Zum Inhalt springen

Gaius Claudius Centho (Konsul 240 v. Chr.)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Gaius Claudius Centho war ein bedeutender Politiker der Römischen Republik und 240 v. Chr. Konsul sowie 225 v. Chr. Zensor.

Gaius Claudius Centho entstammte dem römischen Patriziergeschlecht der Claudier und war laut den antiken Quellen der Sohn des berühmten Zensors von 312 v. Chr., Appius Claudius Caecus.<ref>Filiationsangabe der Fasti Capitolini: Gaius Claudius Ap. f. C. n. Centho; vgl. Cicero, Brutus 72 und Tusculanae disputationes 1, 3; Aulus Gellius, Noctes Atticae 17, 21, 42.</ref> Der Althistoriker Friedrich Münzer bezweifelt diese Angabe aufgrund des großen zeitlichen Abstandes, der zwischen den von Centho und den von seinem angeblichen Vater bekleideten Ämtern liegt.<ref>Friedrich Münzer: Claudius 104). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band III,2, Stuttgart 1899, Sp. 2694.</ref>

Centho bekleidete 240 v. Chr. gemeinsam mit Marcus Sempronius Tuditanus das Konsulat und amtierte 225 v. Chr. gemeinsam mit Marcus Iunius Pera als Zensor.<ref>Fasti Capitolini, u. a.</ref> Der Historiker Titus Livius erwähnt noch zwei Ämter, die Centho während des zweiten punischen Krieges ausübte. Demnach fungierte er 217 v. Chr. als Interrex<ref>Livius, Ab urbe condita 22, 34, 1.</ref> und wurde 213 v. Chr. zum Diktator gewählt, um die nächsten Wahlen abzuhalten.<ref>Livius, Ab urbe condita 25, 2, 3ff.</ref> Nach diesem Zeitpunkt wird er in den Quellen nicht mehr erwähnt.

Literatur

Anmerkungen

<references/>