Günter Wichert
Günter Wichert (* 20. Mai 1935 in Czyborren, Kreis Johannisburg, Masuren) ist ein deutscher Historiker und Politiker (SPD).
Leben
Nach dem Besuch der Mittelschule und dem Abitur am Gymnasium Walsrode studierte Wichert Geschichte, Philosophie und Germanistik an der Freien Universität Berlin und der Georg-August-Universität Göttingen. In Göttingen promovierte er 1969 bei dem Historiker Hermann Heimpel zum Dr. phil.<ref>Belegexemplar der Dissertation Von der Reichshistorie zur Geschichte des deutschen Volkes. Der Wandel von Darstellungsansätzen und Geschichtsauffassung in Darstellungen „deutscher Geschichte“ um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. bei der Deutschen Nationalbibliothek.</ref> Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der sozialdemokratischen Fraktion des Niedersächsischen Landtages tätig.
1960 trat er in Walsrode der SPD bei.<ref>Porträt bei SPD-Göttingen.de, Abruf am 6. Februar 2023
Wohl unzutreffende Angabe mit 1950 in Das Parlament am 18. Mai 2020, Abruf am 6. Februar 2023</ref> Wichert wurde bei der Bundestagswahl 1969 in den Deutschen Bundestag gewählt. Innerparteilich setzte der von den Jungsozialisten unterstützte Wichert sich gegen den SPD-Unterbezirksvorsitzenden durch.<ref>Klaus Wettig: 1873–2015. 142 Jahre Sozialdemokratie in Göttingen. Daten zur Geschichte der Göttiner SPD, S. 12, (Link zum Digitalisat), Abruf am 6. Februar 2023</ref> Wichert gewann mit 47,8 % den Wahlkreis direkt.<ref>Bericht vom 17. Dezember 2013 Klaus Wettig: Sechs Besuche in 20 Jahren. Göttingen-Erinnerungen an den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt, in: Göttinger Tageblatt, Abruf am 6. Februar 2023</ref> Im Parlament vertrat er den Wahlkreis Göttingen.<ref>Hartwig Fischer (Hrsg.): 1945 bis heute. 75 Jahre Christdemokratie in Göttingen.Chronik der CDU Göttingen. 2. Auflage, Göttingen 2021, S. 33
(Link zum Digitalisat)</ref>
Bei der Bundestagswahl 1972 wurde Wichert erneut in den Deutschen Bundestag im Wahlkreis Göttingen gewählt und erzielte mit 52,2 % das beste Ergebnis eines Sozialdemokraten in diesem Wahlkreis.<ref>Klaus Wettig: 1873–2015. 142 Jahre Sozialdemokratie in Göttingen. Daten zur Geschichte der Göttiner SPD, S. 13, (Link zum Digitalisat), Abruf am 6. Februar 2023</ref>
1972 wurde Wichert in den Vorstand des Bezirks Hannover der SPD gewählt,<ref>Darstellung auf SPD-Bezirk-Hannover.de, Abruf am 6. Februar 2023</ref> dem er auch 1975 noch angehörte.<ref>Übersicht auf SPD-Bezirk-Hannover.de, Abruf am 6. Februar 2023</ref> Dem Bundestag gehörte er bis zu seiner Mandatsniederlegung am 10. September 1974 an. Wichert amtierte von 1974 bis 1976 als Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Von 1982 bis 2000 leitete er die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
Literatur
- Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 2: N–Z. Anhang. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 948.
Weblinks
- Literatur von und über Günter Wichert im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Porträt bei SPD-Göttingen.de
- Klaus Wettig: 1873–2015. 142 Jahre Sozialdemokratie in Göttingen. Daten zur Geschichte der Göttinger SPD
- Porträt zum 80. Geburtstag bei Das-Parlament.de
- Videobotschaft auf Politische-Bildung.NRW.de von 2016 zum 70-jährigen Bestehen der Landeszentrale für Politische Bildung in Nordrhein-Westfalen
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wichert, Günter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Politiker (SPD), MdB |
| GEBURTSDATUM | 20. Mai 1935 |
| GEBURTSORT | Czyborren, Kreis Johannisburg, Ostpreußen |