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Gasindi

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Gasindi auch Gasindii, Kisindi, Gasindo, Gisindo oder Gisindi<ref name="Olberg">Gabriele von Olberg: Die Bezeichnungen für soziale Stände, Schichten und Gruppen in den Leges Barbarorum. Walter de Gruyter, Berlin 1991, ISBN 3-11-012218-9, S. 118.</ref> (althochdeutsch für „Gesinde“) waren im Langobarden- und später im Frankenreich persönliche Gefolgsleute des Königs, aus denen die Träger der Hofämter (gasindi regis) sowie die führenden Beamten, der Dienstadel, hervorgingen.<ref> Wilfried Menghin: Die Langobarden: Archäologie und Geschichte, K. Theiss, 1985, S. 189 (online).</ref><ref>Karl Bosl: Gesellschaftsgeschichte Italiens im Mittelalter, A. Hiersemann, 1982, S. 49 (online).</ref><ref>Ernst Gamilschegg: Romania germanica: Sprach- und Siedlungsgeschichte der Germanen auf dem Boden des alten Römerreiches, Band 11, Teil 2, W. de Gruyter & co., 1935, S. 184 (online).</ref><ref>Georg Steinhausen, Walter Goetz: Arch. Kulturgesch, Band 58, A. Duncker, 1976, S. 273 (online).</ref>

In Gasindi steckt das althochdeutsche sendan bzw. sind für „Weg“; dementsprechend sind damit ursprünglich Weggenossen oder Reisegefolge gemeint.<ref>Gotthardt Frühsorge (Hrsg.): Gesinde im 18. Jahrhundert (= Studien zum achtzehnten Jahrhundert, Band 12). Meiner, Hamburg 1995, ISBN 3-7873-0915-2, S. 111.</ref> Gasindi waren offenbar immer Freie. Waren sie auf königlichen Befehl bewaffnet tätig, konnten sie wegen begangener Dinge nicht angeklagt werden.<ref>Peter Herde (Hrsg.), Walther Kienast: Die fränkische Vasallität. Von den Hausmeiern bis zu Ludwig dem Kind und Karl dem Einfältigen. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-465-01847-8, S. 92.</ref>

Die Gasindi als Gefolgschaft bei den Langobarden wandelte sich unter den Karolingern immer mehr zur Vasallität, gekennzeichnet durch ein Gefüge aus Schutz, Dienst, Unterhaltspflicht und Treueverpflichtung.<ref name="Olberg"/>

Einzelnachweise

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