Potsdam 2007 (Digitalisat; PDF; 1,29 MB)
- Eugen Schurig, Sachsens Generale der Gegenwart: Biogr. Skizzen nach authentischen Quellen bearbeitet, S. 88
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, 1916, S. 738
Einzelnachweise
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- Generalleutnant (Sachsen)
- Person im Deutschen Krieg
- Bevollmächtigter zum Bundesrat (Deutsches Reich)
- Person im Deutsch-Französischen Krieg
- Absolvent der Preußischen Kriegsakademie
- Träger des Albrechts-Ordens (Komtur 1. Klasse)
- Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse
- Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse
- Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (Offizierskreuz)
- Inhaber des Lippischen Hausordens II. Klasse
- Kommentur II. Klasse des Friedrichs-Ordens
- Träger des Franz-Joseph-Ordens (Großkreuz)
- Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse
- Ritter I. Klasse des Sächsischen Zivilverdienstordens
- Familienmitglied des Adelsgeschlechts Schlieben
- Person (Dresden)
- Deutscher
- Geboren 1843
- Gestorben 1906
- Mann