Günter Leifheit
Günter Leifheit (* 13. Dezember 1920 in Wetter an der Ruhr<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Firmengründer Günter Leifheit feierte 80. Geburtstag. ( vom 15. November 2008 im Internet Archive), Presseinformation auf leifheit.de vom 13. Dezember 2000, abgerufen am 6. Juli 2009.</ref>; † 2. Juli 2009 in Lugano) war ein deutscher Unternehmer.
Günter Leifheit gründete 1959 zusammen mit seiner Frau Ingeborg den Reinigungs- und Küchengeräte-Hersteller Günter Leifheit KG in Nassau an der Lahn, die heutige Leifheit AG. Er wurde mit Wäschespinnen, Bügeleisen und Teppichkehrern bekannt. 1973 verkaufte er das Unternehmen an ITT.
Die Stadt Nassau ernannte Günter Leifheit 1991 zum Ehrenbürger. Seit 2005 gibt es in Nassau das „Günter-Leifheit-Kulturhaus“. 2006 erhielt er den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.<ref>100 Jahre Günter Leifheit, auf ben-kurier.de</ref>
Aus der Erbschaft von Günter und Ingeborg Leifheit erhielt die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen 57 Millionen Euro als Stiftungsvermögen mit der Auflage, diese für alte und pflegebedürftige Einwohner zu verwenden. 2016 wurde für diesen Zweck die LongLeif GaPa gemeinnützige GmbH gegründet.<ref>Leifheit-Stiftung: Jetzt können die Millionen fließen, Münchner Merkur vom 13. November 2016</ref>
Im Juli 2024 wurde aufgrund von Recherchen des Historikers Stefan Holler bekannt, dass Leifheit zum 1. September 1938 der NSDAP beitrat (Mitgliedsnummer 6.976.365)<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25340758</ref> sowie ab 1940 freiwilliges Mitglied der Waffen-SS war (SS-Nummer 466.826).<ref>Mona Botros: Studie offenbart: Unternehmer Leifheit soll ein überzeugter Nazi gewesen sein. In: SWR Online. 27. August 2024, abgerufen am 30. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Außerdem belegen Unterlagen des Bundesarchivs, dass er bis Ende des Zweiten Weltkriegs der Leibstandarte SS Adolf Hitler angehört hat.<ref>Garmisch-Partenkirchens Millionen-Mäzen Günter Leifheit war hochrangiger SS-Offizier. In: merkur.de. 23. August 2024, abgerufen am 23. August 2024.</ref> Von September 1940 bis Kriegsende 1945 diente er in verschiedenen Pioniereinheiten der Leibstandarte SS Adolf Hitler, zuletzt als Kompanieführer im Range eines SS-Untersturmführers. Er war 1943 an der SS-Junkerschule Braunschweig zum Offizier ausgebildet worden.<ref>Stefan Holler: „Weltanschaulich gefestigt“? Günter Leifheit und seine nationalsozialistische Vergangenheit. In: edoweb Rheinland-Pfalz. Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, 2024, abgerufen am 18. April 2026.</ref>
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Todesmeldung auf sueddeutsche.de ( vom 22. Juli 2009 im Internet Archive)
- Leifheit feiert 60-Jähriges Jubiläum: Unsere Geschichte Firmengeschichte auf der Website der Leifheit Group
- Stefan Holler: „Weltanschaulich gefestigt“? Günter Leifheit und seine nationalsozialistische Vergangenheit. Eine historische und erinnerungskulturelle Annäherung. Studie auf edoweb, dem Archivserver des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz, 2024.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leifheit, Günter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 13. Dezember 1920 |
| GEBURTSORT | Wetter (Ruhr) |
| STERBEDATUM | 2. Juli 2009 |
| STERBEORT | Lugano |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Unternehmer (Rheinland-Pfalz)
- Unternehmer (20. Jahrhundert)
- Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz
- Ehrenbürger im Rhein-Lahn-Kreis
- Nassau (Lahn)
- NSDAP-Mitglied
- SS-Mitglied
- Angehöriger der Waffen-SS
- Deutscher
- Geboren 1920
- Gestorben 2009
- Mann