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Galoiskohomologie

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Unter Galoiskohomologie versteht man im mathematischen Teilgebiet der Zahlentheorie das Studium der Gruppenkohomologie von Galoisgruppen.

Ist L|K eine Körpererweiterung und A ein Galoismodul, also ein Modul unter der Galoisgruppe Gal(L|K), so schreibt man

<math>\,H^*(L|K,A)=H^*(\mathrm{Gal}(L|K),A)</math> (zur Notation siehe den Artikel Gruppenkohomologie)

Ist speziell L = Ksep ein separabler Abschluss von K, so schreibt man auch

<math>\,H^*(K,A)=H^*(G_K,A)=H^*(\mathrm{Gal}(K^{\mathrm{sep}}|K),A).</math>

Eines der ersten Resultate der Galoiskohomologie ist Hilberts Satz 90, der besagt:

<math>H^1(K,(K^{\mathrm{sep}})^\times)=0</math>.

Vor allem in der Klassenkörpertheorie ist die Beziehung zwischen Galoiskohomologie und Brauergruppe wichtig:

<math>H^2(K,(K^{\mathrm{sep}})^\times)=\mathrm{Br}(K)</math>.

Literatur

  • Jean Pierre Serre: Galois cohomology. Springer, Berlin 2002, ISBN 3-540-42192-0.