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Gebäudeversetzung

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Datei:Versetzung des alten Wohnhauses.jpg
Versetzung der alten Villa Haux 1907 in Ebingen

Bei der Gebäudeversetzung wird der Standort eines gesamten Bauwerks durch Versetzen verändert. Eine Gebäudeversetzung kann der Erhaltung von Denkmalen dienen (Transport in ein Freilichtmuseum oder Rettung von einem gefährdeten Standort), oder die wirtschaftliche Weiternutzung an einem günstigeren Standort im Rahmen einer Stadterneuerung oder nach Bedürfnissen des Eigentümers bezwecken.

Unterschiedliche Verfahren

Man unterscheidet zwei Verfahren:

  • Translozierung: Das Gebäude wird zerlegt, in möglichst großen Einzelteilen transportiert und am neuen Standort wieder aufgebaut. So können markante Teile wie Aufmachung oder Verputz am neuen Standort im (restaurierten) Original gezeigt werden.
  • Gebäudeversetzung im engeren Sinne: Das Gebäude wird vom Untergrund gelöst und als ganzes bewegt, durch Rollen oder Gleiten auf entsprechenden Unterlagen.

Beide Verfahren sind eine Form der Rekonstruktion an anderer Stelle, bei denen ein Teil der Gebäudegesamtheit verloren geht (Originale Gründung, baulicher Kontext des originalen Standorts, archäologische Relikte und Bezug zu Vorgängerbauten).

Bekannte Gebäudeversetzungen

Datei:Emmaus-Heuersdorf2.jpg
Transport der Heuersdorfer Emmauskirche nach Borna in Sachsen (2007)
Datei:Hausverschiebung mit ERKA-Pfählen in Bad Oeynhausen.jpg
Verschiebung eines Wohnhauses in Bad Oeynhausen um 30 Meter

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Versetzung anderer Bauwerke

Es kam gar nicht so selten vor, dass freistehende oder abgespannte Sendetürme (nicht aus Beton) abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut wurden. In einigen Fällen wurden sie nah (nur wenige Meter), in anderen Fällen weit entfernt vom ursprünglichen Standort wieder errichtet. Im ersteren Fall waren es fast durchgehend Türme, die Bestandteil einer Richtantenne für Lang- oder Mittelwelle waren und die nach Inkrafttreten eines neuen Frequenzzuweisungsplans mit einem neuen Arrangement das geforderte Richtstrahldiagramm am besten einhalten konnten. Neben dem Neubau eines Turms bot sich oft auch an, einen Turm der Anlage zu demontieren und am neuen Standort wieder zu errichten. Es kam auch vor, dass Teile abgebauter Türme für die oberen Teile neuer höherer Sendetürme verwendet wurden. Beispiele hierfür sind die Sendemasten in Donebach und der inzwischen abgerissene Holzturm des Rundfunksenders Ismaning. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige Sendetürme in der sowjetischen Besatzungszone von den Sowjetarmee abgebaut und in der damaligen Sowjetunion wieder errichtet. Ein Beispiel hierfür ist der Goliath-Sender. Auch Freileitungsmaste wurden schon abgebaut und an einem neuen Ort wiedererrichtet. Ebenso wurden kleinere stählerne Aussichtstürme zum Zweck der Restaurierung abgebaut und anschließend wieder aufgebaut.

Datei:Germany in XXI century. House.jpg
Illustration von 1900

Siehe auch

Literatur

  • Adolph Douai: Eine emporgedrehte Stadt. In: Die Gartenlaube. Heft 27, 1866, S. 428–431 (Volltext [Wikisource]).
  • Egon Bruckmann: Die Verschiebung massiver Gebäude. 1970, ISBN 3-205-08167-6.
  • Fred Kaspar (Bearb.): Bauten in Bewegung. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2007, ISBN 978-3-8053-3856-1.
  • Barbara Borngässer: Translozierung. Über das Versetzen und Wiederverwenden von Bauwerken. Phoibos Verlag, Wien 2025, ISBN 978-3-85161-323-0.

Weblinks

Commons: Versetzte Gebäude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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