Gelbverzwergungsviren
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Gelbverzwergungsviren | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| Taxonomische Merkmale | ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||||||
| {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) | ||||||||||||||||||
| Kurzbezeichnung | ||||||||||||||||||
| BYDV | ||||||||||||||||||
| Links | ||||||||||||||||||
|
Als Gelbverzwergungsviren (Sammelbegriff Gelbverzwergungsvirus, englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), BYDV) werden eine Reihe von Spezies der Gattungen Luteovirus (aus der Familie Tombusviridae, „Untergruppe I“) und Polerovirus (aus der Familie Solemoviridae, „Untergruppe II“) zusammengefasst. Zusammen mit dem Raigrasmosaikvirus (offiziell {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), RGMV)<ref>Franz Xaver Schubiger: Raigrasmosaikvirus (RGMV), auf: Pflanzenkrankheite.ch</ref> gehören sie zu den weltweit am weitesten verbreiteten Pflanzenviren. Zu ihren Wirten zählen vorwiegend die Süßgräser, wie z. B. die Getreidearten Hafer, Gerste, Weizen, Triticale und Roggen, auch Grasarten wie z. B. die Weidelgräser. Übertragen wird das Virus von Blattläusen. Die Anfälligkeit unterscheidet sich je nach Getreideart. So ist Hafer am anfälligsten, gefolgt von Gerste, dann Weizen, Triticale; die geringste Anfälligkeit weist Roggen auf.
Aufbau und Genom
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Die Gelbverzwergungsviren verfügen über eine einzelsträngige RNA und keine Virushülle.
Systematik
Insgesamt gibt es folgende vom International Committee on Taxonomy of Viruses (ICTV) bestätigte und vorgeschlagene Vertreter dieser Gruppe in der Familie Luteoviridae, die inzwischen als eigene Spezies angesehen werden<ref name="MSL#34v">ICTV: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Master Species List 2018b.v2 ( des Vorlage:IconExternal vom 30. März 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., MSL #34v vom März 2019</ref> (in Klammern jeweilige Vektoren):<ref name="miller1997">W. A. Miller, L. Rasochová: Barley yellow dwarf viruses. In: Annual Review of Phytopathology 35, 1997, S. 167–190, PMID 15012520, doi:10.1146/annurev.phyto.35.1.167</ref>
- Untergruppe I (Mitglieder der Gattung Luteovirus als {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), BYDV im eigentlichen Sinn)
- Spezies Luteovirus kerbihordei mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-kerII)<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus kerII (Species)</ref>
- Spezies Luteovirus kertrihordei mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-kerIII)<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus kerIII (Species)</ref>
- Spezies Luteovirus mavhordei mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-MAV), Vektor: Sitobion avenae<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus MAV (Species)</ref>
- Spezies Luteovirus pashordei mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-PAS)<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus PAS (Species)</ref>
- Spezies Luteovirus pavhordei (ehem. Typusspezies) mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-PAV), Vektoren: Rhopalosiphum padi, Sitobion avenae, Metopolophium dirhodum<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus PAV (Species)</ref>
- Spezies “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (BYDV-GAV)<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus GAV (Species)</ref> (vorgeschlagener Kandidat)
- Spezies “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (BYDV-OYV)<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus OYV (Species)</ref> (vorschlagsgemäß)
- Untergruppe II (Mitglieder der Gattung Polerovirus mit neuem Namen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), CYDV bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), MYDV etc. bezeichnet)
- Spezies {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (CYDV-RPS), veraltet {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-RPS)<ref>NCBI: Cereal yellow dwarf virus RPS (Species)</ref>
- Spezies {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (CYDV-RPV), veraltet {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-RPV), Vektor: Rhopalosiphum padi<ref>NCBI: Cereal yellow dwarf virus RPV (Species)</ref>
- Spezies {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (MYDV-RMV), veraltet {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-RMV), Vektor: Rhopalosiphum maidis<ref>NCBI: Maize yellow dwarf virus RMV (Species)</ref>
- Spezies “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (SYDV)<ref>NCBI: Setaria yellow dwarf virus (Species)</ref> (vorschlagsgemäß)
- Spezies “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)”<ref>NCBI: Wheat yellow dwarf virus (Species)</ref> (vorschlagsgemäß)
- in derselben Familie, aber vom ICTV (noch) keiner Gattung zugeordnet:
- Spezies {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-GPV)<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus GPV (Species)</ref>
- Spezies {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (BYDV-SGV), Vektor: Schizaphis graminum<ref>NCBI: Barley yellow dwarf virus SGV (Species)</ref>
Anderen Virusfamilien und Gattungen zugeordnet, aber mit ähnlichem Krankheitsbild, sind beispielsweise:
- Spezies {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) aus der Gattung Potyvirus, Familie Potyviridae.
- Spezies {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) aus der Gattung Mastrevirus, Familie Geminiviridae.
- Spezies {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ebenda
Pathologie
Übertragung
Das Virus befällt zunächst Blattläuse, was ein bis zwölf Stunden dauert. Nach Aufnahme des Virus sind die Blattläuse für mehr als 20 Tage infektiös. Die Übertragung des Virus auf die Pflanzen erfolgt innerhalb von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden bei der Nahrungsaufnahme der Blattläuse: Hierbei wird das Virus in das Phloem der Pflanzen übertragen und vermehrt sich. Um den Befall mit Gelbverzwergungsvirus nachzuweisen, wird ein ELISA-Test am Blattsaft durchgeführt.<ref>Barley yellow dwarf Luteovirus (Gelbverzwergungsvirus). Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 28. September 2016. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Symptome
In einem Bestand breitet sich das Virus oft nesterweise aus. Je nach Getreideart, Sorte, Temperatur und Nährstoffversorgung variieren die ausgeprägten Symptome. Erste sind nach einem Befall je nach Temperatur nach 2–4 Wochen sichtbar. Bei Frühsaaten können Krankheitserscheinungen bereits im Herbst beobachtet werden. Charakteristisch für das Gelbverzwergungsvirus ist vor allem die Färbung der Blätter der betroffenen Pflanzen. Diese reicht von gelb bei der Gerste über orange beim Weizen bis zu rot beim Hafer und breitet sich oft vom Blattrand über das gesamte Blatt aus. Vom Gelbverzwergungsvirus befallene Pflanzen sind außerdem im Wachstum gehemmt und bleiben deshalb bei frühem Befall sehr klein, sind dafür aber stark bestockt. Oftmals sind auch das Schossen und die Bildung von Ähren gehemmt, weswegen es nicht zur Ausbildung von Blütenständen und somit einer Fortpflanzung der Pflanzen kommen kann. Dies bedeutet einen großen ökonomischen Schaden. Des Weiteren kommt es oft auch zu einer Nekrose in den Leitbündeln der Pflanzen. Außerdem können die Pflanzen anfälliger für abiotischen Stress oder Pilzpathogene sein.<ref name=proplanta>proplanta: Gelbverzwergungsvirus, bei proplanta.de</ref><ref>ISIP: Gelbverzwergungsvirus. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. September 2016; abgerufen am 28. September 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Bekämpfung
Da es unmöglich ist, Viren direkt zu bekämpfen, behilft man sich vor allem mit einer Kontrolle der Vektoren. Getreide wird bevorzugt in Abwesenheit von Blattläusen ausgesät und ein schneller und lückenloser Feldaufgang gefördert. Teilweise werden auch Insektizide als vorbeugende Maßnahme eingesetzt. Durch gebeiztes Saatgut lässt sich die Einsatzmenge der Insektizide minimieren. Dies ist besonders nach ausgesprochenen amtlichen Warnhinweisen über Infektionsgefahr sinnig. Außerdem wird versucht, sich durch Gentechnik zu behelfen, indem man das in einer äthiopischen Sorte gefundene Gen ryd2 in einige Zuchtsorten Gerste einlagert.<ref>http://www.proplanta.de/Gerste/themen.php?Fu1=1163068267&Fu1Ba=114026899911807156071162977132</ref>
Weblinks
- Franz Xaver Schubiger: Gelbverzwergungsvirus bei pflanzenkrankheiten.ch
- DSV: Gelbverzwergungsvirus, bei dsv-staaten.de
Einzelnachweise
<references />